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Ostprignitz-Ruppin Vom Archäopark bis Darth Vader
Lokales Ostprignitz-Ruppin Vom Archäopark bis Darth Vader
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15:05 02.07.2017
„Star Wars“ war das Motto in der Freyensteiner Schlossbibliothek. Quelle: Christian Bark
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Freyenstein

Was trägt der Schurke der Star-Wars-Saga, Darth Vader, auf dem Kopf? Und wie heißt der Herrscher der Wolkenstadt eigentlich mit Vornamen? Wer sich mit Star Wars gut auskannte oder zumindest wusste, wo er Antworten auf Fragen fand, konnte beim Kreuzworträtsel­gewinnspiel in der Freyensteiner Bibliothek am Samstag kleine Preise abstauben. „Ich war lange Zeit Star-Wars-Fan“, sagte der 11-jährige Felix Koppermann. Sein Wissen kam ihm beim Rätsel zugute.

Christine Neumann hielt einen Vortrag zum Archäopark. Quelle: Christian Bark

Weniger für die Saga interessierte sich die elfjährige Emma Lorenz. „Aber ich weiß, wo ich die Informationen herbekomme“, sagte sie und stöberte in den Büchern der Bibliothek. „Wir wollten auch mal ein ’Jungs-Thema’ nehmen“, sagte Bibliotheksmitarbeiterin Sandra Göske. Sie betreut auch regelmäßig Nachmittags- und Ferienprogramme für Kinder in der Schlossbibliothek. Der Thementag, aber auch die außergewöhnliche Öffnungszeit der Einrichtung am Wochenende seien der Beitrag der Bibliothek zum diesjährigen Stadtfest.

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Vom Mittelalter ist mehr als nur Schwert und Bibel geblieben, wie Stefan Lischnewski erklärte. Quelle: Christian Bark

Bevor das mit einem Spektakel so richtig losgehen konnte, gab es im Veranstaltungssaal des Schlosses am Samstagvormittag erstmal einen geschichtlichen Exkurs. Parkleiterin Christine Neumann gab einen Überblick über die vergangenen zehn Jahre, die der Archäologische Park nun schon existiert. Eine Erfolgsgeschichte, wie sie betonte. Startete der Park 2007 noch mit 236 Besuchern, waren es im vergangenen Jahr schon mehr als 3600. Fast die Hälfte davon seien bereits Ende Juli dieses Jahres erreicht gewesen. Insgesamt zählte der Archäopark seit seiner Eröffnung im August 2007 mehr als 13 200 Besucher. „Das ist auch ein Ansporn für Neues“, sagte Christine Neumann. Dabei verwies sie auf das seit Juni installierte neue Wegeleit­system.

Dass der Achäopark quasi als „Pompeji der Prignitz“ existiert, ist Neumann zufolge auf die Zerstörung der alten Stadt um 1280 und ihrer Wiederentdeckung und Freilegung ab Beginn der 2000er zurückzuführen. Dabei informierte die Parkleiterin detailliert über die Geschichte der alten und neuen Stadt Freyenstein.

Von ursprünglich dreiflügeligem alten Schloss steht heute nur noch ein Flügel, berichtete Andrea Mühlenberg. Quelle: Christian Bark

Damit die Zuhörer auch in die richtige historische Stimmung tauchen konnten, erklärte Stefan Lischnewski vom Förderverein Freyenstein, wie viel Mittelalter noch in unserer heutigen Zeit steckt. Zum Beispiel im „Peace-Zeichen“, das eigentlich auf die Bestrafung von Bogenschützen zurückgeht. Die Zeige und Mittelfinger, die sie zum Abzug benötigten, wurden ihnen vom Feind abgeschlagen, wenn dieser ihrer habhaft wurde, oder er drohte mit dem Zeichen schon vorher damit. Wissenswertes über die Historie des „alten Schlosses“ berichtete Vereinsmitglied Andrea Mühlenberg.

Von Christian Bark

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