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Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsgeschäft wirkt noch lange nach
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weihnachtsgeschäft wirkt noch lange nach
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16:47 11.01.2018
Marlies Köhler betreibt einen Spielzeugladen in Wittstock und Kyritz. Mit dem Weihnachtsgeschäft ist sie zufrieden. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Das Gravitrax-Set, ein Baukasten für ein interaktives Kugelbahnsystem, ist auch bei den Kunden von Marlies Köhler im Weihnachtsgeschäft voll angesagt gewesen. „Online war es fast schon überall ausverkauft“, berichtet die Inhaberin des Spielzeugladens „Lilalustig“ mit je einer Filiale in Wittstock und in Kyritz. Über ihren Einkaufsverband sei das beliebte Spielzeug aber noch in der Weihnachtszeit und danach zu haben gewesen. Die Renner seien aber auch nach wie vor Lego-Bausätze, Puppenhäuser und Plüschtiere gewesen.

Insgesamt zeigt sich die Händlerin mit dem bisherigen Geschäft Ende 2017 und zu Beginn des neuen Jahres zufrieden. „Wir wollen mal nicht meckern“, sagt sie. Vielen Kunden sei der persönliche Kontakt nach wie vor wichtig. Informiert werde sich oft im Voraus schon über das Internet. Auch sie biete ihren Kunden die Möglichkeit, über Kataloge der Hersteller oder das Onlineportal ihres Einkaufsverbands, eine breitere Auswahl an Waren überschauen und diese nach Wunsch bestellen zu können. „Bei Bedarf bringe ich die Sachen auch schon selbst mal beim Kunden vorbei“, sagt sie.

Günter Päts ist stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg. Quelle: Peter Geisler

Dass über Onlineportale und Kataloge auch stationäre Händler eine größere Auswahl vorweisen können, ist mittlerweile in vielen Geschäften der Prignitz und des Ruppiner Landes angekommen. „Die Umsätze sind bei vielen Einzelhändlern dadurch gestiegen, während das Geschäft vor Ort manchmal leicht defizitär ausgefallen ist“, erklärt Günter Päts vom Handelsverband Berlin-Brandenburg (HBB) aus Neuruppin. Das zweite Standbein im Internet sei mit Blick auf die gewaltige Konkurrenz der Onlinehändler ein guter Schritt auf den Kunden zu. Besonders Elektronikanbieter hätten so in der Region gute Geschäfte über Weihnachten und danach machen können. Erst zu einem Zeitpunkt, als eine rechtzeitige Lieferung online nicht mehr möglich gewesen sei, hätten auch die Stationären noch mal einen Verkaufsschub verzeichnen können.

Auch Warenumtausch hat Geschäftspotenzial

Im Gegensatz zum Innenstadthändler vor Ort ist die Umtauschfrist oder der Vertragswiderruf bei Online- oder Katalogbestellungen rechtlich vorgegeben. „Der stationäre Handel macht das aber auch als Serviceleistung“, so Günter Päts. „Das läuft dann über Kulanz und kann auch über die zwei Wochen hinausgehen“, sagt Marlies Köhler. Während Onlinehändler das Geld an die Kunden zurückzahlen müssten, erhielten ihre Kunden im Laden einen Gutschein – so müsse der Kunde ein weiteres Mal vorbeischauen. „Jeder persönliche Kontakt mit dem Kunden ist für Händler ein potenzielles Geschäft“, sagt Günter Päts. Selbst bei Reklamationen bestehe die Chance, dass die Leute andere Waren im Laden kaufen könnten.

Weil dem stellvertretenden HBB-Hauptgeschäftsführer zufolge Gutscheine oder Geldgeschenke immer öfter auf dem Gabentisch landen würden, sei besonders die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester aber auch bis in den Januar hinein für die Händler von besonderer Bedeutung. „Gutscheine können Sie theoretisch auch noch nach drei Jahren einlösen“, informiert Günter Päts. In der Regel würden die Präsente dann aber zu Beginn des neuen Jahres besorgt. „Das wissen die Händler und springen auf den Zug auf“, sagt er und verweist auf bereits gestartete Rabattaktionen oder den Winterschlussverkauf. Der gelte übrigens nicht nur für Kleidung, sondern mittlerweile fast für alle Waren.

Auch Marlies Köhler konzentriert sich jetzt schon wieder auf die bevorstehenden Monate. Aktuell sind bei ihr Faschingskostüme reduziert. „Die Zeit ist aber auch schon wieder fast durch“, sagt sie.

Von Christian Bark

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