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Wittstock/Dosse Alzheimer-Aktionstag mit Dokumentarfilm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Alzheimer-Aktionstag mit Dokumentarfilm
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16:16 26.09.2018
Viele Besucher wollten den Dokumentarfilm zum Thema sehen. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Dieses Thema trifft offenbar einen Nerv: Als der Dokumentarfilm „Das Dorf der Vergesslichen“ am Mittwochnachmittag im Kino Astoria in Wittstock anläuft, ist der Saal nahezu gefüllt. Knapp 100 Karten seien verkauft worden, heißt es am Einlass. Das freut auch Regisseurin Madeleine Dallmeyer. „Das ist die beste Resonanz, die wie bisher hatten“, sagt sie.

Der Film war der Höhepunkt des achten Alzheimer-Aktionstages, zu dem die Volkssolidarität (VS) in Zusammenarbeit mit dem Kino Astoria eingeladen hatte. Elke Bröcker, Sozialarbeiterin der VS, begrüßte die Gäste gemeinsam mit Madeleine Dallmeyer, die nach dem Film für Fragen und Gespräche offen war.

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Dabei und mittendrin

Der Welt-Alzheimer-Tag am 21. September stand in diesem Jahr unter dem Motto „Demenz – dabei und mittendrin“. Genau das wollen die Volkssolidarität und andere Einrichtungen, die den Betroffenen und Angehörigen bei der Bewältigung ihres Alltags zur Seite stehen, erreichen. Deshalb präsentierten sich neben der VS auch Vertreter des Amtes für Familie und Soziales des Landkreises und von der Außenstelle Wittstock des Pflegestützpunktes Neuruppin im Foyer des Kinos.

Immer mehr Menschen betroffen

„Die meisten Betroffenen oder Angehörigen wissen gar nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollen“, sagt Pflegeberaterin Marita

Elke Bröcker (l.) im Gespräch mit Regisseurin Madeleine Dallmeyer. Quelle: Björn Wagener

Hellwig. Wie ist eine geeignete Pflegeeinrichtung zu finden? Wie kann man sich auf die Pflege der eigenen Eltern vorbereiten? Diese und ähnliche Fragen würden häufig gestellt. „Die Bevölkerung wird prozentual immer älter. Das heißt, es sind auch immer mehr Menschen von Alzheimer und Pflegebedürftigkeit betroffen“, sagt Marita Hellwig.

Mit dem Film „Das Dorf der Vergesslichen“ lieferte Madeleine Dallmeyer ihr Filmdebüt ab. Es geht um ein Dorf in Thailand, in dem sich etliche ausländische „Gäste“, wie sie genannt werden, von Einheimischen pflegen lassen.

Kleines Budget, kleines Team

„Wir haben mit einem kleinen Budget gearbeitet und wurden vom Südwestrundfunk unterstützt“, sagt die 38-Jährige. „Meine Großmutter war dement. Das hat die Familie sehr gefordert.“ Gedreht worden sei vor zwei Jahren – zwei Monate lang. Zum Team gehörten eine Kamerafrau, ein Tontechniker und die Regisseurin selbst, unterstützt von einer Dolmetscherin.

Mitgetragen wurde der Alzheimer-Aktionstag zum zweiten Mal vom Kino Astoria, so Elke Bröcker. Die Seniorenbeiräte aus Wittstock und der Gemeinde Heiligengrabe sowie einige Ortsgruppen der VS spendeten Geld. Der Kuchen kam von der Bäckerei Hausbalk. Schirmherr war Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann.

Von Björn Wagener

26.09.2018
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