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Wittstock/Dosse Die gute Seele des Dossegartens
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07:09 30.09.2019
Michael Drogies (r.) arbeitet als MAE-Kraft im Dossegarten. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Seit einem halben Jahr ist Michael Drogies aus dem Dossegarten in der Röbeler Vorstadt nicht mehr wegzudenken. Der 55-Jährige aus Wittstock unterstützt den Gemeinschaftsgarten in der Röbeler Vorstadt über eine Maßnahme noch bis Ende Oktober. „Herr Drogies gibt den Anwohnern Gartenutensilien heraus und steht ihnen auch sonst mit Rat und Tat zur Seite“, sagt Lissy Boost, Quartiersmanagerin des Wohngebiets.

Einen eigenen Garten hat Michael Drogies zwar selbst nicht, dafür hat der gelernte Tischler aber zum Beispiel Holzbänke für den Dossegarten gebaut. Im Sommer hat der Gartenhelfer besonders viel zu tun gehabt, vor allem beim Wässern. „Ich habe morgens den Sprenger angemacht und ihn am späten Nachmittag wieder ausgestellt und das hat manchmal trotzdem nicht gereicht“, berichtet Michael Drogies mit Blick auf Trockenheit und Hitze.

Der Dossegarten ist auch Refugium für Insekten. Quelle: Christian Bark

Der 55-Jährige weist auch die Gruppen, vor allem Schüler, bei der Gartenarbeit ein. „Mit Kindern komme ich super zurecht“, sagt er. Und auch mit den Anwohnern der Röbeler Vorstadt. So etwa mit Irmtraut und Frank Häntschke. „Ich kenne Michael Drogies noch aus einer Umschulung“, sagt Frank Häntschke. Die Häntschkes haben ein gemeinsames Hochbeet im Dossegarten. „Da haben wir schon 17 Kilo Zucchinis und 18 Kilo Gurken dieses Jahr ernten können“, berichtet Irmtraut Häntschke. Vor drei Jahren hätten beide einen eigenen Garten gehabt, das sei aber mit der Zeit zu aufwändig geworden. „Der Aufwand hier ist überschaubar“, sagt die Anwohnerin.

Die Pflaumen sind schon reif. Quelle: Christian Bark

Erst recht wenn Hilfe von Michael Drogies kommt. „Allein würden wir das nicht schaffen“, sagt Frank Drogies. Denn neben dem Hochbeet haben die Anwohner auch einen Pflaumenbaum in Pflege, bei dem nun die Ernte ansteht. Die Häntschkes fänden es schön, wenn sich künftig noch mehr Anwohner an der Arbeit im Gemeinschaftsgarten beteiligen würden und wenn Manfred Drogies auch im kommenden Jahr wieder für sie da sein könnte, wie sie sagen.

Seit diesem Jahr nutzten Anwohner der Röbeler Vorstadt den Dossegarten. Quelle: Christian Bark

Das hoffen auch Michael Drogies und Lissy Boost. „Es wäre schön, wenn Herr Drogies 2020 eine Maßnahme bewilligt bekommen würde“, sagt die Quartiersmanagerin. Diesmal dann über die Wittstocker Beschäftigungsgesellschaft.

Der Dossegarten ist noch bis Ende Oktober montags bis freitags zwischen 10 und 16 Uhr für Anwohner und Interessierte geöffnet. Nun wird Michael Drogies das Gelände langsam auf den Winter vorbereiten.

Von Christian Bark

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