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Wittstock/Dosse Eine Dahlie nach der Landesgartenschau benannt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Eine Dahlie nach der Landesgartenschau benannt
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10:49 09.09.2019
Dahlien in der Blumenhalle auf der Landesgartenschau in Wittstock. Quelle: Matthias Bruck
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Wittstock

Landesgartenschau Wittstock 2019“ – diesen Namen trägt seit dem 7. September eine einfach blühende Dahlie. Sie stammt aus dem Erbe des wohl einflussreichsten Dahlienzüchters Deutschlands – des im Jahr 2017 verstorbenen Professors Michael Otto.

Zur Dahlientaufe, die am Wochenende in der Blumenhalle der Landesgartenschau Wittstock stattfand, kamen die Tochter des Züchters Erdmute Otto und der Hobby-Dahlienzüchter Jens-Uwe Lehmann nach Wittstock.

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Lehmann, der in Neuglobsow am Stechlinsee einen Dahliengarten betreibt, führt das Erbe von Professor Michael Otto weiter, der sich insbesondere der Zucht der einfachen Dahlien verschrieben hatte.

Die lange vernachlässigte Blumengruppe – wegen ihrer im Vergleich zu anderen Dahliensorten eher schlichten Blüte wurde sie von vielen Gärtnern eher gemieden – ist wieder im Kommen. Vor allem wegen ihrer Insektenfreundlichkeit kommt sie wieder vermehrt in heimischen Gärten vor.

Dahlien in der Blumenhalle auf der Landesgartenschau in Wittstock. Quelle: Matthias Bruck

Sie entwickelt eine offene Blüte, ihre Pollen sind daher für Bienen, Hummeln und andere Insekten sehr gut erreichbar. So entwickelt sich die einfach blühende Dahlie zu einer reichen Nahrungsquelle für Insekten, die bis zum ersten Frost reicht.

Die jetzt in Wittstock auf den Namen der Landesgartenschau getaufte Dahlie entwickelt eine tief-orange leuchtende Blüte. Das Zentrum ist dunkel, das Laub ist dunkel, die Mitte wird von einem Kranz orangefarbener Pollen eingefasst.

Die Dahlie ist im Jahr 2014 von Michael Otto erstmals ausgesät worden. Seitdem hat sie zwei Prüfungen durch die Deutsche Dahlien-, Fuchsien- und Gladiolen-Gesellschaft mit sehr guten Noten bestanden.

Dahlien erfreuen übrigens nicht nur mit der Schönheit ihrer Blüten: Sowohl die Blüten als auch die Knollen sind essbar. Die Blüten verzieren so manchen Salat, die Knollen können wie Kartoffeln zubereitet werden.

Die Landesgartenschau in Wittstock ist noch bis zum 6. Oktober geöffnet. Bislang haben sie mehr als 300.000 Gäste besucht.

Von MAZonline

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