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Wittstock/Dosse Hunderte Menschen auf dem Laga-Gelände
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Hunderte Menschen auf dem Laga-Gelände
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11:34 07.10.2018
Rundgang übers künftige Laga-Gelände in Wittstock. Christian Hernjokl, Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft (graue Jacke), führte eine der beiden Gruppen. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Hunderte Menschen schlendern im Sonnenschein über frisch angelegte Wege, vorbei an gepflegtem Grün: Ja, ist denn schon Laga? Ganz so weit ist es noch nicht, aber wer am Wochenende an einer der beiden Führungen über das künftige Gelände der Landesgartenschau in Wittstock teilnahm, konnte sich schon ein wenig wie ein Besucher im kommenden Jahr fühlen.

250 bis 300 Interessenten

Insgesamt rund 250 bis 300 Menschen hatten Christian Hernjokl, der Geschäftsführer der Laga-Gesellschaft, und Michael Arndt, Oberbauleiter der Landesgartenschau, am Samstagnachmittag im Schlepptau. Dass sich so viele Interessenten an der Touristinformation am Bleichwall einfinden würden, überraschte denn auch Christian Hernjokl. Deshalb wurden zwei Gruppen gebildet, die das Gelände auf verschiedenen Wegen unter die Füße nahmen.

Beide Besucherführer machten immer wieder Stopps, um Erklärungen zu Besonderheiten oder zum Baufortschritt zu geben. Letzterer ist inzwischen so weit, dass sich ein Spaziergang tatsächlich schon lohnt.

Auf Kritik reagiert

Die erste Wechselbepflanzung ist eingebracht. Der Rollrasen ist zu großen Teilen gelegt. „Für mich ist das Ausbringen des Rollrasens immer das Schönste. Da sieht man, wie sich die Fläche verändert“, sagte Hernjokl und räumte auch gleich mit Kritik auf, die im Internet kursiere – zum Beispiel: „Rollrasen ist Geldverschwendung“. Rasen anzusäen und 14 Monate lang zu pflegen bis er so weit ist, sei aufwendiger und letztlich nicht günstiger. Der Rasen auf dem Bleichwall habe zudem „eine hohe Aufenthaltsqualität“. Auf ihm könnten Kinder toben, auch nach der Laga.

Viele Menschen nutzten am Wochenende die Gelegenheit, das künftige Areal der Landesgartenschau in Wittstock kennen zu lernen.

Neu auf dem Bleichwall ist jetzt das zweiläufige Wegesystem, das auch noch mit Sitzgelegenheiten versehen werde. Ins Auge fällt zudem der doppelläufige Steg an der Dosse, der in die dahinterliegende Kleingartenanlage führt. Dort sollen zur Laga Muster-Kleingärten entstehen. Das sehe eine Kooperation mit den Kleingärtnern vor.

Eine Million Blumenzwiebeln

„Wir werden auf dem gesamten Gelände eine Million Blumenzwiebeln stecken“, so Hernjokl. Auch sie würden dem Antlitz der Stadt noch lange nach der Laga guttun.

Michael Arndt berichtete, dass die Bewässerung des Friedrich-Ebert-Parkes im vergangenen extrem trockenen Sommer 50.000 Euro gekostet und man sich daraufhin kurzfristig doch für eine im Boden verlegte Bewässerungsanlage entschieden habe.

Der Tross erkundete die Dammterrassen, die einen herrlichen Ausblick auf die entstehende Grünanlage samt Stadtmauer und Amtsturm bieten. „Wichtig ist, dass man sieht, was man hat“, sagte Hernjokl und erntete Applaus, als er Wittstock eine „tolle Stadt mit tollen Menschen“ nannte.

Wege werden beleuchtet

Es ging vorbei an einem künftigen Holzdeck, an dem man zur Laga die Beine in die Dosse baumeln lassen kann; weiter zum Garten-Info-Treff, einem wiederverwendbaren Pavillon, in dem zur Laga Gartenkurse stattfinden werden; über die Kyritzer Straße hinweg in den Friedrich-Ebert-Park, in dem statt Rollrasen das „Bestandsgrün“ genutzt werden soll. Die Wege seien zur Laga beleuchtet, sagte Hernjokl. Auf dem Rückweg zum Bleichwall ging es über den Amtshof, der zurzeit umgestaltet wird. Offen blieb die Frage, wo das Silvesterfeuerwerk in diesem Jahr stattfinden wird, wenn der Amtshof nicht genutzt werden kann.

Von Björn Wagener

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