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Wittstock/Dosse Feurig-bunte Hallenschau zum Finale der Landesgartenschau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Feurig-bunte Hallenschau zum Finale der Landesgartenschau
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10:36 25.09.2019
Eng kuscheln sich die Pflanzen aneinander – für die Früchte wird bei der Hallenschau auch der Luftraum genutzt. Quelle: Fotos (4): Cornelia Felsch
Wittstock

Auf der Landesgartenschau in Wittstock hat der Herbst Einzug gehalten. Wer die Blumenhalle betritt, taucht in ein Farbenmeer ein, das bunter nicht sein kann.

Die verschiedensten Arten von Chrysanthemen, Astern, Herbstanemonen, Fuchsien, Fetthennen, Gladiolen, Herbst-Alpenveilchen, Sonnenblumen und Dahlien haben ihre Pracht entfaltet – man könnte meinen, dass fast alles an Blütenpracht aufgeboten wird, was möglich ist. Die Vielfalt an Formen und Farben ist überwältigend.

Blütenkreationen in allen Farben und leuchtende Früchte können in der finalen Schau bis zum 6. Oktober bewundert werden. Quelle: Cornelia Felsch

Blüten, Früchte und Blätter leuchten bei der finalen Hallenschau um die Wette – in rot, orange, pink und gelb. Will man dem Auge etwas Ruhe gönnen, so bleibt nur der Blick zur Erntekrone – die über allem schwebt – oder zu den kleinen Beeten, in denen vielerlei Gräser die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Im Gegensatz zu den meisten Stauden punkten sie nicht mit ihren Blüten, sondern durch die vielfältigen Strukturen.

Phantasievolle Gestecke und Kränze regen zum Nachahmen an und viele Besucher zücken schwärmerisch ihr Handy, um die Ideen mit nach Hause zu nehmen. Floristische Arbeiten leiten über zu den kommenden Gedenktagen, an denen der Verstorbenen gedacht wird.

Frisch gebraut und abgefüllt

Die wenigen Leerräume zwischen all der Pracht werden von Hopfenranken und Lampionblumen ausgefüllt, die auf die leiblichen Genüsse hindeuten. Sie umrahmen Werdersche Bierflaschen die nach mehr als hundert Jahren nun wieder in Werder mit süffigem Bier der Potsdamer Braumanufaktur gefüllt werden. Gebraut wird das Werdersche bisher im Forsthaus Templin.

Der Herbst hat endgültig Einzug gehalten – das Erntedankfest steht bevor. Quelle: Cornelia Felsch

Gezeigt wird auch die ganze Palette an Früchten, die der Herbst zu bieten hat – Hagebutten, vielfältige Obstsorten, Maiskolben, Kürbisse und sogar Maronen. Die Früchte der Esskastanie werden wohl in den kommenden Jahren vermehrt in den Körben von Brandenburger Spaziergängern landen.

Noch sind die Bäume nur punktuell in Brandenburg zu finden, aber das könnte sich ändern. Die aus dem Mittelmeerraum stammende Baumart ist in Deutschland überall dort zu finden, wo es warm ist.

Da sie mit trockenen und ärmeren Böden gut zurecht kommt, wird sie sich im Zuge des Klimawandels wohl auch in unsrer Region weiter ausbreiten.

Kürbisgenuss mit Schale

Da das Holz der Esskastanie qualitativ hochwertig ist, dürfte der Baum auch für Waldbesitzer interessant sein. Schon weit verbreitet in Deutschland und auch in der Blumenhalle ist hingegen der ursprünglich aus Amerika stammende Kürbis.

In der Blumenhalle können die Besucher jetzt eine ungeahnte Vielfalt entdecken. Kürbisse werden weltweit angebaut. Es gibt aber viele regionale Vorlieben: Japaner essen – wie alle Asiaten – vorwiegend grüne und graue Kürbisse. Der bei uns häufigste Kürbis, der Hokkaido, ist dort eher selten zu finden. Hokkaido-Kürbisse können mit Schale gegessen werden.

Hopfenzweige umranken das Bier der Potsdamer Braumanufaktur – ein Genuss nicht nur im Herbst. Quelle: Cornelia Felsch

Wer nicht genau weiß, ob er einen Kürbiss mit Schale verzehren kann, sollte den folgenden Ratschlag der Aussteller beherzigen: „Eine dünne Scheibe mit Schale kurz anbraten. Wenn sie weich wird, kann man die Schale mitessen.“ In Südafrika findet man auf jedem Markt Rondini. Sie werden gefüllt gegessen, denn ihre Schale bleibt beim Kochen fest.

Die Hallenschau zeigt sowohl Speise- als auch Zierkürbisse und hält außerdem zahlreiche Tipps für die Kürbisfans bereit: Kürbisse sollten immer frostfrei an einem trockenen, gut belüfteten Ort gelagert werden. Zierkürbisse enthalten kaum Fruchtfleisch und schmecken bitter, haben aber interessante Formen. Kürbisse sind etwa ein bis vier Monate haltbar.

In Brandenburg wird Kürbis auf einer Fläche von 280 Hektar angebaut.

Von Cornelia Felsch

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