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Ostprignitz-Ruppin Weißstorchbestand bleibt konstant
Lokales Ostprignitz-Ruppin Weißstorchbestand bleibt konstant
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16:46 16.09.2014
Auf dem Seniorenheim in Wusterhausen hatten sich auch 2014 wieder Störche niedergelassen. Quelle: Alexander Beckmann
Kyritz

Insgesamt 38 besetzte Nester befanden sich auf Masten, 15 auf Gebäuden und Schornsteinen.

Die diesjährige Bilanz für den Altkreis Kyritz: Es sind 99 Jungstörche. Das ergibt einen Durchschnittswert von 1,9 Jungen je Paar. Damit liegt dieses Jahr im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Der Weißstorch gehört dabei zu den am besten untersuchten Vogelarten in der Region. In Kyritz wird der Bestand seit 1970 ermittelt. Waren dort bis 1979 jährlich im Durchschnitt 35 Brutplätze besetzt, so sank dieser Wert in den 1980er Jahren auf nur noch 29. Danach nahm die Zahl der Störche wieder zu. Verantwortlich dafür war unter anderem ein verbessertes Brutplatzangebot. Den Vögeln standen nun auch zahlreiche neu errichtete Nisthilfen zur Verfügung. Und so stieg der Bestand in den 1990er Jahren auf 40 Paare. Seit dem Jahr 2000 werden durchschnittlich 48 Paare erfasst.

Aus einer relativ hohen Brutpaaranzahl lässt sich aber noch kein gutes Storchenjahr ableiten. Dafür ist die Anzahl der Jungstörche bedeutsam. Zog ein Paar in den 1970er Jahren im Schnitt 2,7 Junge und in den 1980er Jahren 2,6 Junge auf, so lag der Wert danach zunehmend häufiger unter 2,5. Werden auch die Paare ohne Nachwuchs in die Berechnung mit einbezogen, so sank die durchschnittliche Jungenzahl von 2,2 in den 1970er und 2,1 in den 1980er Jahren auf nunmehr 1,9.

Für viele Regionen Ost- und Südosteuropas würden die im Altkreis Kyritz ermittelten Nachwuchswerte ein sehr schlechtes Brutergebnis darstellen. Überwiegend extensive Landnutzungsformen bieten den Störchen dort qualitativ bessere Lebensräume. Seit 15 Jahren unterstützen Ornithologen aus der Prignitz die Weißstorchzählung im Kreis Hermannstadt in Siebenbürgen und finden diese Feststellung immer wieder bestätigt. Vor allem die vielen Jungstörche in den Nestern beeindrucken die Ornithologen. Auch in Orten mit mehreren Paaren wachsen in vielen Horsten vier oder fünf Junge heran. So gab es in diesem Jahr in Sacel in vier Nistplätzen insgesamt 15 junge Störche, in Leschkirch waren es sogar 19 in vier Nestern. In Grossau wurden vom Kirchturm 74 Junge in 24 Brutstellen gesichtet.

Das ergibt einen beeindruckenden Wert von durchschnittlich 3,1 Jungstörchen pro Paar. In 89 von 107 kontrollierten Orten registrierten die Zähler besetzte Nester, erfassten 142 erfolgreiche Bruten und zählten 432 Jungstörche.

Zunehmend häufiger wechseln die Störche im Kreis Hermannstadt ihre Brutplätze und bauen ihre Nester auf Masten von Niederspannungsfreileitungen. Konflikte mit dem Energieversorger sind die Folge. Der Konflikt lässt sich nur entschärfen, wenn den Störchen Nisthilfen angeboten werden. Nur im Storchendorf Grossau stehen den Störchen bisher Nisthilfen zur Verfügung. Einen weiteren Konflikt stellen die für Großvögel ungünstigen Bauweisen von Mittelspannungsfreileitungen dar. An denen verenden Störche und Greifvögel häufig. Gegenwärtig prüft man dort Möglichkeiten, ob und wie mit deutscher Unterstützung das Defizit an Nisthilfen beseitigt und großvogelfreundliche Veränderungen an den Mittelspannungsmasten vorgenommen werden können.

Von Anselm Ewert

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