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Wittstock/Dosse Gärtnerei Gawenda sorgt für Blütenfülle
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gärtnerei Gawenda sorgt für Blütenfülle
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15:07 27.06.2019
Gärtnerei-Chef Rainer Gawenda erfreut sich an der vielfältigen Blütenpracht seiner Sonnenhüte – im Lateinischen Echinacea genannt.
Wittstock

Auf dem Gelände der Landesgartenschau hat sich der Sommerflor ausgebreitet. 300 Sonnenhüte hat die Gärtnerei Gawenda gerade geliefert. Sie ist Partner der Landesgartenschau und sorgt dafür, dass Verblühtes schnell ausgetauscht werden kann und Lücken durch passende Pflanzen schnell wieder geschlossen werden.

Bereits vor Beginn der Gartenschau waren die Mitarbeiter des Garten- und Landschaftsbau-Unternehmens Gawenda in der Stadt unterwegs und gestalteten unter anderem das Bahnhofs-Vorfeld. Eile ist derzeit für die Gärtner in Wittstock angesagt.

Spontaneität ist gefragt

„Die Pflanzen, die jetzt auf der Gartenschau zu sehen sind, habe ich im Herbst letzten Jahres bestellt“, sagt Gartenbauingenieur Rainer Gawenda. „Wir müssen ständig Flächen im Vorlauf haben und immer hinterher sein, um keine Neuigkeiten zu verpassen, denn es ist natürlich von Vorteil, wenn man Pflanzen im Angebot hat, die es woanders nicht gibt.“

In der Gärtnerei Gawenda ist sie zu haben. Quelle: Cornelia Felsch

Spontaneität ist gefragt, wenn Pflanzen für die Hallenschau, den Friedrich-Ebert-Park oder am Bleichwall gebraucht werden, muss Rainer Gawenda schnell reagieren und liefern können – ja nach Wunsch.

„80 Prozent der Pflanzen kultivieren wir selbst“, sagt der Gartenbauingenieur. „Man erkennt sie an den weißen Töpfen mit dem typischen grünen Schriftzug.“ Die Beete und Gewächshäuser in der Gärtnerei sind zurzeit üppig gefüllt.

Mittelmeerfeeling in der Mark Brandenburg

Für die Hallenschau haben die Gestalter Hortensien und Sommerdalien bei Gawendas geordert, für die nächste Schau stehen bereits die Verbenen bereit. Am vergangenen Wochenende gestalteten die Gärtner einen mediterranen Garten auf dem Laga-Gelände und holten für die Besucher Mittelmeerfeeling in die Mark Brandenburg.

Eine drei Meter hohe Bougainville wurde von der Neuruppiner Zweigstelle nach Wittstock transportiert, Neuseeländer Flachs, Lavendel, Yuccas und Cassia fanden ihren neuen Standort auf dem Laga-Gelände. „Auch Gräser und Rosen sind jetzt ein wichtiges Thema“, sagt Rainer Gawenda.

Auf einer Fläche von 10 000 Quadratmetern werden in der Rheinsberger Straße Pflanzen für den regionalen Markt kultiviert. 4000 Quadratmeter befinden sich unter Glas und Folie. Die Landesgartenschau ist in diesem Jahr einer der Hauptabnehmer.

70 Jahre Gartenerfahrung

Gärtnermeister Franz Gawenda gründete 1948 die Gärtnerei in Wittstock und legte damit den Grundstein für das Familienunternehmen, das in diesem Jahr seinen 70sten Geburtstag feiert. 1985 übernahmen Sohn Rainer Gawenda und seine Frau Gabriele die Gärtnerei und bauten sie im Laufe der Zeit in einen modernen Betrieb um. 1992 wurde die Garten-Landschaftsbau-Firma gegründet.

In einem großen Gewächshaus, in sieben Folientunneln und im Freiland wird ein großes Sortiment an Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden und Baumschulpflanzen kultiviert – und das auf möglichst umweltfreundliche Weise.

„Transport- und Lieferwege halten wir kurz und wir verwenden vorwiegend nur Kulturen, die ohne zusätzliche Heizleistung auskommen“, sagt Gawenda. Dadurch sind die Pflanzen weniger anfällig gegenüber plötzlichen Temperaturschwankungen. Für den Pflanzenschutz werden in der Gärtnerei keine chemischen Mittel, sondern Nützlinge eingesetzt. Heute beschäftigt das Unternehmen 25 Mitarbeiter und bildet Lehrlinge in der Gärtnerei sowie im garten- und Landschaftsbau aus.

Fontane-Rosen stehen bereit

In den Folienzelten stehen Paletten mit winzigen Alpenveilchen, Sommerastern, Kugelprimeln, Frauenmantel und Paprikapflanzen. „In vier bis sechs Wochen sind sie verkaufsfertig.“ Zum Verkauf stehen bereits viele Exemplare der Fontanerose bereit. „Auch viele Stauden, die die Besucher auf der Landesgartenschau entdecken, können sie bei uns erwerben“, sagt Rainer Gawenda.

Die Landesgartenschau ist für ihn eine gelungene Sache. „Für Wittstock ist sie ein Segen“, sagt er. „Sie ist mit Weitsicht gemacht. Die Infrastruktur hat sich sehr verbessert und die Zusammenarbeit mit den Laga-Mitarbeitern klappt sehr gut.“ Um die Landesgartenschau regelmäßig und kurzfristig mit Pflanzen versorgen zu können, hat die Gärtnerei ihre Angebot um ein Drittel aufgestockt.

Von Cornelia Felsch

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