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Wittstock/Dosse Blumenladen schließt nach 26 Jahren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Blumenladen schließt nach 26 Jahren
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13:34 22.12.2018
Eleonore Seelandt verabschiedet sich nach 26 Jahren von ihrer Kundschaft. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Sträuße binden, Gestecke arrangieren und immer wieder die Wünsche ihrer Kundschaft erfüllen. Das gehörte für Eleonore Seelandt aus Wittstock seit Januar 1993 zum Alltag. Doch nun ist Schluss: Die Unternehmerin geht zum Jahresende in den Ruhestand. Heiligabend öffnet sie ihr Geschäft „Blumen- und Kranzbinderei“ in der Königstraße 17 in Wittstock das letzte Mal. Die 66-Jährige stand 26 Jahre für ihre Kunden bereit.

„Der Abschied ist mit Wehmut verbunden, so lange war ich dabei“, sagt Eleonore Seelandt. Und: „Die Kundschaft war überrascht und erstaunt, dass ich jetzt schon in Rente gehe.“ Doch gleichzeitig blickt sie nach vorn.

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Die Tochter trat in ihre Fußstapfen

Denn ihre Tochter Cathrin Niemann trat in die Fußstapfen, ist ebenfalls Gärtnerin und war viele Jahre im Laden ihrer Mutter tätig. Dann wechselte sie in einen anderen Laden außerhalb von Wittstock und kehrt jetzt zurück. Am 15. Januar 2019 eröffnet Cathrin Niemann ein eigenes Geschäft in unmittelbarer Nachbarschaft zum ehemaligen Laden von Eleonore Seelandt.

Bevor Seelandt den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit wagte, war sie in der LPG-Gärtnerei im Rackstädter Weg in Wittstock beschäftigt. Eleonore Seelandt erlernte den Beruf der Gärtnerin und bildete sich in den 1970er Jahren zum Blumenbinder weiter. „Den Beruf Florist gab es zu DDR-Zeit nicht“, sagt sie.

1993 zwei Läden in Wittstock eröffnet

Am 1. Januar 1993 eröffnete sie zwei Blumengeschäfte in Wittstock und war außerdem mit einem Marktstand in einem Discounter vertreten. Anfangs beschäftigte sie sieben Mitarbeiter; schrittweise verkleinerte sie sich im Laufe der Jahre.

Seit 2009 ist sie in der Königstraße ansässig und seit 2014 führte sie das Geschäft allein. „Die großen Märkte sind eine Konkurrenz“, sagt sie. Auch wenn es immer wieder neue Blumentrends zu beobachten gibt, sagt Seelandt: „Man muss alle Generationen in der Kundschaft im Auge behalten und verschiedene Steckereien anbieten.“

Von Christamaria Ruch