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Wittstock/Dosse Gastronomie im Zirkuswagen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gastronomie im Zirkuswagen
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01:15 17.05.2019
Vor dem „Kaffee Blüte“ lässt es sich aushalten. Beliebt ist auch der Cider aus Mecklenburg. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Frisches Brot mit hausgemachtem Aufstrich, oder lieber eine Paprika-Kokoscreme-Suppe und dazu eine Flasche Cider. Am Platz neben der Wittstocker Marienkirche finden Hungrige und Durstige die Tage das, was zuvor in der Dossestadt rar war. „Wir wollten den Wittstockern und Besuchern mal etwas Anderes bieten“, sagt Antje Simon.

Konradin Huber und Manuela Gardemin bedienen die Gäste im und am Zirkuswagen. Quelle: Christian Bark

Sie betreibt in Dossow den Weidenhof Simon, der sich aktuell wieder teilweise in ein Gästehaus verwandelt. Dafür hat sie Manuela Gardemin und Konradin Huber eingestellt. Beide arbeiten sowohl in Dossow, als auch an der Marienkirche. Dort in ist der Weidenhof mit seinen Angeboten in einem ehemaligen Zirkuswagen vertreten.

„Der Wagen war tatsächlich mal Teil eines Zirkusprojekts“, sagt Marion Duppel vom Verein Esta Ruppin. Im Gespräch mit Antje Simons Mann, Michael Schetelich, der für die Evangelische Kirche in Wittstock das Kulturprojekt „Himmelston und Erdenklang“ organisiert, sei die Idee entstanden. Beide hatten überlegt, was man kulinarisch zur Landesgartenschau (Laga) in Wittstock beitragen kann.

Antje Simon (2. v. r.) betreibt den Weidenhof in Dossow. Quelle: Christian Bark

Mithilfe eines Landwirts sei dann Ende April der Zirkuswagen auf den Platz gezogen worden. Seitdem gibt es dort dieses besondere Angebot, das sich natürlich auch an die Besucher der Kirche wendet. Der Spargel kommt aus Zaatzke, das Dinkelbrot vom Bäcker um die Ecke und der Apfelschaumwein Cider aus Mecklenburg. „Uns ist wichtig, dass viele Zutaten aus der Region kommen“, sagt Antje Simon.

Der Weltladen bietet im Wagen auch einige Produkte an. Quelle: Christian Bark

Darüber hinaus sind die Speisen vegan gehalten – Fleisch und Fleischprodukte sucht man dorrt also vergebens. „Wir wollen damit auch diese Nische bedienen“, so die Weidenhofinhaberin. Gluten- und laktosefreie Nahrungsmittel werden ebenfalls angeboten, damit auch die Allergiker am Gastrowagen, der übrigens „Kaffee Blüte“ heißt, genießen können. „Ich habe selbst eine Laktoseintoleranz, weiß also wie das ist, wenn man nicht alles essen kann“, sagt Antje Simon.

Neben regionalen und allergenfreien Produkten steht auch Nachhaltigkeit im „Kaffee Blüte“ ganz oben an. Plastikmüll soll nach Möglichkeit nicht anfallen. „Wir haben beispielsweise Geschirr aus DDR-Zeiten“, zeigt Manuela Gardemin einen Teller mit dem Aufdruck „Kahla – Made in GDR“ hoch. Wer seinen eigenen Kaffeebecher mitbringe, erhalte den Kaffee zudem 50 Cent günstiger.

Das Geschirr hat schon einige Jahre auf dem Buckel. Quelle: Christian Bark

Der angebotene Kaffee stammt übrigens aus „fairem Handel“. So vertreibt der „Weltladen“ von Esta Ruppin im Wagen diesen und einige weitere Fair-Trade-Produkte. Vor dem Wagen befindet sich ein Mitmachparcours, der aus Upcycling-Elementen besteht – beispielsweise alten Schallplatten. Zum „Internationalen Tag des Lichts“ am Donnerstag wird es dort zwischen 16 und 18 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „fair und nachhaltig“ geben.

Am Mitmachparcours findet am Donnerstag eine Veranstaltung statt Quelle: Christian Bark

Das „Kaffee Blüte“ ist mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Bei Großveranstaltungen in und um die Kirche auch länger. Im Sommer sollen die Öffnungszeiten ausgeweitet werden.

Von Christian Bark

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