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Wittstock/Dosse Die besten Naturgärtner im Landkreis ausgezeichnet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Die besten Naturgärtner im Landkreis ausgezeichnet
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12:52 16.10.2019
Am Teich von Familie Gerber aus Roddahn fühlen sich auch Frösche wohl. Quelle: Privat
Wittstock

Beim ersten Wettbewerb „Wie natürlich, naturnah und artenreich ist Ihr Garten?“ des Landschaftspflegeverbands (LPV) Prignitz-Ruppiner Land sind die Würfel gefallen. Jürgen Knospe aus Heinrichsfelde bei Rheinsberg, Marina Gensch aus Zempow (Wittstock) sowie Sylvia und Dieter Gerber aus Roddahn (Neustadt) setzten sich unter den 15 Bewerbern als Gewinner und Platzierte durch.

Der neu gestaltete Pfarrgarten an der Wittstocker Marienkirche bildete bei der Prämierung am Freitag vergangener Woche die Kulisse. Für die ersten drei Plätze gab es einen Wallnussbaum, einen Apfelhochstamm einer alten und regionalen Sorte sowie einen Gutschein für eine Biorosenbaumschule aus der Uckermark. Außerdem erhielten die sechs Bewerber aus der Endrunde jeweils einen Bildband „Im oberen Rhinluch“, herausgegeben vom Landschaftsförderverein Oberes Rhinluch. Hinzu kamen regionale Produkte.

Die Gewinner und Veranstalter bei der Prämierung des Gartenwettbewerbs im neu gestalteten Pfarrgarten in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch

„Alle Gärten, die wir uns angesehen haben, machen Hoffnung“, sagte Jakob Richter vom LPV. Denn „es gibt viele gute Beispiele, wie etwa der Insektenschutz gefördert wird. Künstlich angelegte Feuchtbiotope und Teiche tragen ebenfalls dazu bei, dass die Artenvielfalt erhöht wird.“

Vor allem zeigte sich Richter beeindruckt, dass Gartenbesitzer und -pächter aus dem gesamten Landkreis Ostprignitz-Ruppin sich am Wettbewerb beteiligten. „Vom kleinen Schrebergarten bis zu parkähnlichen Anlagen reichte die Palette“, sagte Jakob Richter. Und: „Wir können uns auch eine Fortsetzung des Wettbewerbs im nächsten Jahr vorstellen.“

Unterschiedliche Gärtnerphilosophien kennen gelernt

Eine schriftliche Bewerbung mit Fotos des Gartens bildete die Grundlage; in einer zweiten Etappe zog dann eine Jury sechs der 15 Gärten in die engere Auswahl. „Bei den Besuchen in den sechs Gärten haben wir spannende Gespräche erlebt und unterschiedliche Gärtnerphilosophien kennen gelernt“, so Richter.

Sylvia und Dieter Gerber aus Roddahn belegten den dritten Platz. „Wir wohnen seit 39 Jahren auf diesem Grundstück, einer ehemaligen Dorfschule mit Schulgarten“, sagte Syliva Gerber. Seit 1993 gestaltet das Ehepaar Schritt für Schritt die 2000 Quadratmeter große Anlage. Ein Teich, Bauerngarten für den Gemüseanbau bis hin zu Bienenweiden gehören dazu.

Mohn-, Korn- und Ringelblumen

Zur Bienenweide zählen etwa ein- und zweijährige Pflanzen, die sich selbst aussäen. Mohn-, Korn- und Ringelblume, Königs- und Nachtkerzen gedeihen dort und geben Insekten Nahrung. „Der Garten ist unser Hobby, wir gestalten viel aus dem Bauch heraus und die Pflanzen stehen so dicht, dass kaum Platz für Wildkräuter ist“, so Sylvia Gerber.

Das Ehepaar setzt auf eine in vielen Familien bewährte Arbeitsteilung: Während Sylvia Gerber Ideen in den Raum wirft, fühlt sich Dieter Gerber mehr oder weniger angesprochen, diesen Ideen Leben einzuhauchen. „Das ist immer die Kunst der Frauen, die Männer für etwas zu überzeugen“, sagte sie.

Wie natürlich, naturnah und artenreich ist Ihr Garten?

Erstmals reichte das Ehepaar eine Bewerbung bei einem Wettbewerb ein. Ausschlaggebend dafür war das Motto „Wie natürlich, naturnah und artenreich ist Ihr Garten?“ Jeder Garten birgt andere Gestaltungselemente, „jedes Jahr haben wir neue Stimmungsbilder im Garten“, so Sylvia Gerber.

Landschaftspflegeverbände vermitteln an der Schnittstelle zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Dabei kommen Sichtweisen des Naturschutz, der Landwirtschaft und der Kommunen immer in einer Drittelparität zum Tragen. „Landschaftspflegeverbände greifen öffentlichkeitswirksam Themen aus der Kulturlandschaft auf“, sagte Bernd Ewert vom Naturschutzbund (Nabu), Kreisverband Ostprignitz-Ruppin. Der Nabu gehört wie der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land oder Agrarunternehmen wie aus Biesen zu den Vereinsmitgliedern im LPV Prignitz-Ruppiner Land.

Von Christamaria Ruch

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