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Wittstock/Dosse Mosaikschüler schnuppern Praxisluft in der Stephanus-Werkstatt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Mosaikschüler schnuppern Praxisluft in der Stephanus-Werkstatt
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00:22 31.03.2019
Tom Lück (l.) und Dominik Prodehl (r.) von der Mosaikschule lernen derzeit den Holzbereich in der Stephanuswerkstatt kennen. Axel Scheurenbrand betreut sie dort. Quelle: fotos (2): Christamaria Ruch
Wittstock

Die Wittstocker Betriebsstätte der Stephanus-Werkstätten Ostprignitz-Ruppin stand am Donnerstag innerhalb des 17. Zukunftstages für Mädchen und Jungen offen. Allerdings nutzte niemand das Angebot, sich über Berufe im sozialen Bereich zu informieren.

Donnerstags ist Praxistag

Dennoch ist dort jeder Donnerstag ein Zukunftstag. Denn Schüler aus der Wittstocker Mosaikschule besuchen dann die geschützte Werkstatt und lernen die einzelnen Bereiche von Holz über Metall bis hin zur Verpackung oder Näherei kennen. Möglich macht das eine langjährige Kooperation. Derzeit sind sechs Schüler von 16 bis 18 Jahre einmal wöchentlich in der Werkstatt. „Sie sind fünf bis sechs Wochen in einem Bereich und wechseln dann“, sagt Betriebsstättenleiter Bernd Schefke.

„Die Praxistage von 9 bis 13 Uhr haben sich gut bewährt“, sagt Sozialarbeiterin Lisa Michaelis. Denn: „Damit absolvieren die Schüler gut den Übergang in das Berufsleben.“

Die Vorteile liegen auf der Hand. Den Schülern wird die Angst vor neuen Situationen genommen, schrittweise lernen sie die Abläufe kennen und schulen ihre sozialen und fachlichen Kompetenzen. „Eventuell lernen sie dadurch auch ihre spätere Arbeitsstätte kennen“, sagt Michaelis.

Durchschnittlich ein Schulabgänger der Mosaikschule wechselt jedes Jahr in die Stephanus-Betriebsstätte in Wittstock. Gut 30 der insgesamt 120 Beschäftigten besuchten einst die Mosaikschule.

Lisa Michaelis und Bernd Ewert begleiten die Schüler bei ihren Praxistagen. Quelle: Christamaria Ruch

„Es hängt auch von den individuellen Beeinträchtigungen ab, ob jemand hier anfängt zu arbeiten“, sagt Lisa Michaelis. Der mehr als zweijährige Berufsbildungsbereich kann mit dem Helferabschluss beendet werden. Dann wechseln die Mitarbeiter in den Arbeitsbereich. „Wir sind eine geschützte Werkstatt und sind immer bemüht, sie fit für den ersten Arbeitsmarkt zu machen“, sagt Lisa Michaelis.

Bis dahin ist es für die sechs Schüler aus der Mosaikschule noch ein langer Weg. Tom Lück und Dominik Prodehl sind beide 17 Jahre alt und derzeit im Holzbereich tätig. Sie packen Laminat aus und bereiten es für den Zuschnitt vor.

Geschützte Werkstätten sind wichtig

Gruppenleiter Axel Scheurenbrand betreut die beiden. Dabei steht er in enger Absprache mit Lisa Michaelis, Klassenlehrer Bernd Ewert und Silvia Warminski als pädagogische Fachkraft. „Sie sehen, wie es später mal ablaufen kann“, sagt Scheurenbrand. „Diese geschützten Werkstätten sind so wichtig, die Schüler genießen diesen Tag als Bereicherung“, sagt Bernd Ewert. Bernd Bachmann als Ko-Klassenlehrer koordiniert die Praxisbereiche und Berufsvorbereitung an der Mosaikschule. Damit steht den Schülern ein tragfähiges Netz am Übergang zum Berufsleben bereit.

Von Christamaria Ruch

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