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Wittstock/Dosse Bewegen, bis die Pfunde purzeln
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bewegen, bis die Pfunde purzeln
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13:58 24.01.2019
Klaus Falk probiert sich im Studio „Fit for Fun" an der Beinpresse aus. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Zehn Kilo in zehn Wochen abnehmen – das ist die Herausforderung, der sich der Filmemacher Klaus Falk aus Berlinchen und Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann seit zwei Wochen stellen. Klaus Falk erstellt im Rahmen dessen mehrere Videos, die er auf der Onlineplattform Youtube hochlädt.

„Damit möchte ich zeigen, welche Möglichkeiten man in Wittstock hat, gezielt und gesund abzunehmen“, erklärte er. Gleichzeitig sei es die Gelegenheit entsprechende Institutionen und Vereine in der Stadt vorzustellen.

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Nach einem Gesundheitscheck bei seiner Hausärztin und der Bestätigung, dass er ohne Bedenken abnehmen darf, wagte sich Klaus Falk in die „Muckibude“. „Die habe ich bisher immer nur von Außen gesehen“, sagte er, als das Fitnesscenter „Fit for Fun“ in der Rheinsberger Straße betrat.

Unter Aufsicht von Centerchef Jörg Blüschke ging es zunächst einmal zum Körperscanner, den sogenannten „Milonizer“. „Damit messen wir auch die Länge der Gliedmaßen“, erklärte Jörg Blüschke. Über die gespeicherten Daten könnten die Fitnessgeräte im sogenannten „Milon-Zirkel“ speziell auf den Körper von Klaus eingestellt werden.

Im Körperscanner wird Klaus Falk ausgemessen. Mit den Daten können die Fitnessgeräte speziell auf ihn eingestellt werden. Quelle: Christian Bark

Auf rund 1000 Quadratmetern stehen im Fit for Fun etwa 100 Fitnessgeräte für die Kunden zur Verfügung. Es ist das einzige große Fitnessstudio in Wittstock. Jörg Blüschke eröffnete es vor zwölf Jahren. „Ich bin aber schon 25 Jahre im Geschäft“, sagte er.

50 bis 60 Leute nutzen das Angebot täglich. Insgesamt 400 Mitglieder gibt es – von Jung bis Alt ist alles dabei. „Unser ältestes Mitglied ist 80 Jahre alt“, berichtete Jörg Blüschke. Der Trend gehe seit Jahren weg von den „Pumpern“ hin zu Themen wie Gesundheit und Wohlbefinden. Entsprechende Kurse und individuelles Training würden angeboten – auch Frauengymnastik und Seniorensport.

Klaus wärmt sich auf dem Airbike auf. Quelle: Christian Bark

„Es ist sinnvoll, mindestens zweimal die Woche eine Stunde zu trainieren“, empfahl Jörg Blüschke Klaus Falk. Los gehe es mit einer kurzen Aufwärmung auf dem Laufband, dem Stepper oder dem „Airbike“. Der Fahrradtrainer erzeugt beim Treten Luft, was Klaus rasch merkte, denn es wurde „luftig“ um seine Beine.

Ein anderes Gerät „spielt“ mit dem Element Wasser. Das Ergometer, eine Art Ruderboot auf dem Trockenen, bei dem man statt an den Riemen an einer Kette zieht, ist mit einem besonderen Widerstand gefüllt. Beim Ziehen kommt das Wasser in Bewegung – es hört sich beinahe so an, als rudere man auf einem See.

Nach der Aufwärmung folgte das Krafttraining. Für Klaus auf der Hantelbank und der Beinpresse und danach an der Brustpresse. Danach folgte das Abwärmen auf dem Laufband. „Wichtig ist, nebenbei auch viel zu trinken“, empfahl Jörg Blüschke.

Einen Drink gefällig? Im Fitnessstudio gibt es auch Wasser mit Liquid. das macht das Training aber nicht gleich zunichte. Quelle: Christian Bark

Im Studio werde kostenlos Wasser, auch mit fruchtigem Liquid gemischt, gereicht. „Da ist nur ein bisschen Süßstoff drin, davon nimmt man nicht zu“, erklärte der Centerchef. Er ermahnte Klaus, dran zu bleiben und nicht nach den zehn Wochen wieder in den „selben Trott“ zu verfallen.

Jörg Gehrmann eilt durch die kalte Nacht

Das will auch Jörg Gehrmann nicht. Der Bürgermeister hat sich zunächst einmal vorgenommen, mehr Bewegung zu haben. Seit Wochen schon läuft er täglich zwei bis drei Runden durch die Stadt. Und das schnellen Fußes. „Fürs Joggen müsste ich noch mehr abgenommen haben“, erklärte er.

Auch ein kalter Winterabend bei minus acht Grad schreckten ihn nicht bei seiner gut vier Kilometer langen Runde. Dazu etwas Musik in den Ohren, Zähne zusammenbeißen und los. „Danach freut man sich richtig auf sein Bett“, sagte Jörg Gehrmann.

Jörg Gehrmann läuft täglich schnellen Fußes dreimal vier Kilometer durch die Stadt – auch bei minus acht Grad. Quelle: Christian Bark

Das sei zudem ein guter Ausgleich zu einem stressigen und langen Tag im Rathaus und anderswo. In Sachen Ernährung hat sich der Bürgermeister jedoch noch nicht so sehr umgestellt. „Ich brauche ja schließlich etwas für die Synapsen“, bemerkte er.

Die ganze Abnehmgeschichte bringe im Übrigen nicht nur ihm etwas. „Mich haben schon so viele Leute angesprochen und gesagt, dass sie insgeheim mitmachen“, berichtete Jörg Gehrmann. Sie sagten sich: „Wenn der das kann, schaff ich das auch.“

Zum Video geht es unter: www.maz-online.de/fitinwit

Von Christian Bark

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