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12:29 22.07.2019
Die Frauen des Handarbeitszirkels „Heiße Nadel“. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein

 Stricken, sticken, häkeln: Jeden Mittwochnachmittag kommen rund 20 Frauen aus Freyenstein und Umgebung in der ehemaligen Schule in Freyenstein zusammen, um sich gemeinsam verschiedenen Handarbeiten zu widmen. So können sie sich gegenseitig Tricks und Kniffe abschauen und dabei noch die Geselligkeit genießen. Nebenbei wird auch mal geklönt oder Kaffee getrunken.

Schon seit den 1990ern

Der Handarbeitszirkel „Heiße Nadel“ hat seine Ursprünge bereits in den 1990er Jahren. Erika Neumann brachte den Stein damals ins Rollen. „Warum sollten wir immer nach Wittstock zu einem Handarbeitskurs fahren?“, fragte sie sich und „rührte die Werbetrommel“, um auch in Freyenstein etwas Ähnliches auf die Beine zu stellen. Das war der Beginn des Handarbeitszirkels „Heiße Nadel“.

Heute möchten die Frauen ihre gemeinsamen Nachmittage nicht mehr missen. Hannelore Laufmann kommt aus Tetschendorf und bringt von dort meist auch Ingeborg Albrecht mit. Christa Finke sitzt im Rollstuhl, ist aber trotzdem immer mittendrin. Sie freut sich, dass die ehemalige Schule barrierefrei zu erreichen ist. Rosemarie Hefenbrock, „unsere Chefin“, erledigt Organisatorisches und hält die Fäden in der Hand.

Ein gutes Beispiel

Die Frauen vom Handarbeitszirkel sind zudem ein gutes Beispiel dafür, wie sich ganz persönliche Interessen mit dem gesellschaftlichen Leben vor Ort verbinden lassen. Denn die Frauen stricken und häkeln nicht nur für sich selbst. Sie sind mit ihren Sachen auch auf Basaren, Festen und in der örtlichen Markthalle präsent. Mit den Einnahmen unterstützen sie zum Beispiel die Kita oder die Kirchengemeinde in Freyenstein. „Demnächst wollen wir für die große Kirchenglocke in Freyenstein spenden“, stimmen sie überein.

Gemeinsam unterwegs

Aber sie finanzieren damit auch gemeinsame Ausflüge. So gehe es demnächst nach Warnemünde. Weihnachtsfeiern oder Feste zu runden Geburtstagen werden mitunter ebenfalls zusammen verbracht. Außerdem hat der Handarbeitszirkel schon die Strickaktion für Obdachlose aus Berlin unterstützt, die jedes Jahr von Doris Sperling aus Wernikow initiiert wird.

Über die Jahre hat sich eine stabile Gemeinschaft entwickelt. Gisela Thonack gibt regelmäßig Kurse, um die ohnehin schon geübten Finger der Handarbeiterinnen noch ein bisschen versierter zu machen.

Von Björn Wagener

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