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Wittstock/Dosse Zwischen Hochbeeten und Heidekraut
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Zwischen Hochbeeten und Heidekraut
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16:32 14.08.2019
Schon im zeitigen Monat August können die Besucher im wachsender Garten der Laga eine Heide-Wanderung unternehmen. Quelle: Cornelia Felsch
Wittstock

Die Gemüsebeete tragen reichlich Früchte, der blaue Lavendel verströmt seinen Duft, orangerote Studentenblumen-Teppiche breiten sich aus und in den Gemüse-Hochbeeten können jetzt die Bohnen geerntet werden. Der „Wachsende Garten“ auf der Landesgartenschau in Wittstock steht jetzt in seiner vollen Pracht.

Mit der neuen Veranstaltungsserie bietet die Landesgartenschau die Möglichkeit, die Entstehung verschiedener Gartenräume unmittelbar mitzuerleben.

Über vier Wochen konnten die Besucher an den Wochenenden aus nächster Nähe miterleben, wie Gärtner und Landschaftsbauer pflasterten, Hochbeete anlegten, Bäume und Stauden pflanzten.

Im Frühjahr entstanden die ersten Beete

Begonnen hatte alles im April mit der Frühjahrsbepflanzung von Kübeln und Kästen. Dazu gab es die entsprechenden Tipps zu Frostschutz und Nährstoffbedarf. In den folgenden Wochen entstanden Rückzugsoasen und Lieblingsplätze, Garten- und Wasserlandschaften, kleine Gebirgsareale wurden geschickt in Szene gesetzt.

Ende Mai war der „Wachsende Garten“ Austragungsort des Landschaftsgärtner-Cups. Zehn Teams aus Berlin und Brandenburg waren auf dem Gelände angetreten, um innerhalb von fünf Stunden einen kleinen Weidengarten anzulegen. Der Berufswettbewerb der Auszubildenden im Garten- und Landschaftsbau wird jährlich durchgeführt – wenn es sich ergibt auf Gartenschauen.

Im Hochbeet sind jetzt die Bohnen erntereif. Quelle: Cornelia Felsch

In verschiedenen Hochbeeten gedeihen jetzt verschieden Gemüsesorten. Auch blaue und rote Bohnen sind erntereif. Mit den vielen verschiedenen Sorten sind dort in Holz-, Metall- oder Kunststoffvarianten wahre Gemüse-Schatzkästen entstanden.

Für die Besucher ist es eine ungeahnte Inspirationsquelle. Der Satz „Schau mal Schatz, solch ein Hochbeet kannst du doch sicher auch selbst bauen“, war an der Tagesordnung und mehrmals zu hören. Die Hochbeetvariante aus unbehandelten Brettern ist dabei besonders beliebt.

Neben nützlichen Gartenvarianten, in denen kräftig geerntet werden kann, stellen die Landschaftsgestalter auch Wasserlandschaften vor, in denen Natursteine, Stauden und Wasserpflanzen kombiniert werden.

Bienen tummeln sich im Heidekraut

Seit Beginn dieses Monats gibt es einen kleinen Heidegarten, in dem die violetten Blüten bereits ihre Pracht entfaltet haben. Dort tummeln sich zurzeit auch viele Insekten. Wer ihnen im eigenen Heidegarten über längere Zeit eine Oase bieten will, sollte bei der Gartenplanung nicht nur auf die Farbe der verschiedenen Heidesorten achten, sondern auch auf die unterschiedlichen Blühzeiten.

Durch die unermüdliche Arbeit der Züchter gibt es mittlerweile Blüten in allen Varianten – von weiß über rosa bis violett in verschiedenen Blattfärbungen. Ob einjährig, mehrjährig, winterhart oder als Zimmerpflanze – an einem gut geplanten Heidegarten kann man das ganze Jahr über Freude haben.

Heide oder Kies?

Auch Robustheit, Vielfältigkeit und geringer Pflegebedarf sprechen für einen Heidegarten, der bei guter Pflanzenauswahl das ganze Jahr über blüht. Auch für Vögel und Insekten ist er ein wertvoller Lebensraum, der den Insekten wertvolle Nahrung bietet.

Hübsch anzuschauen und sehr gepflegt sind im „Wachsenden Garten“ Varianten, in denen Kies und Pflastersteine mit Gehölzen, Gräsern und Rasen kombiniert werden. Ein sehr angesagter Trend – Bienen sind dort allerdings nicht zu sehen. Sie würden dort verhungern und auch Schmetterlinge und Vögel werden sich dort nicht so recht wohl fühlen.

Von Cornelia Felsch

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