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Wittstock/Dosse 3. Hallenschau auf der Wittstocker Laga
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse 3. Hallenschau auf der Wittstocker Laga
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12:49 22.05.2019
Die Australische Kastanie wächst aus nierenähnlichen Bohnen heraus, die die junge Pflanze mit Nährstoffen versorgen. Quelle: Fotos (4): Cornelia Felsch
Wittstock

 Geheimnissvolle Formen und Kompositionen – fast wie in einer zeitgenössischen Kunstausstellung – überraschen derzeit die Besucher der Blumenhalle auf der Landesgartenschau in Wittstock.

Im historischen Güterboden ist derzeit die dritte von insgesamt zwölf Blumenausstellungen zu sehen, die die Landesgartenschau bis zum Oktober bietet. Die Ausstellungen folgen dem Rhythmus der Jahreszeiten. Frühblüher und Sommerflor sorgten bereits für viele Besucher.

Eine der Hallenschauen wird sich mit dem Fontanejahr auseinandersetzen. Sie wird von den Gärten und Landschaften der Merk bestimmt. Reife Früchte und die Farben des Herbstes bilden dann den Abschluss im Oktober.

Schamhafte Pflanzen

Momentan sind es exotische Pflanzen aus aller Herren Länder, die neue Einblicke in die Pflanzenwelt bieten. Nicht nur ihr Aussehen, auch ihre Namen und ihr Verhalten können überraschen. „Reiselust – Tuchfühlungen dezenter Opulenz von Blatt und Blüte“, so lautet der Titel der dritten Schau.

Die feinen Blätter der „Schamhaften Sinnpflanze“ (Mimosa pudica) klappen zusammen, wenn man sie berührt – mimosenhaft – wie man so sagt. Die Sinnpflanze ist eine tropische Pflanzenart und stammt aus Südamerika.

Zart und empfindsam wirken auch die filigranen Blättchen des Zierspargels (Asparagus). Die Zimmerpflanzen wachsen aufrecht oder hängend, manche bekommen im Frühjahr winzige, aber sehr gut duftende Blüten. Ihnen folgen später rote, orangefarbene oder sogar purpurrote Beeren.

Feines Grün und knackiger Spargel

In der Blumenhalle ziert das feinfiedrige Laub eine Pflanzenkomposition zum Thema Spargel. Aus einem Blumenkasten,sprießt weißer Gemüsespargel aus der Erde. Im Land Brandenburg wird er auf einer Fläche von knapp 5000 Hektar angebaut. Die Saison geht traditionell bis zum 24. Juni.

In der Halle sollte man aber den Blick nicht nur auf den Boden richten, ein Blick nach oben lohnt sich allemal. Nicht nur den Brunnenschacht verzieren anmutige Orchideen – auch unter der interessanten Deckenkonstruktion schwebt ein Geflecht aus Palmwedel und weißen Blüten. Vielfältige Ampelpflanzen in unterschiedlichen Höhen ergänzen die Schau.

Mit den Orchideen weht ein Hauch von Eleganz und farbenprächtiger Schönheit durch den Güterboden – in weiß, gelb, orange, violett oder gefleckt. Die blühenden Kostbarkeiten tragen poetische Namen wie „kleine Sonne“ oder „Frauenschuh“.

Orchideen aus vielen Kontinenten

Die Großräschener Orchideenzüchter überraschen mit immer neuen Farben und Formen. Kein Wunder, dass bereits zahlreiche Goldmedaillen in die Lausitz gegangen sind, wo Orchideen-Hybriden, reine Arten und Wildformen der gezüchtet werden. Orchideen gehören zu den beliebtesten Blumen und sind in ihrer natürlichen Form auf allen Kontinenten zu finden. Mit über 1000 Gattungen und bis zu 30000 Arten weist die Pflanze eine extreme Vielfalt auf.

Etwas robuster kommen die Bromeliengewächse, auch Ananasgewächse genannt, daher. Die immergrünen, krautigen Pflanzen, die einst nach dem schwedischen Arzt und Botaniker Olaf Bromel benannt wurden, sorgen für Tropenflair. Am bekanntesten sind die Früchte der Ananas, die Christoph Kolumbus im 15. Jahrhundert mit nach Spanien brachte.

Recht ausgefallen ist die Flaschenpflanze, die bereits ihre orangeroten Blütenknospen zeigt. Sie fällt durch ihren bizarren Wuchs auf. Aus einem knollen-, flaschenförmigen Körper sprießen im Frühjahr feigenblattähnliche Blätter und jetzt im Mai schieben sich lange Stiele aus der Knolle, an deren Spitzen die leuchtend roten Blütenstände sitzen.

Bohnenbaum im Kleinformat

Ein interessantes Gewächs ist die Australische Kastanie, die aus einer großen Bohne heraus wächst. Aus diesem Grund wird sie auch „Bohnenbaum“ genannt. In der freien Natur wird die Pflanze zu 20 Meter hoch. Die Bäumchen in der Blumenhalle haben erst eine Größe von etwa einem halben Meter.

Noch bis zum Mai können die Besucher die geheimnisvollen, exotischen Pflanzengebilde bewundern, bevor am 29. Mai die vierte Schau beginnt. Dann triumphieren Leckereien und Florales in gestalterischer Raffinesse.

Von Cornelia Felsch

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