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Wittstock/Dosse Bürgerinitiative „B 189 nein“ arbeitet an einem Kurzfilm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Bürgerinitiative „B 189 nein“ arbeitet an einem Kurzfilm
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08:57 31.08.2019
Karen Fischer engagiert sich in der Bürgerinitiative und spielt auch beim Kurzfilm mit. Quelle: Christamaria Ruch
Berlinchen

Mit einer Fahrraddemonstration machten die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) „B189 nein“ vor einer Woche auf ihr Anliegen aufmerksam. Sie engagieren sich seit Ende 2018 gegen den Weiterbau der Bundesstraße 189 zwischen Mirow und Wittstock.

Die Gruppe mit Gründungsort Berlinchen (Stadt Wittstock) möchte außerdem den Fernverkehr auf Fernstraßen leiten und den Naturraum in der Region erhalten. Zudem geht es darum, Tonnagebegrenzungen für den Schwerlastverkehr durchzusetzen und damit den Lkw-Durchgangsverkehr einzudämmen.

Die Bürgerinitiative spricht sich für den Beibehalt der Straße von Wittstock nach Mirow aus, hier der Straßenabschnitt bei Berlinchen. Quelle: Christamaria Ruch

Nun richtet die BI ihr Augenmerk auf einen Kurzfilm. Dieser Dokumentarfilm mit dem Arbeitstitel „Kurzfilmdreh gegen die B 189 nein“ setzt sich mit der Frage auseinander, wie die Pläne zum Bundesstraßenweiterbau in der Region ankommen. „Was macht das mit den Menschen?“ fragt Karen Fischer von der BI. Sie ist in der Arbeitsgruppe Aktionen engagiert, bereitete die Fahrraddemonstration vor und spielt auch in dem Kurzfilm mit.

Bei der Produktion dieses Kurzfilms kooperiert die BI mit der Medienwerkstatt Potsdam und dem Lumpenhauskollektiv Potsdam. Das Projekt wird mit Mitteln der BI 189 nein sowie der Medienwerkstatt Potsdam finanziert. „Ich hatte die Idee mit dem Dokumentarfilm“, sagt Karen Fischer. Denn neben den einzelnen Aktionen der BI soll das Anliegen der Gruppe auch medial auf unterschiedlichen Kanälen an die Öffentlichkeit kommen.

Im Herbst soll der Film vorgeführt werden

Laiendarstellern aus der Region und professionelle Künstler aus Potsdam Babelsberg spielen mit. „Derzeit befindet sich der Film im Schnitt und wir wollen ihn im Herbst öffentlichkeitswirksam zeigen“, sagt Karen Fischer. Eine Variante könnte etwa das Kino Astoria in Wittstock sein. „Mit dem Kurzfilm haben wir vor allem junge Leute als Zielgruppe im Blick“, sagt Fischer. Denn die nachfolgende Generation erbt die Entscheidungen von heute. „Es geht auch darum, die Emotionen der jungen Leute aufzunehmen“, so Fischer.

Auch wenn der Dokumentarstreifen das Für und Wider des Weiterbaus der B 189 unter die Lupe nimmt, gehören auch Pointen oder lustige Szenen dazu. Das Team drehte im April eine Woche in der Region.

Zempower Ortsvorsteher befürwortet das Projekt

Sechs Arbeitsgruppen gehören zur BI „B 189 nein.“ Sie setzen sich mit Themen wie Schwerlastverkehr, Planungsverfahren und Bundesverkehrswegeplan, Finanzen, Öffentlichkeitsarbeit, Aktionen und Veranstaltungen sowie Naturschutz auseinander.

Ulrich Schnauder, Ortsvorsteher in Zempow, befürwortet die so genannte Nullvariante. Dabei soll untersucht werden, wie der Verkehr ganz ohne neue Straße und allein durch veränderte Leitsysteme besser geführt werden könnte.

Wildniskonzept hier der Bundesregierung

„Wir wollen das von der Bundesregierung vorgegebene Wildniskonzept hier umsetzen“, sagt Karen Fischer. Demnach sollen bis 2020 in Deutschland zwei Prozent der Gesamtfläche als Wildnisgebiet deklariert werden. Das sind von Straßen unzerschnittene Flächen. Dort sind auch Naturlehrpfade, Vogelwarten und Naturschulungscamps, die ein Leben ohne ökologischen Fußabdruck vorleben, vorstellbar.

Wilhelm Schäkel, Biolandwirt in Zempow, Mitglied der BI 189 nein und gleichzeitig im Vorstand vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) Brandenburg, weist darauf hin: „Der Nordteil der Ruppiner Heide ist besonders für ein solches Wildnisgebiet geeignet.“

Von Christamaria Ruch

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