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Wittstock/Dosse Gefahr durch Flugsand an A 24 bei Wittstock – auch ohne Sturm
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gefahr durch Flugsand an A 24 bei Wittstock – auch ohne Sturm
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00:23 28.04.2019
Gefährliche Wolken aus Sandstaub werden durch Landwirtschaft an der A 24 zwischen Wittstock und Herzsprung aufgewirbelt. Quelle: Dirk Klauke
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Wittstock

Landwirte sorgen beim Beackern ihren Flächen direkt an der Autobahn A24 zwischen Wittstock und Herzsprung für gefährliche Staubwolken. Beim Eggen und Pflügen der knochentrockenen Böden kommt es zu großen Sandaufwehungen, die sich an der Autobahn entlang ziehen. Bei ungünstigem Wind werden sie direkt über die Fahrbahn geweht.

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Kraftfahrer müssen an der Strecke besonders vorsichtig sein. Besonders schlimm ist es bei starkem Wind. Dann sorgen Sandstürme für kurze Sichtweiten. Mitarbeiter der Autobahnmeisterei hatten deswegen schon mal die Geschwindigkeit mit Schilderhängern reduziert.

Im Jahr 2011 war es auf der A19 kurz vor Rostock in einer Sandwolke zu einer Massenkarambolage gekommen, bei der acht Menschen starben. Zwei der Unfalltoten stammten aus dem Raum Neuruppin.

Ressortübergreifende Absprachen gefordert

Seit dem Massenunfall im April 2011 in Mecklenburg-Vorpommern sei die tödliche Gefahr auch durch landwirtschaftliche Felderbearbeitung nahe der Autobahn bekannt, sagt Sprecherin Cornelia Mitschka vom Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg. Forderungen zur Eindämmung „werden sehr bald auf der Tagesordnung stehen“, so Cornelia Mitschka.

Fall für Autobahn-Unfallkommission

Wenn das Problem zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Autobahn gelöst werden soll, seien „ressortübergreifende Absprachen und Vereinbarungen“ innerhalb der Landesregierung nötig. Mitschka: „Die Initiative könnte dabei von der Autobahn-Unfallkommission ausgehen.“

Vieles ist denkbar. Verbote zum Eggen und Pflügen direkt an Autobahnen sind genauso möglich wie Fördermittel zur Feldrandbegünung, oder Hilfe für besondere Kulturen, um keine puren Sandflächen zu haben.

Von Dirk Klauke