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Wittstock/Dosse So könnte der Bildungscampus aussehen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse So könnte der Bildungscampus aussehen
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11:56 01.10.2019
Der Entwurf des Sieger-Büros: Die Treppenhäuser sind nach außen verlegt. Quelle: Büro Numrich Albrecht Klumpp
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Wittstock

Ein Blick in die Zukunft ist ab sofort im Wittstocker Rathaus möglich. Auf Schautafeln ist dort zu sehen, wie der künftige Bildungscampus einmal aussehen könnte, der aus der alten Tuchfabrik an der Walkstraße hervorgehen soll. Er wird etwa ab 2025 die Diesterweg-Grundschule, die Polthier-Oberschule und den Hort der Kita Kinderland zentral beherbergen. Hinzu kommen Volkshochschule und Musikschule.

Präsentiert werden die Ergebnisse des interdisziplinären Realisierungswettbewerbs für Architekten und Landschaftsarchitekten.

Neun Architekturbüros nahmen teil

Neun Architekturbüro haben sich beteiligt und ihre Vorstellungen in Entwürfen dargelegt.

Vize-Bürgermeisterin Dorthea Stüben (l.) eröffnet die Ausstellung. Quelle: Björn Wagener

Juroren bewerteten die Arbeiten und einigten sich auf eine Platzierung. Diese Ergebnisse des Wettbewerbs sind nun Gegenstand der neuen Ausstellung, die sich im Rathaus über zwei Etagen erstreckt. Im unteren Foyer sind die Plätze vier bis neun; im oberen die ersten drei zu sehen.

Dort eröffnete Wittstocks Vize-Bürgermeisterin Dorothea Stüben die Ausstellung am Montagabend im Beisein von Architekten, dem Stadtverordnetenvorsteher Burkhard Schultz und weiteren Interessenten.

Alle Arbeiten überzeugend

„Alle Arbeiten überzeugten die neun Preisrichter“, sagte Dorothea Stüben, die selbst zu den vier Sachpreisrichtern gehörte – neben Bürgermeister Jörg Gehrmann; Martin Bünning, dem Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, und Björn Schäfer, dem ersten stellvertretenden Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung. Als Fachpreisrichter fungierten: Architektin Bärbel Kannenberg aus Wittstock; Jörg Springer, Architekt aus Berlin, Marcel Adam, Landschaftsarchitekt aus Potsdam; Christoph Dieck, Architekt aus Cottbus und Pia von Zadow, Landschaftsarchitektin aus Potsdam.

Kontrovers diskutiert

Die Architektenbeiträge seien „kontrovers diskutiert“ worden, sagt Dorothea Stüben. Sie geben Einblicke in Raumplanung und Gestaltungsmöglichkeiten. Immer geht es darum, Historisches und Modernes geschickt miteinander zu verbinden. Die Ideen werden beschrieben und mit Bildern ergänzt, die zeigen: So könnte der Bildungscampus einmal aussehen.

Sieger des Wettbewerbs sind die Gesellschaft Kubus Freiraumplanung und die Architekten-Gesellschaft Numrich Albrecht Klumpp – beide aus Berlin.

Treppenhäuser nach außen verlagert

Das Besondere am Entwurf der Architekten: Sie verlagern die

Sie gewannen den 1. Preis im Wettbewerb: Michael Filser, Rabea Seibert, Maria Pegelow, Grant Kelly und Burak Camgöz (v.l.) von der Architekten-Gesellschaft Numrich Albrecht Klumpp aus Berlin. Quelle: Björn Wagener

Treppenhäuser nach außen und gewinnen so mehr Platz im Inneren des Campus’. Sie verlassen zudem den üblichen Schnitt – Flure und Klassenräume. Vielmehr gibt es sogenannte Cluster.

Das heißt, je vier Räume werden quadratisch zu einer Einheit zusammengelegt. Den Klassenräumen werden Teilungs- und Funktionsräume wie Sanitäranlagen oder eine Lehrküche gegenüber gestellt. „Jeweils zwei Cluster, getrennt durch das Treppenhaus, werden vorgeschlagen“, heißt es in der Beschreibung des Entwurfes.

Ob der genau so umgesetzt wird, stehe aber noch nicht fest, sagt Heyo Schönwälder vom Fiebig Schönwälder Zimmer für Architektur und Stadtplanung aus Berlin, das den Wettbewerb im Auftrag der Stadt durchführt.

Platzierung nur eine Vorauswahl

Das Prozedere sei noch nicht beendet, die Platzierung vielmehr eine Vorauswahl – „ein kleines Votum“, wie Schönwälder sagt. „Die Bereiche Statik und Haustechnik wurden noch nicht betrachtet.“ Auch Denkmalschutzbelange seien noch zu berücksichtigen. Etwa Ende Oktober oder Anfang November sei mit einem endgültigen Ergebnis zu rechnen.

Die Ausstellung ist bis zum 11. Oktober im Rathaus zu sehen.

Von Björn Wagener

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