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Wittstock/Dosse Diese Weihnachtsmärkte sind in Prignitz und Ruppin geplant
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse

Diese Weihnachtsmärkte sind in Prignitz und dem Ruppiner Land geplant

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18:37 23.10.2021
Als Alternative zum Weihnachtsmarkt gab es 2020 in Wittstock die Aktion „Licht im Advent“. 2021 soll wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden.
Als Alternative zum Weihnachtsmarkt gab es 2020 in Wittstock die Aktion „Licht im Advent“. 2021 soll wieder ein Weihnachtsmarkt stattfinden. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

„Wollen wir es wagen oder nicht. Und wenn ja, wann und wie“, die Fragen dürften nach wie vor zahlreiche Veranstalter von Weihnachts- und Adventsmärkten in der Prignitz und in Ostprignitz-Ruppin stellen. Im vergangenen Jahr war es wegen des Corona-Lockdowns nicht möglich gewesen, größere Veranstaltungen zu organisieren.

Dieses Jahr gibt es zwar bisher noch keinen Lockdown in der anstehenden Adventszeit, die Veranstalter sind aber wegen der nach wie vor grassierenden Pandemie vorsichtig oder unentschlossen, wie eine Umfrage der MAZ ergab.

Der Weihnachtsmarkt Kyritz lockt am zweiten Adventswochenende. Quelle: Stadt Kyritz

Dass es etwas geben wird, ist zumindest in Kyritz schonmal sicher. „Alle traditionellen Weihnachtsveranstaltungen werden vorbereitet und können hoffentlich stattfinden“, sagt Stadtsprecherin Doreen Wolf. Durchgeführt würden diese dann zu den dann aktuell geltenden Corona-Bestimmungen.

Lichterfest lockt am 26. November nach Kyritz

Fest steht, dass der Weihnachtsmarkt in der Knatterstadt am zweiten Adventswochenenden, also vom 3. bis 5. Dezember auf dem Marktplatz stattfinden soll. Dort wird es laut Doreen Wolf eine kleine rustikale Kulturbühne geben, mit ein bis zwei Mann Musikbesetzung. „Aufgrund von weiteren Corona-Regelungen sind Chorauftritte nicht möglich“, so die Stadtsprecherin. Die Uhrzeiten seien auch noch offen.

Bereits am 26. November soll der Shoppingabend „Lichterfest“ in die Innenstadt locken; am 18. Dezember sei im Kirch- und Klostergarten eine Klosterweihnacht geplant.

Ob der Adventsmarkt in Heiligengrabe stattfindet, wird noch geklärt. Quelle: Christian Bark

Ob das Kloster Stift Heiligengrabe am 11. Dezember seinen traditionellen Adventsmarkt in den Klostergängen öffnen wird, ist bisher noch nicht abschließend geklärt. „Wir beraten kommende Woche darüber, ob und wie wir das umsetzten“, sagt Stiftsmitarbeiterin Marita Luer.

In der Nachbarstadt Wittstock hatte es aufgrund des Versammlungsverbots 2020 kleine Überraschungsaktionen unter dem Motto „Licht im Advent“ gegeben. Einen richtigen Weihnachtsmarkt wollen Kulturamtsleiterin Georgia Arndt und ihr Team dieses Jahr aber wieder auf die Beine stellen.

Der Weihnachtsmarkt wird sich in Wittstock nicht nur auf dem Marktplatz abspielen. Quelle: Stadt Wittstock

„Es wird aber anders ablaufen, als in den Vorjahren“, kündigt sie an. In der Zeit vom 27. November bis 5. Dezember erwarte die Besucher ein buntes Programm mit Tanz, Gesang und Lichtinstallationen sowie Walkingacts.

Kein Winterspaziergang in Wittstock

Einen Winterspaziergang durch die Stadt mit Schaubildern soll es aber nicht geben, ebenso werde der Weihnachtsmann nicht mehr traditionell vom Bahnhof abgeholt. Neu ist auch, dass neben dem Marktplatz der Amtshof als zweiter Veranstaltungsort dienen wird. Laut Georgia Arndt könnte es zumindest wieder eine Kontaktdatenerfassung an zentralen Punkten wie bei vorangegangenen Festen geben.

Eine knappe Woche später lockt der Weihnachtsmarkt auf dem Pritz­walker Marktplatz. Das bunte Treiben soll laut Stadtsprecherin Beate Vogel von 8. bis 12. Dezember andauern. An den vier Tagen erwarte die Besucher unter dem festlich geschmückten Weihnachtsbaum vor dem Rathaus ein buntes Programm, das Kulinarisches, Kulturelles und Kunsthandwerkliches beinhalte.

