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Wittstock/Dosse Wittstocker tanzten jüdische Lebensfreude
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Wittstocker tanzten jüdische Lebensfreude
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17:36 03.05.2018
Am Ende schwangen auch die Wittstocker das Tanzbein mit der jüdischen Gruppe aus Cottbus. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Viermal im Jahr heißt es in der Wittstocker Heilig-Geist-Kirche „Schalom“, hebräisch „Frieden“. Dann lädt die Blaukreuzgruppe, eine Selbsthilfegruppe trockener Alkoholiker, zum Israelabend. Am Mittwoch war es wieder so weit, und dabei gab es einen ganze Reiche denkwürdiger Ereignisse zu feiern. Der Israelabend fand mittlerweile zum 20. Mal statt. Dabei feierten die Blaukreuzler um den Gruppenleiter Bert Wischnewski den 70. Jahrestag der Gründung des Staates Israel. Das war nach israelischen Kalender am 19. April und nach gregorianischem am 14. Mai 1948, wie Bert Wischnewski erklärte.

Die Blaukreuzgruppe lud zum 20. Israelabend in die Heilig-Geist-Kirche. Mit dabei war die Tanzgruppe „Nefesh Harikut“ von der jüdischen Gemeinde aus Cottbus.

„Ich liebe dieses Volk und setze mich als Christ dafür ein“, sagte er im MAZ-Gespräch. Wenn die Menschen wirklich lesen würden, was in der Bibels steht und sich nicht an der uminterpretierten „Ersatzreligion“ orientieren würden, müssten sie erkennen, dass Christen und Juden eine Gemeinschaft sind. Um daran auch aus theologischer Sicht zu erinnern, hätten die Blaukreuzler die Israelabende ins Leben gerufen. „Natürlich geht es dabei auch um israelische Kultur und Lebensfreude“, betonte Bert Wischnewski.

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Die wurde am Mittwoch wieder getanzt. Zum dritten Mal war die Tanzgruppe „Nefesh Harikut“ („die Seele des Tanzes“) von der jüdischen Gemeinde aus Cottbus zu Gast und zeigte traditionelle israelische Tänze.

Nicht nur gläubige Juden tanzen mit

„Das hat sehr viel Ähnlichkeit mit griechischen Tänzen“, sagt das Tanzgruppenmitglied Aljona Marenko. Gläubige Jüdin sei sie nicht, aber das sei auch keine Voraussetzung, um mittanzen zu können. Vielmehr sei sie an jüdischer Kultur interessiert und finde Gruppen- viel besser als Paartänze.

Die Gruppe zeigte zahlreiche Tänze aus ihrem Repertoire. Quelle: Christian Bark

Etwa die Hälfte ihrer rund 30 Tänze, die sie im Repertoire hat, zeigte die Gruppe am Mittwoch in Wittstock. Am Ende waren alle Anwesenden dazu eingeladen, mit der Gruppe mitzutanzen und jüdische Lebensfreude zu spüren.

Der nächste Israelabend findet am Mittwoch, 1. August, ab 19 Uhr in der Heilig-Geist-Kirche statt. Dann wird sich alles um jüdische Feste drehen.

Von Christian Bark

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