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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtlicher Besuch unter Nachbarn
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtlicher Besuch unter Nachbarn
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15:39 10.12.2017
Die Anwohner der Röbeler Vorstadt besuchten den Jugendclub C60. Jugendliche und Betreuer hatten ein Fenster als 8. Türchen gestaltet und aus Teelichtern eine Acht um den Kaffee- und Gebäcktisch gelegt. Die Nachbarn schauten sich auch in den Räumlichkeiten um und informierten sich über die Angebote des Clubs.
Die Anwohner der Röbeler Vorstadt besuchten den Jugendclub C60. Jugendliche und Betreuer hatten ein Fenster als 8. Türchen gestaltet und aus Teelichtern eine Acht um den Kaffee- und Gebäcktisch gelegt. Die Nachbarn schauten sich auch in den Räumlichkeiten um und informierten sich über die Angebote des Clubs. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Mit etwas Gebäck oder Würstchen in der Hand beim Punsch mit Nachbarn über Weihnachtsvorbereitungen oder Gott und die Welt sprechen – das ist das Ziel des lebendigen Adventskalenders, der in diesem Jahr erstmalig in der Röbeler Vorstadt stattfindet. Am Nikolaustag trafen sich die Anwohner zum Beispiel vor dem weihnachtlich geschmückten Fenster von Karin Krause. „Es gab Glühwein und Kinderpunsch“, sagte die Gastgeberin rückblickend. Die Begegnung mit den Nachbarn sei kurz aber schön gewesen.

Darius Böckel (l.) und Florian Kersten trugen ein Gedicht vor. Quelle: Christian Bark

Mit dabei waren auch Jugendliche aus dem Jugendclub C60. Zum Beispiel Florian Kersten. „Sowas lasse ich mir doch nicht entgehen“, sagte er. Am Freitag hatten er und weitere Jugendliche im Club die Möglichkeit, ihrerseits Gastgeber für die Nachbarn zu sein. Gemeinsam mit Betreuerin Ilona Soicke hatten sie ein Fenster als 8. Türchen verziert sowie auf dem mit Gebäck, Kaffee und Tee bestückten Tisch eine Acht aus Teelichtern gebaut. „Den Club besuchen derzeit Jugendliche im Alter zwischen 7 und 18 Jahren“, informierte Ilona Soicke die Gäste. Als Willkommensgruß trugen Florian Kersten und Darius Böckel ein Weihnachtsgedicht vor. „Das war den Jugendlichen lieber, als ein Lied zu singen“, bemerkte Ilona Soicke.

Türchenöffnen noch bis zum 22. Dezember

Ums Singen kamen sie letztlich doch nicht herum, denn die Sozialraumkoordinatorin der Röbeler Vorstadt, Lissy Boost, stimmte nach einem kurzen Weihnachtsrätsel dann noch ein Lied an, bei dem alle freudig mitsangen. Seit September arbeitet Lissy Boost für die Volkssolidarität, die den Wohngebietstreff in der Clara-Zetkin-Straße betreibt, in der Röbeler Vorstadt. Dass es den lebendigen Adventskalender gibt, geht auch auf ihre Ideen zurück. „Noch bis zum 22. Dezember werden wir unsere Türchen im Quartier öffnen und besuchen“, kündigte sie an.

Der Jugendclub C60 hatte das 8. Türchen vorbereitet. Quelle: Christian Bark

Jedes Mal war bis jetzt Irmtraut Häntschke dabei. Sie lobte, dass sich die Jugendlichen so viel Mühe gegeben hätten. Die Aktion sei etwas ganz Besonderes. „Es ist schön, mal hinter die Kulissen schauen zu können“, sagte sie. Das nutzten auch einige Anwohner und ließen sich von Ilona Soicke durch den Club führen und über die Angebote informieren. So erfuhren sie, dass immer freitags der Kinderschachclub im C60 tagt, bis dann um 19 Uhr die erwachsenen Schachspieler folgen würden.

Der Besuch dauerte eine gute Stunde. Weil die Wochenenden ausgespart werden, folgt erst am heutigen Montag das nächste Türchen. Diesmal wird es wieder zu Privatleuten gehen, die ihrerseits ihre Nachbarn herzlich empfangen wollen. Ob die Aktion gelingen werde, da war Irmtraut Häntschke zunächst skeptisch, wie sie sagte. Mittlerweile überlege sie jedoch, ob sie beim nächsten Adventskalender im kommenden Jahr nicht sogar mitmachen wolle.

Von Christian Bark