Beim Pritzwalk Weihnachtsmarkt braucht der Weihnachtsmann dieses Jahr hoffentlich keinen Regenschirm. Quelle: Stephanie Fedders

„Besonders stimmungsvoll wird es, wenn die Pritzwalker Kindereinrichtungen ihre liebevoll einstudierten Darbietungen präsentieren“, sagt Beate Vogel. Vereine und Gewerbetreibende beteiligten sich am Weihnachtsmarkt mit besonderen Angeboten. Das Konzept gleiche also jenen der Vor-Corona-Zeit.

Keine Weihnacht auf Burg Lenzen

Der Weihnachtsmarkt in Perleberg soll in diesem Jahr vom 15. bis 19. Dezember stattfinden, wie es aus der Stadtverwaltung heißt. Die Planungen dafür seien in dieser Woche gestartet. Details stünden noch nicht fest. Eine endgültige Entscheidung für den Weihnachtsmarkt in Wittenberge soll Anfang November fallen. Kleinere Adventsmärkte wird es unter anderem in Berge am 20. November und am Schloss Wolfshagen am 28. November geben.

Die Lenzener Burgweihnacht wird in diesem Jahr wahrscheinlich keine. Denn statt der Burg Lenzen ist für den Adventsmarkt am 4. Dezember der Platz rund um die Katharinenkirche als Veranstaltungsort auserkoren, wie es aus der Amtsverwaltung heißt.

Die Lenzener Burgweihnacht wird dieses Jahr wohl keine. Quelle: Ralf Häfke

Es ist einer Amtsmitarbeiterin zufolge aber nicht das erste Mal, dass der Markt dort stattfindet. Überlegungen dahingehend seien auch nicht der Corona-Pandemie sondern möglicher Witterungsbeeinträchtigungen geschuldet.

Dass der Burghof in Freyenstein wieder Veranstaltungsort des Adventsmarktes wird, steht bereits jetzt fest. „Wir laden dazu traditionell am Freitag vor dem ersten Adventswochenende ein“, sagt Freyensteins Ortsvorsteherin Christa Ziegenbein. Los gehe es um 17 Uhr mit allerlei Überraschungen und Ständen, Veranstalter ist der Förderverein.

Der Burghof in Freyenstein wird wieder festlich geschmückt. Quelle: Christian Bark

Für den 4. Dezember planen die Papenbrucher gemeinsam mit den Maulbeerwaldern ihr „Lichterfest“. Der gemeinsame Adventsmarkt der fünf nördlichen Wittstocker Ortsteile Zempow, Sewekow, Berlinchen, Dranse und Schweinrich hätte bereits 2020 in Zempow stattfinden sollen. Die Orte der sogenannten „Fünf-Sterne-Region“ wechseln sich jedes Jahr mit den Veranstaltungsorten ab.

Zempow sagt Adventsmarkt ab

Weil 2020 wegen des Lockdowns nichts hatte stattfinden können, wäre Zempow nun dieses Jahr erneut an der Reihe gewesen. „Die Corona-Vorgaben für den bevorstehenden Winter sind nicht absehbar“, sagt Zempows Ortsvorsteher Ulrich Schnauder. Ferner hätte die Schaffung von Voraussetzungen für einen geregelten Zugang den Ortsbeirat und ehrenamtlichen Helfer überfordert.

Der Weihnachtsmarkt der 5-Sterne-Region findet dieses Jahr nicht in Zempow statt. Quelle: Christian Bark

Zudem benötige die Organisation einiges an Vorlaufzeit. Die Gefahr, dass die Veranstaltung dann nicht stattfinden könne, wie zuletzt der Trödelmarkt am Autokino, sei zu groß gewesen. „Wir würden uns aber freuen, im kommenden Jahr zum gemeinsamen Adventsmarkt nach Zempow einladen zu dürfen“, sagt Ulrich Schnauder.

Neuruppin: Am Hangar gibt es an allen Adventswochenenden Programm

Die Stadt Neuruppin hat bislang noch nicht verlauten lassen, ob sie einen Weihnachtsmarkt plant. Auf jeden Fall wird es aber am Neuruppiner Hangar 312 an allen vier Adventswochenenden einen Weihnachtszauber geben, versichert Hangarbetreiber Christian Juhre. Geöffnet ist samstags von 11–22 Uhr und sonntags von 11–18 Uhr. An allen vier Adventssonntagen soll es ein Konzert geben und vielleicht sogar auch eine Rodelbahn, so Juhre.

Von Christian Bark