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Wittstock/Dosse Eine wichtige Frage beantwortet
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16:43 30.08.2019
Blumen zum Abschied: Sibel Kuzucu (Mitte) mit Katja Reichelt, Leiterin der Touristinformation (l.), und FSJ-Ausbildungsleiterin Anke Schlesinger. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Es war eine Premiere: Als Sibel Kuzucu vor einem Jahr ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Touristinformation in Wittstock antritt, ist sie die erste FSJ-lerin in dieser Position. Am Freitag endete das Gastspiel. Ihr Fazit ist eindeutig: „Ich bin aufgeschlossener geworden, habe gelernt, auf Menschen zuzugehen“, sagt die 19 Jahre alte Wittstockerin.

Das kann Katja Reichelt, die Leiterin der Touristinformation, bestätigen. „Junge Leute gehen bestimmte Dinge anders an, haben andere Sichtweisen und gehen auch mit Besuchern anders um – direkter, unkomplizierter.“ Sibel Kuzucu habe auch grafisches Talent bewiesen, sagt sie und nennt als Beispiel das Gestalten von Plakaten. „Worüber Ältere länger nachdenken, das hat sie mit ein paar Klicks direkt erledigt.“

An den Aufgaben gewachsen

Man habe erleben können, wie sie an ihren Aufgaben gewachsen ist.

Katja Reichelt hebt dabei vor allem ein spezielles Projekt von Sibel Kuzucu hervor: Sie hat ein museumspädagogisches Konzept für den Daberturm in Alt Daber entwickelt. Im Mittelpunkt steht „Siegbert, der Schmuggler“. Um seine Person spinnt sich eine Schatzsuche. Wenn der Schatz gefunden ist, bekommen die Kinder Schriftrollen. Außerdem können sie einen Schmuggler-Button basteln.

„Der Einstieg ist mir sehr leicht gemacht worden. Dann wurden die Aufgaben langsam anspruchsvoller. Aber ich habe immer Unterstützung bekommen, wenn ich sie brauchte“, erinnert sich die junge Frau.

Eine ganz besondere Zeit

Sie hat zudem eine ganz besondere Zeit in der Touristinformation in Wittstock miterlebt, die sich so nicht wiederholen lässt. Die Einrichtung zog vom Bleichwall ins ehemalige Bahnhofshauptgebäude – und stellt sich mit der Landesgartenschau einer großen zusätzlichen Herausforderung.

Aber genau das gab Sibel Kuzucu den entscheidenden Impuls in der Frage der beruflichen Orientierung. In der Zeit des Kartenvorverkaufs für die Schau stellte die junge Wittstockerin für sich fest: Der Verkauf ist ihr Ding. „Das machte mir besonders viel Spaß.“ Künftig wolle sie deshalb in diese Richtung gehen.

FSJ als Empfehlung

„Ich würde jedem empfehlen, ein FSJ zu machen, um herauszufinden, was man beruflich tun möchte.“ Zudem gebe es in dieser Zeit spezielle Seminare, bei denen die Teilnehmer Gelegenheit bekommen, sich mit anderen FSJ-lern auszutauschen.

Anke Schlesinger stand als Ausbildungsleiterin Sibel Kuzucu zu Seite. Aber ihre Unterstützung sei gar nicht nötig gewesen. Die Zusammenarbeit mit der Touristinformation habe sehr gut funktioniert, berichtet sie.

Deshalb wird die erste Anlaufstelle für Besucher in der Stadt in Kürze eine neue FSJ-lerin aufnehmen.

Von Björn Wagener

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