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Ostprignitz-Ruppin Vehlower Flüchtlinge bei Matino
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vehlower Flüchtlinge bei Matino
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16:35 20.09.2019
Symbolbild. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
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Kyritz

Deutschkenntnisse sind das A und O. Das ist die wichtigste Erkenntnis, die sechs Flüchtlinge, die derzeit in Vehlow zu Hause sind, nach ihrem Besuch bei Matino in Kyritz gewonnen haben. Vehlows Ortsvorsteher Roger Popp und Ortsbeiratsmitglied Christiane Wettstaedt hatten die Betriebsbesichtigung für die Neu-Vehlower organisiert und waren mit ihnen nach Kyritz gefahren. „Die jungen Männer müssen einen Einblick in hiesige Betriebe und den Arbeitsalltag in Deutschland bekommen“, sagt Christiane Wettstaedt. Mit Matino wurde nun der Anfang gemacht.

Melanie Brandenburg, Mitarbeiterin der Personalabteilung, zeigte den Gästen die einzelnen Bereiche des Unternehmens und stellte sie in Englisch und Deutsch vor. Ein Dolmetscher für die arabische Sprache begleitete die Flüchtlinge. Das war laut Christiane Wettstaedt besonders für die Pakistaner in der Runde wichtig, weil sie auch nicht so gut Englisch sprechen und verstehen wie die syrischen Flüchtlinge.

„Bei dem Rundgang wurde ihnen klar gemacht, dass sie unbedingt einen vollkommenen Deutschkurs absolviert haben müssen, um ein Praktikum oder eine Ausbildung im Unternehmen antreten zu können“, sagt Christiane Wettstaedt. Zudem sei auch der Hauptschulabschluss eine Bedingung. Es hieß auch, dass das beste Einstiegsalter für den Job bei Matino zwischen 20 und 25 Jahren liegt. Die Flüchtlinge zeigten sich sehr interessiert an den Abläufen im Betrieb und bei der theoretischen Präsentation mit dem Beamer. Dabei erfuhren sie, dass das Kyritzer Unternehmen spezialisiert ist auf die Verarbeitung und Herstellung von hochpräzisen Metallteilen. Ursprünglich aus dem Bildröhrengeschäft stammend hat es sich auch anderen Herausforderungen wie der Produktion von Teilen für die Automobilindustrie gestellt. Auch auf dem Gebiet der Medizintechnik ist Matino tätig. Durch den hauseigenen Werkzeugbau ist das Unternehmen in der Lage, die dafür notwendigen Werkzeuge selbst herzustellen.

Ob es künftig weitere solcher Betriebsbesichtigungen geben wird, dass konnte Christiane Wettstaedt noch nicht sagen. Sie hält es aber durchaus für möglich. Insgesamt leben zwölf Flüchtlinge in Vehlow. „Die ersten haben bereits ihre Aufenthaltsgenehmigung bekommen“, sagt das Ortsbeiratsmitglied. Die neuen Mitbewohner seien sehr nett und würden sich überall im Ort mit einbringen. Auch bei der Sanierung der Turnhalle des Ortes haben sie schon fleißig mit angepackt, gemalert und Steine geschleppt.

Von Sandra Bels

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