Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Wild wird zunehmend gestört
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wild wird zunehmend gestört
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:53 24.03.2014
Der Vorsitzende der Hegegemeinschaft "Dossegrund" , Franz-Josef Focke, spricht zu den Teilnehmern der Jahreshauptversammlung in Brunn. Quelle: André Reichel
Brunn

Die Mitglieder der Hegegemeinschaft "Dossegrund" kamen am Sonnabend im Saal der Gaststätte Heinze in Brunn zusammen.

Beim Rotwild wurde der Abschussplan zu 75 Prozent erfüllt. Die Jäger schossen 91solcher Tiere, vorgesehen waren 120. Beim Damwild fiel die Quote mit 54 Prozent noch geringer aus. Dort sollten 67 Tiere zur Strecke gebracht werden, 36 wurden letztlich geschossen. Noch schlechter sind die Ergebnisse beim Muffelwild. Von den geplanten 15 Stück wurden gerade einmal drei zur Strecke gebracht. Das entspricht 20 Prozent vom anvisierten Ziel. Einzig bei den Rehen erweist sich die Abschusszahl mit 500 Stück, wie auch in den Jahren zuvor, als genau richtig.

Der Abschussplan orientiert sich an der Anzahl des Wildes und wird jedes Jahr aufs Neue festgelegt. Da es in Feld und Flur so gut wie keine natürlichen Feinde für das Wild gebe, müsse der Mensch regulierend eingreifen und überschüssige, kranke und alte Tiere aus dem Bestand holen, hieß es bei der Versammlung. Hierbei liege ein hohes Maß an Verantwortung bei den Jägern. In der Hegegemeinschaft mit ihren 25 Mitgliedsrevieren, die sich auf 17500 Hektar Größe von Herzsprung im Norden, bis hin nach Brunn und Kantow im Süden erstreckt, ist man darauf bedacht, nie mehr Tiere als nötig zu schießen. Darin waren sich alle Teilnehmer der Versammlung in Brunn einig. Wenn nicht genügend Tiere geschossen werden können, werden der Wildverbiss an jungen Bäumen im Wald und die Wildschäden auf den Feldern zum Problem.

Die Mitglieder der Hegegemeinschaft diskutierten am Sonnabend die Frage, warum der Abschussplan nicht wie erwartet erfüllt wurde. Ein Hauptgrund sind nach Ansicht der Jäger die zunehmenden Störungen, denen das Wild ausgesetzt ist, beispielsweise durch Pilzsammler, Crossfahrer und vor allem durch die Holzentnahme. Das Wild reagiert auf häufige Störungen sehr empfindlich. Die Tiere ziehen sich immer weiter zurück und lassen sich kaum noch blicken - oder ziehen ganz in andere Gebiete um. So wurde die bemerkenswerte Anzahl von 120 Stück Muffelwild in südlich der Hegegemeinschaft angrenzenden Waldgebieten bei Dreetz entdeckt. Nicht wenige dieser Tiere dürften nach Ansicht der Jäger einst im Gebiet der "Dossegrund"-Hegegemeinschaft ansässig gewesen sein. Als Folge dessen, dass das Wild immer weniger zur Ruhe kommt und wandert, nehmen auch die Wildunfälle in der Region zu, berichtete Johannes Wujanz, der 18 Jahre lang den Vorsitz in der Hegegemeinschaft inne hatte.

Den Mitgliedern der Hegegemeinschaft gehe es bei ihrer Arbeit keinesfalls darum, möglichst viele schöne Trophäen zu sammeln, betonte der Ehrenvorsitzende Wujanz bei der anschließenden Trophäenschau. Die Stücke waren im Saal der Gaststätte ausgestellt. "Man sieht ja, dass es einen guten Querschnitt von Hegeabschüssen, zum Beispiel von Tieren, die schlecht entwickelt waren, und auch von älteren kapitalen Tieren gibt, von denen ein Jäger im Leben höchstens einmal eines erwischt", sagte Johannes Wujanz.

FAKTEN UND ZAHLEN

17 500 Hektar groß ist die Fläche der HegegemeinschaftDossegrund“. Sie erstreckt sich von Fretzdorf im Norden bis nach Brunn und Kantow im Süden. Im Osten begrenzt die Autobahn A 24 und im Westen die Kyritzer Seenkette das Gebiet.

25 Mitgliedsreviere befinden sich in der Hegegemeinschaft. Ausübungsberechtigte Jäger gibt es allerdings etwas mehr.

Den Vorsitz der Hegegemeinschaft hat seit einem Jahr Franz-Josef Focke aus Wusterhausen inne.

Von André Reichel

Ostprignitz-Ruppin Besten Vorleser der Region Brandenburg West traten in Wittstock an - Kleine Lesestars

Jeder Sechstklässler, der am Sonnabend bei dem Wettbewerb in Wittstock startete, ist bereits so etwas wie ein kleiner Superstar im Vorlesen. "Aber am Ende können nur zwei gewinnen - und die Region beim Landesausscheid vertreten", sagte Georgia Arndt, die Leiterin der Bibliothek im Kontor.

24.03.2014
Polizei Ostprignitz-Ruppin: Polizeibericht vom 23. März - Rabiate Fleischdiebe

+++ Neuruppin: Unwahrscheinlich, dass hier Vegetarier am Werk waren: Am vergangenen Wochenende wurde das Schaufenster einer Fleischerei in Neuruppin eingeworfen und ein Fleisch gestohlen +++ Neuruppin: Polizisten stoppten am Sonntag eine 26-jährige Radfahrerin, die in Schlangenlinien unterwegs war +++

23.03.2014
Ostprignitz-Ruppin Arbeiten an der B167 in Neuruppin werden vorbereitet - Baustart ist noch ungewiss

Wer geglaubt hat, im vergangenen Jahr sei es schon schwierig gewesen: 2014 wird in Neuruppin an noch mehr Straßen gebaut. Autofahrer müssen sich in den kommenden Wochen auf weitere Einschränkungen einstellen. Unter anderem auf der B167 und die B 122 wird ab Dierberg im Sommer gesperrt

21.03.2014