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Wittstock/Dosse Wittstocker Zehntklässler erleben Ausnahmesituation
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14:20 28.11.2019
Alina Möller möchte im Gesundheitswesen beruflich Fuß fassen und erläutert das beim Bewerbungstraining an der Polthier-Oberschule in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Für 24 Schüler der zehnten Klassen an der Polthier-Oberschule in Wittstock steht in dieser Woche eine Bewährungsprobe an. Sie stellen sich erstmals einem Bewerbungsgespräch. Dabei erleben sie eine Ausnahmesituation mit Lampenfieber und unbekannten Fragen.

Seit gut 15 Jahren gehört die Berufsorientierung zum Lehrplan für die Zehntklässler. Dabei geht die Oberschule nun neue Wege. Nur 24 der insgesamt 76 Schüler des Abschlussjahrgangs kommen jetzt in den Genuss der fiktiven Bewerbungsgespräche. „Wir möchten die Qualität erhöhen und haben deshalb die Schüler mit den besten Bewerbungsmappen ausgewählt“, sagt Schulleiterin Eva-Maria Vanino. Somit sollen bestimmte Bewerbungsstandards erfüllt werden, mit denen die Bewerber auch im realen Leben konfrontiert werden.

Die Leiterin der Wittstocker Polthier-Oberschule: Eva-Maria Vanino. Quelle: Christamaria Ruch

Anfang des Schuljahres stellte die Schule dafür die Weichen. „Wir haben das mit dem Team der WAT-Lehrer sowie in der Elternkonferenz abgestimmt“, so Vanino. Mit der Auswahl werden die Schüler für das intensive Arbeiten an ihren Unterlagen belohnt. Mit so viel Rückenwind „kann nichts mehr schiefgehen“, ist sich die Schulleiterin sicher.

Die 15-jährige Alina Möller hat klare Vorstellungen von ihrer Zukunft. Die zwei Schulpraktika in den KMG-Kliniken in Wittstock haben sie bestärkt, dort Fuß zu fassen. „Ich möchte mit Menschen zusammenarbeiten“, sagt Alina. Bei den Praktikumswochen lernte sie den Stationsbetrieb, die Rettungsstelle und das Herzkatheterlabor kennen. „Bei beiden Praktika sind meine Erwartungen erfüllt worden“, sagt sie.

Andrea Heller von den KMG-Kliniken in Wittstock (l.) und WAT-Lehrerin Anke Giering werten ein Bewerbungsgespräch aus. Quelle: Christamaria Ruch

Alina Möller ist offen und engagiert. Sie ist Klassensprecherin und seit Kurzem auch Sprecherin des Kreisschülerrates. Dann trifft sie auf Andrea Heller, Praxisanleiterin bei den KMG-Kliniken in Wittstock. Die beiden kennen sich von den Praktika. Außerdem sitzt WAT-Lehrerin Anke Giering am Tisch. Andrea Heller klopft die Motivation ihrer Bewerberin ab.

Die Schülerin weiß, dass das Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpflegerin ein Auslaufmodell ist: „Ab 2020 heißt der Beruf Pflegefachfrau oder -mann.“ Auch die KMG-Kliniken „suchen händeringend Personal“, sagt Andrea Heller. Auf die Bewerbung von Alina Möller freut sie sich.

Charleen Starke (l.) und Johanna Kerber warten mit Lampenfieber auf ihre Vorstellungsgespräche. Quelle: Christamaria Ruch

Johanna Kerber und Charleen Starke warten noch auf ihre Gespräche. Johanna möchte Erzieherin werden und kann auf ein Praktikum in der Kita „Rittersporn“ in Wittstock verweisen. „Johanna ist sozial sehr gut aufgestellt“, sagt Eva-Maria Vanino. „Ich bin überrascht, wie die Schüler in diesen ungewohnten Situationen teilweise über sich hinaus wachsen“, sagt sie.

Von Christamaria Ruch

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