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Wittstock/Dosse Gewerkschaft kämpft gegen Fast Food zum Billigtarif
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Gewerkschaft kämpft gegen Fast Food zum Billigtarif
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16:29 11.02.2020
McDonald’s ist der Inbegriff des Fast Foods. Die Bezahlung für die Arbeit sei aber mehr schlecht denn recht, kritisiert die Gewerkschaft. Quelle: Peter Geisler
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Rund um die Uhr an der Friteuse stehen – und einen Hungerlohn dafür bekommen. Das will die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten ändern. Die NGG setzt sich dafür ein, dass die Mitarbeiter von Fast-Food-Restaurants nicht den Mindestlohn, sondern mindestens zwölf Euro pro Stunde erhalten. Auch in Ostprignitz-Ruppin.

Weil die Tarifverhandlungen bisher ohne Ergebnisse verlaufen sind, ruft die Gewerkschaft nun zu Ausständen auf. Dass die Beschäftigten der vier McDonald’s-Filialen oder der beiden Tank & Rast-Raststätten im Ruppiner Land morgen oder übermorgen protestieren, sei aber unwahrscheinlich, sagt Sebastian Riesner, Geschäftsführer der NGG Berlin-Brandenburg.

Ohne Angebot soll es zu Streiks kommen

Wenn aber die nächste und mittlerweile dritte Verhandlungsrunde der Branche am 13. und 14. Februar ohne Ergebnis bleiben sollte, könnte sich das schnell ändern. Dann will Sebastian Riesner auch zu Streiks in der Region aufrufen.

Die Mitarbeiter der Fast-Food-Ketten zu einem Ausstand zu bewegen, sei aber gar nicht so einfach. „Das müssen wir ganz kurzfristig machen.“ Denn die Arbeitgeber üben in der Branche besonders hohen Druck aus, ihre Beschäftigten von Protesten abzuhalten, so die Einschätzung des Gewerkschafters. Hinzu komme eine weitere Schwierigkeit: die Kleinteiligkeit der Branche, die Aufrufe zu Streiks kompliziert mache.

Personalmangel wegen schlechter Bezahlung

Rund 120.000 Menschen arbeiten in der sogenannten Systemgastronomie bundesweit in etwa 3000 Cafés und Restaurants. Der Bundesverband der Systemgastronomie habe sich bei den Verhandlungen mit der NGG bisher kaum bewegt, kritisiert Riesner.

Er glaubt, dass der Verband das auch zum Nachteil seiner eigenen Mitglieder tut. Denn die schlechte Bezahlung führe zum Personalmangel. „Sowohl ausgebildete Fachkräfte als auch Quereinsteiger überlegen sich dreimal, ob sie den stressigen Job im Schnellrestaurant zum Billigtarif machen.“

Von Celina Aniol

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