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Wittstock/Dosse Über Nacht entsteht die neue Hallenschau
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Über Nacht entsteht die neue Hallenschau
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07:18 29.06.2019
Fleißig werden die neuen Pflanzen an Ort und Stelle gebracht. Quelle: Christian Bark
Wittstock

„Unterwegs mit dem Rosenexpress“ heißt der Titel der neuen, nunmehr 6. Hallenschau auf der Landesgartenschau (Laga) in Wittstock. Bis die Besucher die neuen Pflanzen und Accessoires im alten Güterboden am Wittstocker Bahnhof bewundern dürfen, muss zuvor aber noch „Expressarbeit“ geleistet werden. Quasi über Nacht sorgten bis zu 20 Helfer dafür, dass am kommenden Tag alles an seinen Platz ist.

Von Donnerstagnachmittag ab 16 Uhr bis Freitagfrüh gegen 3 Uhr wurde gebuddelt, getopft, gestaltet und gegossen. „Wir hatten sogar schon eher angefangen und den Außenbereich am hinteren Ausgang bis zum Nachmittag fertig umgestaltet“, sagte Manuela Kenzler von der Laga-Gesellschaft. Sie ist für die Hallenschauen verantwortlich und hat schon einige auf Bundes- und Landesgartenschauen betreuen dürfen.

Von Donnerstagnachmittag bis Freitagfrüh gestalteten 20 fleißige Helfer die Hallenschau auf der Landesgartenschau in Wittstock um.

„Das Besondere an diesem Gebäude ist der Kontrast zwischen Altem und Neuem“, sagte Manuela Kenzler. Sie sei von Anfang an, auch bei der Wahl des Gebäudes für die Hallenschau, mit eingebunden gewesen. Besonders angetan hat es ihr das sogenannte „mystische Kellerloch“. „Es war früher ein Aufzug für das Stückgut, das hier gelagert wurde“, informierte die Laga-Mitarbeiterin.

Während der Hallenschauen ranken sich Orchideen um das Loch und es plätschert ein Wasserfall hinunter. „Inspiriert dazu hatte mich die Besichtigung einer Ausstellung zur Gletschermumie ’Ötzi’“, sagte Manuela Kenzler.

Manuela Kenzler von der Laga-Gesellschaft ist für die Hallenschauen zuständig. Sie wässert die Pflanzen täglich von Hand. Quelle: Christian Bark

Beeindruckt vom historischen Güterboden zeigt sich auch Thomas Rieckhoff. Der Familienbetrieb seiner Eltern aus Rogätz (Sachsen-Anhalt) ist einer von sieben Ausstellern in der Halle. „Das ist ein super Hallenkonzept, gemütlich und rustikal“, lobte er den Ausstellungsort. Auch sein Betrieb hat schon einige Lagas und Bugas in ganz Ostdeutschland mitgestaltet. Fortlaufend beliefert er auch den Optikpark in Rathenow sowie die Autostadt in Wolfsburg.

Aussteller Thomas Rieckhoff gestaltet seinen Bereich allein. Quelle: Christian Bark

Während die Halle nach und nach umgestaltet wird, kommen immer wieder Laga-Besucher vorbei und beobachten das Geschehen. „Eigentlich ist die Halle ab 16 Uhr offiziell geschlossen, aber die Leute können ruhig sehen, wie hier gearbeitet wird“, sagte Manuela Kenzler. So rief beispielsweise eine Besucherin: „Schade, die letzte Hallenschau war doch so zauberhaft.“ Woraufhin Manuela Kenzler ihr entgegnete: „Die neue wird auch ganz zauberhaft.“

12 Hallenschauen bis Oktober

Zwölf Hallenschauen gibt es während der Laga insgesamt. Die Halle wird alle zwei Wochen umgestaltet.

Thema der nunmehr 6. Hallenschau ist „Unterwegs mit dem Rosenexpress“. Dabei stehen vor allem die Rosen im Vordergrund. „Reiselust“ ist das Oberthema aller Hallenschauen.

Sieben Aussteller präsentieren sich in dem historischen Güterboden am Wittstocker Bahnhof. Die Hallenschauen sind ein Publikumsmagnet.

Bis zu 20 Helfer vom Gestalterteam, den Ausstellern und der Laga-Gesellschaft sind am Umbau der Hallenschau beteiligt. Der beginnt in der Regel gegen 16 Uhr und endet am Tag darauf gegen 3 Uhr morgens.

Zu den Besuchern zählte nach 16 Uhr auch Ursula Rohloff aus Berlin. „Dann muss ich wohl nächstes Mal wiederkommen“, sagte sie. Mit Wittstock verbindet die Berlinerin übrigens ganz besondere Erinnerungen. Vor 62 war sie erstmals an diesem Bahnhof ausgestiegen. „Ich und mein späterer Mann waren frisch verlobt und hatten einen uns bekannten Kaplan in Wittstock besucht“, erzählte sie.

Odette von der Forst und ihr Team powern während des schmalen Zeitfensters durch. Quelle: Christian Bark

Unterdessen wurde in und um die Halle weiter gewerkelt. Mit sieben Mitarbeitern beteiligte sich Odette von der Forst vom Gartenbaubetrieb „Bert von der Forst“ aus Cottbus an der Umgestaltung. „Wir pflanzen Rosen, Lavendel und andere Schnittblumen“, sagte sie. So ein Umbau sei immer sehr arbeitsintensiv, weil das Zeitfenster so schmal sei und es für die Mitarbeiter nur eine gute Rampe gebe, mit Schubkarren und Rollregalen in den Güterboden zu gelangen.

„Rosenflirt“ in Kombination mit Lavendel

„Wir mögen vor allem die vollen Hallen“, sprach sie für ihren Betrieb. Da kommen schnell mal einige hundert Blumen zusammen. Allein bei der Eröffnung der Laga habe ihr Team bis zu 5000 Stiefmütterchen gepflanzt. Besonders neckisch kommt für sie ein Fahrrad daher, das mit Rosen bestückt ist und so ganz gut zum Motto „Rosenexpress“ passt.

Neue Accessoires für das Publikum. Quelle: Christian Bark

Nach stundenlanger Arbeit war sie dann fertig, die 6. Blumenhallenschau auf der Laga in Wittstock. „Ein Rosenflirt, die Inszenierung von Topf- und Schnittrosen mit passenden Begleitern, werden im ehemaligen Güterboden „verladen“. Kombinationen mit Lavendel und vielerlei Stauden, Bambus und jahreszeitlichem Beiwerk stehen im spannenden Kontrast zu ausdrucksvollen Farbtönen“, beschreibt Laga-Pressesprecher Matthias Bruck die neue Schau in seiner aktuellen Pressemitteilung.

Übrigens, ein Element, das gern mit einem Augenzwinkern betrachtet werden darf, findet sich nun im „mystischen Kellerloch“. Welches das ist und welche Pflanzen sonst noch in der Hallenschau zu erleben sind, können Besucher die kommenden zwei Wochen herausfinden.

Von Christian Bark

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