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Wittstock/Dosse Freyenstein: Einkaufsservice mit Zukunft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Freyenstein: Einkaufsservice mit Zukunft
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10:03 10.04.2020
Im Vorraum zur Markthalle können Kunden die Einkäufe abholen.
Im Vorraum zur Markthalle können Kunden die Einkäufe abholen. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Der noch junge Einkaufsservice für Senioren in Freyenstein soll auch nach der Corona-Krise im Ort erhalten bleiben. Das hat Initiator Hans-Herbert Gutz jetzt mitgeteilt. Außerdem weist er auf eine Erweiterung hin:

Wer will, kann mitkommen

Wer möchte, könne auch selbst bei der Fahrt zum Supermarkt mitkommen. Damit solle das Angebot neben der bloßen Beschaffung von Lebensmitteln ebenso eine soziale Komponente erfüllen. „Für viele ältere Leute ist das sicher auch eine willkommene Abwechslung, die die Kommunikation stärkt“, vermutet Hans-Herbert Gutz.

Der neue Einkaufsservice in Freyenstein wurde am vergangenen Donnerstag erstmals angeboten und funktioniert denkbar einfach: Der Einkaufszettel, versehen mit dem eigenen Namen und der Telefonnummer, kann in den blauen Briefkasten der MAZ am Marktplatz eingeworfen werden.

Zettel bis 18 Uhr einwerfen

Alle Zettel, die dort bis 18 Uhr landen, werden für die nächste

Hier können die Einkaufszettel eingeworfen werden. Quelle: Privat

Einkaufsfahrt berücksichtigt. Die Einkäufe können am nächsten Morgen zwischen 7 und 9 Uhr aus dem Foyer der Markthalle abgeholt werden.

Abgerechnet wird bei Martina Kabisius, die den Backwaren-Stand in der Halle betreut. Die Auftraggeber zahlen für die Fahrt zusätzlich zwei Euro auf den gesamten Einkauf. Das Angebot richtet sich an Senioren, die gerade in der jetzigen Corona-Krise Schwierigkeiten haben, Einkäufe selbst zu erledigen.

Bisher drei Fahrer

Laut Hans-Herbert Gutz gebe es bislang drei Fahrer, die das übernehmen wollen. Sollte der Bedarf noch größer sein, fänden sich sicher auch weitere. Noch aber sei das Angebot offenbar nicht bei den Leuten vor Ort angekommen.

Der Initiator ist dennoch zuversichtlich: „Das muss sich erst mal herumsprechen. Außerdem haben es sich viele älteren Leute inzwischen in der Krise eingerichtet.“ Dennoch ist Hans-Herbert Gutz überzeugt, dass dieses Angebot eine Bereicherung für Freyenstein sein kann – mit und ohne Krise.

Von Björn Wagener