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Wittstock/Dosse Landschaftspfleger organisieren sich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Landschaftspfleger organisieren sich
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00:27 23.11.2018
Rundgang von Mitgliedern Brandenburgischer Landschaftspflegeverbände über das künftige Laga-Gelände in Wittstock. Rechts: Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft.
Rundgang von Mitgliedern Brandenburgischer Landschaftspflegeverbände über das künftige Laga-Gelände in Wittstock. Rechts: Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft. Quelle: Björn Wagener
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Wittstock

Die Landschaftspflegeverbände in Brandenburg und Berlin sollten sich gegenüber der Landesregierung stärker in Position bringen und ihre gemeinsamen Interessen mit mehr Nachdruck vertreten. Das hat Andreas Bergmann am Montag in Wittstock angeregt.

Er nahm als Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes Prignitz-Ruppiner Land an einem Arbeitstreffen teil, das Vertreter mehrerer Landschaftspflegeverbände aus dem Land Brandenburg und Berlin in der Dossestadt zusammenführte – unter anderem aus Mittelbrandenburg, dem Barnim, der Uckermark oder auch dem Havelland, wo es bislang zwar noch keinen solchen Verband gebe, jedoch erste Bestrebungen bestünden, einen solchen zu gründen.

Erfahrungsaustausch

Die Beratung im Rathaus war ein Erfahrungsaustausch, bei dem es darum ging, Projekte der jeweils anderen Verbände näher kennenzulernen und sich auch gegenseitig über die unterschiedlichen Arbeitsweisen zu informieren.

Zum Auftakt unternahmen die Teilnehmer einen Rundgang über das künftige Gelände der Landesgartenschau in Wittstock. Angeführt wurden sie von Christian Hernjokl, dem Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft. Immerhin grasten von August bis November zehn rauwollige pommersche Landschafe aus dem Tierbestand von Andreas Bergmann aus Zempow auf der Wiese an der Glinze, gleich gegenüber der Alten Bischofsburg und damit auf dem künftigen Laga-Gelände.

Die Gelegenheit für einen solchen Rundgang nutzte auch Wittstocks Rosenkönigin Tanja, die sich der Gruppe angeschlossen hatte.

Möglichst flächendeckend

In Wittstock mit in der Runde vertreten war auch Petra van Dorsten, die die Verbände landesweit koordiniert. „Unser Ziel ist es, möglichst flächendeckend in Brandenburg und Berlin Landschaftspflegeverbände zu etablieren“, sagt sie. Wo solche Verbände bereits arbeiten, hätten in ihren jeweiligen Wirkungskreisen bereits verschiedenste Projekte zum Natur- und Landschaftsschutz umgesetzt werden können.

Neben dem Schutz von Wiesen, um sie als Biotop für verschiedenste Tierarten zu erhalten, nennt Petra van Dorsten als Beispiel vor allem ein Projekt des Landschaftsfördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung zur Wiederansiedlung des selten gewordenen Steinkauzes. Dabei stehe der Verein in engem Kontakt mit Landnutzern der Region.

Genau das mache die Vereinsarbeit aus. Denn Landschaftspflegeverbände brächten Naturschützer, Landbesitzer und Vertreter der Kommunen zusammen. Mit dem Ergebnis, dass besser kooperiert werde und es somit zu weniger Konflikten komme.

Von Björn Wagener