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Wittstock/Dosse Kunstausstellung „Fundamenta 1“ schließt ihre Türen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Kunstausstellung „Fundamenta 1“ schließt ihre Türen
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11:53 30.09.2019
Die Künstler Christiane John (v.l.), Rebecca Reibke, Giorgio Casari, Ellinor Euler, Luzian Gryczan und Frank Pieperhoff (v. l.) bei der Finissage. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Drei Monate stand die KunstausstellungFundamenta 1“ im Kunsthaus Dosse Park in Wittstock für Besucher offen. Mit einer Finissage ging die Schau am Wochenende zu Ende. Sechs der insgesamt 18 Künstler aus dem In- und Ausland standen dabei den Besuchern für Gespräche nochmals bereit.

36 Ausstellungsräume auf 1500 Quadratmeter Fläche

„Das war eine großartige Chance für alle, sich in den besten Räumen zu zeigen“, sagte Frank Pieperhoff, Kurator von „Fundamenta 1.“ Er stellte auch als Maler seine Werke aus. 36 Ausstellungsräume auf 1500 Quadratmeter Fläche boten allen Künstlern eine passende Kulisse, ihre Werke in Szene zu setzen.

Das Ausstellungsgebäude, das A-Haus, ist ein historischer Ort. Dabei handelt es sich um das 1793 errichtete Landarmen- und Invalidenhaus. „Das war eine intensive Wechselwirkung der einzelnen Arbeiten, und hat alle Erwartungen übertroffen“, so Pieperhoff. Dabei zeigte er sich vor allem vom Echo der Ausstellungsbesucher beeindruckt.

Italiener will nun nach Berlin

Die MAZ begleitete die Schau und veröffentlichte unter anderem in loser Folge sechs Künstlerporträts. Der italienische Maler Giorgio Casari gehörte dazu - er war auch bei der Finissage dabei. „Ich habe hier eine sehr gute Gelegenheit gehabt, meine Werke auszustellen. Nun suche ich in Berlin eine Chance, auszustellen“, sagte Casari.

Doppelrolle: Frank Pieperhoff trat als Kurator und Maler bei „Fundamenta 1“ auf. Quelle: Christamaria Ruch

Auch Luzian Gryczan, Maler aus Wittstock, stellte bei „Fundamenta 1“ aus. „Für Wittstock war das eine sehr gute Sache, ich wurde auch öfter auf die Ausstellung angesprochen“, sagte Gryczan. Mit Blick auf die mehr als 200 Jahre alten Räume sagte er: „Das ist gut, dass die Räume sich so entwickelt haben. Die Kuration war auf einem sehr hohen Niveau und ich hoffe, dass es auch eine weitere Kunstausstellung hier geben wird.“

Ruth Mende und Norbert Reggentin, Maler aus der Region, stellen derzeit bei der „Kunstblume“, einem Kunstprojekt zur Landesgartenschau in Wittstock aus. Beide nutzten die Finissage für einen Rundgang. „Das interessiert mich sehr“, sagte Ruth Mende.

Sinnliche Form der Kunstbetrachtung

In dem Salon, dem ersten Ausstellungsraum, stellt ein Großteil der Künstler jeweils ein Werk aus. „Es gibt verschiedene Wege der Kunstbetrachtung, hier handelt es sich um eine sinnliche Form“, sagte Frank Pieperhoff.

Alle Bilder sollen „eine Freude des Sehens auslösen und jeder soll seinen eigenen Weg finden“, erklärte er nochmals das Konzept. Immer wieder fielen in den Räumen die Kontraste ins Auge: Werke in hellen und dunklen Farben fanden als Paar zueinander. „Das bringt die Kunst stärker zum Klingen und zeigt zugleich ein größeres Spektrum auf“, so der Kurator. In dieser Funktion konnte er „nur die eigene und subjektive Vision zeigen, das ist auch die persönliche Handschrift.“ Anderenfalls wäre er zu viele Kompromisse eingegangen.

Die Hauptschau mit dem Titel „Die Essenz“ zeigte zeitgenössische Kunst. Malerei, gegenständliche Kunst oder Skulpturen gehören dazu. Außerdem stellten im „Wittstocker Kabinett“ Künstler der Region aus.

Fotos von der Dossestadt

Fotos als Streiflichter aus der Dossestadt und seinen Ortsteilen bildeten auf dem Flur den symbolischen Kitt zwischen den Ausstellungsräumen.

Claudio D’Dambrosio gestaltete direkt vor Ort eine Wand mit Ornamenten. Quelle: Christamaria Ruch

Claudio D’Ambrosio entdeckte die Ornamente für seine Arbeit. Eigens für die „Fundamenta1“ gestaltete er eine Wand mit Formen und Rhythmen.

„Das ist ein innerer Befreiungsschlag“, sagte Frank Pieperhoff. Im philosophischen Sinne sei die „ornamentale Kunst dekorativ.“ Dabei bringt D’Ambrosio das Werk zum Schwingen und Vibrieren. „Sehen und Wahrnehmen sind in der Kunst sehr vielfältig; Kunst und Kultur bieten jedem etwas“; ermutigte Frank Pieperhoff.

Nach dem Rundgang umrahmten Jürgen Hauk auf der Gitarre und Katharina Böhm mit Querflöte die Finissage mit Musik.

Von Christamaria Ruch

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