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Wittstock/Dosse Behinderte Menschen im Mittelpunkt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Behinderte Menschen im Mittelpunkt
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09:16 04.12.2019
Viola Terzijska (r.) vom Kino Astoria und Katrin Ulmer von der Kontakt- und Beratungsstelle der Awo begrüßen die Gäste. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Menschen mit Behinderungen rückten am Dienstag im Kino Astoria in Wittstock in den Mittelpunkt. Denn der 3. Dezember eines jeden Jahres ist ihnen gewidmet. Vor diesem Hintergrund veranstaltete das Kino einen Aktionstag zum Thema.

Höhepunkt war der Dokumentarfilm „Menschsein – wer sind wir füreinander“. Darin geht es darum, wie Menschen in verschiedensten Ländern und Regionen mit einer Behinderung leben – von den Wüsten Indiens über den südamerikanischen Dschungel bis zum australischen Outback.

Eine richtige Weltreise

„Der Film führt uns durch 23 Nationen, 19 Sprachen und sechs Kontinente. Wir unternehmen heute eine richtige Weltreise“, sagte Viola Terzijska vom Kino Astoria.

Die Vorführung war eine Mischung aus Kampfsport und Slapstick. Quelle: Björn Wagener

Unterstützt wurde sie bei der Vorbereitung des Aktionstages von Katrin Ulmer von der Kontakt- und Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Wittstock. Sie hatte die Kontakte zu den verschiedensten Betreuungsdiensten hergestellt, die sich im Kino-Foyer präsentierten – etwa die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung des Landkreises, der Sozialpsychiatrische Dienst des kreislichen Gesundheitsamtes, der Verein Lebenshilfe Prignitz, die Stiftung Diakonissenhaus Friedenshort in Heiligengrabe und die Unabhängige Teilhabeberatung in Neuruppin.

Man lernt sich kennen

„Alle können sich vorstellen, man lernt sich kennen“, sagt Katrin Ulmer. Das Kino, der Friedenshort und die Awo sponserten Kaffee und Kuchen für die gemütliche Atmosphäre.

Ute Fickler, Leiterin der Zweigwerkstatt in Pritzwalk des Vereins Lebenshilfe, eröffnete den Filmnachmittag ganz offiziell. „Wir hoffen, dass der Film nachhaltige Eindrücke hinterlässt und hilft, Vorurteile abzubauen“, sagte sie.

Danach stellte sich eine junge Frau aus Meyenburg vor, die seit 2004 in den Werkstätten der Lebenshilfe Prignitz beschäftigt ist. Sie nimmt dort unter anderem Anrufe entgegen, kümmert sich um die Postfächer und verwaltet Autoschlüssel und Papiere. Seit 2016 betreibt sie „gern und regelmäßig“ Kampfsport.

Möglich macht das das Projekt „Kampfsport ohne Grenzen – Inklusion und Integration“ der Abteilung Jiu Jitsu des Vereins SG Einheit Wittstock.

Vorführung direkt vor der Leinwand

Die Sportler mit Behinderungen gaben am Dienstag direkt vor der

Trainer Frank Kallies (vorn) mit den Akteuren der Gruppe „Kampfsport ohne Grenzen“. Quelle: Björn Wagener

Leinwand eine Kostprobe ihres Könnens. Sie präsentierten eine Mischung aus Slapstick und Kampfsport.

Für Trainer Frank Kallies ist das Einbeziehen von behinderten Menschen in den Kampfsport ganz selbstverständlich. Auch wenn andere Maßstäbe angesetzt werden müssten, so könne doch viel erreicht werden, sagt Kallies. Das Projekt „Kampfsport ohne Grenzen“ gibt es seit 2015 und wurde bereits 2017 mit dem Integrationspreis ausgezeichnet.

Nach dem Film gab es noch Gelegenheit für Gespräche.

 

Von Björn Wagener

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