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Wittstock/Dosse Hollenbachorgel mit Konzert wieder eingeweiht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Hollenbachorgel mit Konzert wieder eingeweiht
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10:50 12.05.2019
Kirchenmusiker Siegfried Ruch überzeugte auf der Hollenbachorgel mit einem erfrischenden Programm. Quelle: Christamaria Ruch
Papenbruch

„Die Orgel passt gut in diese Kirche“, sagt Siegfried Ruch. Er muss es wissen, denn als Kirchenmusiker kennt sich der 57-Jährige bestens mit der Orgel als Königin der Instrumente aus.

Zwei Jahre bereiteten Pfarrer Berthold Schirge und die Kirchengemeinde Papenbruch die Sanierung ihrer Hollenbachorgel vor. Fördermittel, Spenden und ein langer Atem führten schließlich zum Erfolg. Ende vergangenen Jahres sanierte Orgelbaumeister Andreas Arnold aus Plau am See das Instrument. 13 000 Euro flossen in das Vorhaben.

Erfrischendes Programm

Mit einem musikalischen Gottesdienst nahm die Kirchengemeinde am Sonnabend das Instrument wieder offiziell in Gebrauch. Siegfried Ruch aus Eberswalde begleitete den Gottesdienst mit Berthold Schirge und überraschte mit einem erfrischenden Programm.

Allein die Variationen vom Volks- und Liebeslied „Gestern bei Mondenschein ging ich spazieren“ zeigten, welche Klangvielfalt in der Orgel steckt. Auch das Stück „Lucky pipes“ (Glückliche Pfeifen) von Matthias Nagel interpretierte Ruch mit Spielfreude und Hingabe zur Musik.

Auch Bach durfte nicht fehlen

Natürlich durfte auch Johann Sebastian Bach (1685 bis 1750) im Programm nicht fehlen - das Präludium G-Dur erklang.

Frank Metzelthin aus Nietwerder bei Neuruppin reihte sich aus gutem Grund unter das Publikum. „Wir haben in unserer Kirche auch eine Hollenbachorgel“, sagte er. Allerdings hat unsere Orgel nur sechs Register, wobei eins davon derzeit nicht spielbar ist. Die Orgel ist noch im Originalzustand und wurde noch nicht saniert“, so Metzelthin.

Orgel-Experte kam auch zum Konzert

Johannes Wauer aus Wittenberge besuchte ebenfalls Papenbruch. Der Kirchenmusiker im Ruhestand ist nach wie vor als Orgelsachverständiger unterwegs und betreut dabei auch den Kirchenkreis Wittstock-Ruppin, zu dem Papenbruch gehört. „Ich habe die Orgel nach der Sanierung mit abgenommen“, sagte Wauer. Er bescheinigt dem Instrument „einen guten Klang, der sich gut in der Kirche durchsetzt.“

Die aus dem Jahre 1902 stammende Albert-Hollenbach-Orgel hat Höhen und Tiefen hinter sich. Ende der 1980er Jahre führte Vandalismus zu umfangreichen Schäden. 1993 folgte eine erste notdürftige Reparatur. 393 Pfeifen gehören zum Instrument mit acht Registern. 95 Pfeifen fehlten zuletzt und wurden nun ersetzt.

Klangfarbe dank Zinn-Blei-Legierung

Die schöne Klangfärbung geht auf die Metallpfeifen aus einer Zinn-Blei-Legierung zurück. Albert Hollenbach (1850 bis 1904) war ein Schüler des berühmten Orgelbauers Friedrich Hermann Lütkemüller (1815 bis 1897), der als berühmtester Sohn Papenbruchs gilt.

Hollenbachorgeln sind stets solide gebaut. Im Zuge der Sanierung wurde auch der Blasebalg mit Schafleder neu beledert und das Leder an den gekröpften Holzpfeifen ersetzt. Hollenbach passte im Gegensatz zu Lütkemüller jede Orgel dem jeweiligen Raum an.

Von Christamaria Ruch

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