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Wittstock/Dosse France Mobil besucht die Polthieroberschule
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse France Mobil besucht die Polthieroberschule
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01:15 08.04.2019
Beim Besuch vom France Mobil erleben die Schüler und ihre Lehrerin Sabrina Müller (r.) die Fremdsprache spielerisch. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

„Französisch gilt immer als eine schwere Sprache“, sagt Sabrina Müller. Doch wer sich anstrengt, „bekommt das gut hin.“ Spätestens am Freitagvormittag zeigten sechs Schüler aus der 7. Klasse an der Polthieroberschule in Wittstock, welches Potenzial in ihnen steckt.

Denn die Französischlehrerin Sabrina Müller begrüßte Lisa Thierry aus Frankreich. Die 24-Jährige arbeitet seit Herbst vergangenen Jahres beim France Mobil in Deutschland.

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Zwölf Lektoren sind in ganz Deutschland unterwegs

Auch wenn sie fließend Deutsch spricht, plauderte sie im Unterricht mit den Siebentklässlern zunächst nur in ihrer Muttersprache. „Wir sind ein Team aus zwölf Lektoren und in ganz Deutschland unterwegs“, sagte Lisa Thierry. Dabei wollen sie die jungen Leute für Frankreich und diese Sprache begeistern.

Bei der Vorstellungsrunde schrieb sie verschiedene Sätze an die Tafel und las sie dann gemeinsam mit Emily, Jasmin, Letizia, Marie, Pia und Mohamed vor. Dann kam ein Würfel ins Spiel, der im Stuhlkreis herum wanderte. Kaum blendete Thierry die Musik im Hintergrund aus, waren die Schüler gefragt. Derjenige, der den Würfel in der Hand hielt, musste ihn werfen und je nach Augenzahl einen der Sätze vorlesen.

Französischstunde mit Verrenkungsspiel

Anschließend wählte die Gruppe zwischen zwei Spielen und entschied sich für das Verrenkungsspiel Twister. Dabei kamen Farben und einzelne Körperteile ins Spiel. Die Schüler machten eine echt gute Figur und legten sich bei den akrobatischen Übungen ins Zeug. „Ich staune, wie offen sie jetzt sind“, sagte Sabrina Müller am Rande.

Denn: „Im Vorfeld waren sie besorgt und hatten Berührungsängste. Wichtig ist, die Hemmungen zu verlieren und Französisch zu sprechen.“ Die 30-Jährige unterrichtet seit diesem Schuljahr an der Polthier­oberschule. Damit stärkt sie auch ihrer Kollegin Sylvia Czarnetzki den Rücken. Sie hatte bisher allein den Französischunterricht verantwortet.

Es geht darum, zum Sprechen zu ermuntern

Lisa Thierry gab nach einer kurzweiligen Stunde ein Echo. „Ihr habt gut verstanden, ich musste gar nicht viel mit Händen und Füßen reden. Ihr habt schnell die Angst verloren.“ Auch wenn die Schüler vor allem mit dem schnellen Redefluss ihrer Besucherin zu tun hatten, meisterten sie die Aufgabe.

„Das Verstehen war mittelmäßig“, urteilten sie selbst. „Es geht vor allem darum, die Schüler im mündlichen Bereich zu stärken“, sagte Sabrina Müller. Sie legt Wert auf Dialoge und dass die Schüler die Vokabeln flexibel anwenden können. Denn die Alltagstauglichkeit steht im Vordergrund.

Die Polthieroberschule pflegt keine Schulpartnerschaft in Frankreich, bricht aber alle zwei Jahre zu einer einwöchigen Studienfahrt für Geschichte und Französisch auf. Verdun und die Normandie sind das Ziel. „Im nächsten Schuljahr ist wieder eine Reise geplant“, sagte Sabrina Müller.

Von Christamaria Ruch