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Wittstock/Dosse Die Freilichtbühne ist Geschichte
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Die Freilichtbühne ist Geschichte
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12:30 04.09.2018
Arbeiter aus Portugal bei Abrissarbeiten an der Terrasse vorm Torbogenhaus ab.
Arbeiter aus Portugal bei Abrissarbeiten an der Terrasse vorm Torbogenhaus ab. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

 Der Wittstocker Amtshof ist zurzeit eine Baustelle – und wird es bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im April kommenden Jahres auch bleiben. Bis dahin wird der Hof vor den Museen Alte Bischofsburg weitgehend umgestaltet. Die auffälligste Veränderung ist schon jetzt zu sehen: Die alte Freilichtbühne wurde abgerissen. Sie ist nur mehr ein Haufen Bauschutt, der dieser Tage entsorgt wird.

Neue Bühne wird mobil

Die Freilichtbühne werde eine schlichte Rasenfläche ersetzen, sagt Christian Hernjokl, der Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft.

Noch dominieren die Abrissarbeiten. Quelle: Björn Wagener

Denn die mobile Bühne, die zur Landesgartenschau eingesetzt wird, werde im Bereich zwischen der alten Freilichtbühne und der Terrasse am Torbogenhaus platziert – auf einer sogenannten wassergebundenen Oberfläche, die noch herzustellen ist. So wird Regenwasser problemlos versickern können. Gegenüber entstehe der Zuschauerbereich, der ebenfalls eine solche Bodenbefestigung erhalte. Die Anzahl der Sitzplätze könne nach Bedarf variieren. Etwas abgerückt von der Bühne werde ein Spielplatz entstehen.

Terrasse wird barrierefrei

Noch aber dominieren die Abrissarbeiten auf dem Gelände. So sind portugiesische Arbeiter momentan dabei, die Oberfläche der Terrasse am Torbogenhaus zu entfernen. Die neue Terrasse werde barrierefrei erschlossen. Dazu gehöre auch ein Lift für den behindertengerechten Zugang zur Toilette, die sich unter der Terrasse befindet. Letztere erhalte zudem eine Umpflanzung. Auch entstehe ein komfortabeler Zugang und Abgang fürs gastronomische Personal. Denn die Gäste können während der Gartenschau künftig nicht nur auf der Terrasse selbst, sondern auch im nahen Umfeld Platz nehmen, so Christian Hernjokl. Allgemein werde alles „zeitgemäßer und schöner“.

Weg wird komplett erneuert

Gleiches gelte auch für die Begehbarkeit des Amtshofes. Der bisherige gepflasterte Weg ist größtenteils bereits aufgenommen

Der neue Weg wird den Veranstaltungsbereich komplett umschließen. Quelle: Björn Wagener

worden. Er solle den Veranstaltungsbereich künftig komplett umschließen. Dafür würden die entnommenen Steine wiederverwendet. Die Pflastersteine vorm Museum würden durch rötliches, geschnittenes Kleinsteinpflaster ersetzt. Das soll den Bereich besser begehbar machen. Außerdem werde links vom Eingangsweg ein Bischofsgarten an der Mauer angelegt.

Die Kosten für den Umbau des Amtshofes lägen bei rund 1,4 Millionen Euro, die zu 75 Prozent gefördert würden, so Christian Hernjokl.

Von Björn Wagener