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Wittstock/Dosse Anwohner fordern Tempo-30-Limit auf Zootzener Damm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Anwohner fordern Tempo-30-Limit auf Zootzener Damm
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15:05 12.08.2019
Gemeinsam mit dem Grünen-Stadtverordneten Matthias Dittmer (r.) wollen sich Anwohner der Rheinsberger Siedlung für ein generelles Tempo-30-Limit auf dem Zootzener Damm stark machen. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Nicht nur in Ortsteilen wie Biesen oder Wulfersdorf wird der Verkehr für Anwohner mehr und mehr zum Problem. Auch in Wittstock mehren sich Stimmen, die sich über zu schnell fahrende Fahrzeuge beschweren.

Zuletzt hatte eine Anwohnerin der Perleberger Straße über Risse in ihrer Hausfassade geklagt, die sie auf Erschütterungen durch den Verkehr zurückführte. Infolgedessen forderten sie und Matthias Dittmer, der für die Partei „Die Grünen“ in der Wittstocker Stadtverordnung sitzt, ein Tempo-30-Limit auf dem bewohnten Teil der Straße.

Nun war Matthias Dittmer auch mit anderen Wittstockern ins Gespräch gekommen. Durch den Kontakt mit dem Politiker und den MAZ-Artikel über das Problem in der Perleberger Straße fordern nun auch 22 Anwohner der Rheinsberger Siedlung ein generelles Tempo-30-Limit auf dem Zootzener Damm.

Nach Beobachtung der Anwohner fahren auch Laster zu schnell durch die Straße. Quelle: Christian Bark

„Am schlimmsten ist es zwischen 6.30 und 9 Uhr morgens sowie 16 bis 21 Uhr abends“, sagt Anwohner Burkhard Schrinner. Aber auch in der Nacht werden die Anwohner immer wieder von vorbeifahrenden Fahrzeugen geweckt. „Dann fährt hier erst recht keiner mehr 50“, sagt Anwohnerin Daniela Wegener.

Die Mutter ist vor allem besorgt um die Kinder aus der Siedlung, wenn diese beispielsweise zur Bushaltestelle gehen, um von dort mit dem Bus zur Schule zu fahren. Ihr Sohn sei beim Warten im Regen schon von zu schnell fahrenden Lastwagen „kladdernass“ gespritzt worden. „Die nehmen keine Rücksicht“, schimpft Daniela Wegener.

Verkehrsinsel stoppt Raser kaum

Kaum noch aus seiner Ausfahrt heraus traut sich Armin Schmidt. „Letztens wäre mir beim Rausfahren fast ein Laster reingeknallt“, berichtet der Anwohner. Selbst die Verkehrsinsel kurz hinter dem Ortseingang ist kein Garant für eine Geschwindigkeitsreduzierung.

„Durch den Bremsvorgang schwerer Laster gibt es Erschütterungen wie in der Perleberger Straße“, erklärt Matthias Dittmer. Einige Fahrzeuge hielten sich beim Passieren der Verkehrsinsel nur schwer in der Spur. Vorm Lärm ganz zu schweigen.

Die Anwohner berichteten von ihren Erfahrungen. Quelle: Christian Bark

„Laut Lärmplan, den mir die Stadt zugeschickt hat, ist hier alles im grünen Bereich“, informiert Matthias Dittmer die Anwohner. So recht wolle er das aber nicht glauben. „Ich habe eher den Eindruck, dass hier geschätzt statt gemessen wurde“, sagt der Grünen-Politiker. Deshalb sei eine verlässliche Messung und vor allem eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Strecke wichtig.

Persönlicher Einsatz Betroffener erhöht Handlungsbedarf

Das generelle Tempolimit von maximal 30 Stundenkilometern für alle Fahrzeuge fordern die Anwohner dennoch. Auf einen Antrag von Matthias Dittmer haben sie alle unterschrieben.

„Je mehr Betroffene sich persönlich dafür einsetzen, desto höher steigt die Bearbeitungspriorität des Anliegens“, informiert er. Das habe man ihm bei der Unteren Straßenverkehrsbehörde in Neuruppin bezüglich der Perleberger Straße mitgeteilt. Im Falle des Zootzener Damms ist allerdings das Land der Ansprechpartner, da es sich hierbei um eine Landesstraße handle.

Letztlich muss sich laut Matthias Dittmer aber dennoch die Stadtverordnetenversammlung mit dem Thema befassen. Dort haben die Anwohner übrigens das Recht, ihre Anliegen in der Einwohnerfragestunde vorzutragen. Das empfahl Matthias Dittmer den Bürgern auch mit Blick auf die nächste Versammlung im September. „Vielleicht erreichen wir dieses Jahr sogar noch etwas“, so der Grünen-Politiker.

Von Christian Bark

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