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Wittstock/Dosse Im Katastrophenfall eine große Hilfe
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Im Katastrophenfall eine große Hilfe
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00:20 21.05.2019
Amateurfunker aus Brandenburg und Mecklenburg sprachen bei der Wittstocker Feuerwehr über Not- und Katastrophenfunk. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Dass Funkamateure im Ernstfall eine große Hilfe für Rettungskräfte, Behörden und die Bevölkerung sein können, war am Samstag Thema in der Wittstocker Feuerwehr. Dort waren Amateurfunker aus Brandenburg und Mecklenburg zusammengekommen, um sich über den Notfunk zu informieren.

„Wir können mit unseren mobilen Geräten weiterfunken, wenn um uns herum der Strom ausfällt“, erklärte Maximilian von Cysewski, Amateurfunker aus der Nähe von Neustrelitz (Rufzeichen DO1MVC).

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Peter Wasielowski, Notfunkreferent im Distrikt Y, hielt ein Referat. Quelle: Christian Bark

Referent am Samstag war der Notfunkreferent des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) für den Bezirk Y (was für Brandenburg steht), Peter Wasielowski (DK6PW). „Das Notfunkreferat ist ein Pfeiler für unsere Gemeinnützigkeit“, sagte er. Im Notfall könne man Bilder, Videos bis hin zu Internetprotokollen übertragen.

Die Funker könnten dann sogenannte „Katastrophen-Leuchttürme“ bilden, an strategisch wichtigen Punkten wie Krankenhäusern oder mitten auf dem Marktplatz. Bis zu 150 lokale Notfunkgruppen gibt es Peter Wasielowski zufolge bundesweit.

Wittstocker Ortsverband sehr am Notfunk interessiert

Der DARC-Ortsverband Wittstock-Pritzwalk hat eine solche Gruppe noch nicht ins Leben rufen können. „Wir wollten mit der Veranstaltung zunächst mal das Interesse am Notfunk wecken“, erklärte der Ortsverbandsvorsitzende, Raimund Keßner. Ebenso sei die Gruppe daran interessiert, dass die Öffentlichkeit und Behörden über eine mögliche Unterstützung durch Amateurfunker informiert sind.

Das ist nun auch Wittstocks Stadtwehrführer Steffen Müller. „Das könnte uns im Ernstfall wirklich eine Hilfe sein“, sagte er.

Tatsächlich sind die Amateurfunker im DARC, die alle eine staatliche Prüfung ablegen mussten, dazu verpflichtet, im Notfall die Kommunikation mit aufrecht zu halten, wie Raimund Keßner informierte. Der Ortsverband wolle sich weiter spezialisieren und Im Herbst solle es eine Notfunkschulung mit Peter Wasielowski geben.

Am 22. und 23. Juni führt der Verband zudem wieder seinen „Fieldday“ in Eichenfelde durch.

Von Christian Bark

19.05.2019
20.05.2019
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