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Wittstock/Dosse Waldweg nach Fretzdorf bleibt für Autofahrer tabu
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Waldweg nach Fretzdorf bleibt für Autofahrer tabu
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10:48 12.06.2019
Der Plattenweg ist von Gadow bis Glashütte frei befahrbar. Dann beginnt ein Waldweg in Richtung Fretzdorf, der für Autofahrer nicht zugelassen ist. Quelle: Christamaria Ruch
Gadow

Der Verbindungsweg von Gadow nach Fretzdorf ist bis Glashütte frei befahrbar. Dann beginnt ein Waldweg. Auf diesem Abschnitt sind nur land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge zugelassen, Pkw bleiben außen vor.

Seit Sommer 2016 gesperrt

Bereits seit Sommer 2016 ist dieser Weg gesperrt. Dies geht auf ein damaliges Gerichtsurteil zurück, das der Stadt Wittstock als Beklagte vorliegt. Dennoch passieren nach wie vor Autofahrer diesen für sie gesperrten Abschnitt.

„2017 war ein ausgesprochen gutes Pilzjahr, da haben wir mehr als 100 Verwarnungen mit Verwarngeld ausgesprochen“, sagt Revierförster Uwe Lehmann aus Fretzdorf auf Nachfrage der MAZ. Für ihn ist die Angelegenheit eindeutig: Ein grünweißes Schild weist ausdrücklich darauf hin, dass sich zwischen Glashütte und Fretzdorf ein Waldweg befindet. Immer wieder werden aber diese Schilder mutwillig entfernt. „Erst am Mittwoch habe ich von der Fretzdorfer Seite aus ein neues Schild in 2,2 Meter Höhe angebracht. Die Schilder werden sogar ausgegraben und entfernt“, so Lehmann.

MAZ-Leserin Lydia Schüler aus Gadow hatte sich nun an die Zeitung gewandt und nach dem Grund der Wegsperrung gefragt. „Dieser Weg wurde immer genutzt und es war eine Abkürzung für alle, die nach Fretzdorf fuhren“, sagt Schüler. Sie hatte allerdings erst im Herbst vergangenen Jahres von diesem Sachverhalt gehört und möchte nun die Gründe für das Durchfahrtsverbot wissen.

Stadt hat Gerichtsurteil geprüft

„Es geht darum, dass die Verkehrssicherungspflicht eingehalten wird“, sagt Jean Dibbert, Wittstocks Stadtsprecher. Und: „Die Forstbehörde legt Wert darauf, dass das Durchfahren des Weges nur den Eigentümern erlaubt ist.“ Hinzu kommt, dass die Verkehrssicherungspflicht vollständig gewährt sein muss. „Die Stadt hat das Gerichtsurteil geprüft, ob die Sperrung des Weges unabdingbar ist. Das ist nicht der Fall“, so Jean Dibbert. Will heißen: Autofahrern ist es zuzumuten, dass sie über Dossow nach Fretzdorf fahren.

„Wer von Dossow nach Fretzdorf über den Lichtmastenweg fährt, kürzt einige Kilometer ab, der Weg besteht aus Steinsplitt und befindet sich in einem guten Zustand“, sagt Uwe Lehmann. Die Stadt Wittstock hat die Möglichkeit, die privaten Wegeflächen zu kaufen. „Für dieses Vorhaben müssten aber alle Flächen neu vermessen werden“, so Dibbert.

Förster: Es gibt keinen Schlagbaum

Lydia Schüler teilte im MAZ-Gespräch mit, dass sie von einem Schlagbaum gehört hat, der die Zufahrt auf dem gesperrten Weg verhindert. „Es gibt keinen Schlagbaum“, sagt Uwe Lehmann. Für Lydia Schüler steht vor allem der Umweltaspekt im Vordergrund. „Wenn man auf dem Weg fährt, kürzt man nicht nur die Strecke ab, sondern verbraucht auch weniger Kraftstoff.“

Das Brandenburger Landeswaldgesetz in der Fassung vom 20. April 2004 regelt im Paragraf 16 das Befahren des Waldes mit Kraftfahrzeugen. Dort heißt es: Das Fahren mit sowie Abstellen von Kraftfahrzeugen im Wald ist nur in dem Maße für die Bewirtschaftung des Waldes und Ausübung der Jagd sowie im Rahmen hoheitlicher Aufgaben erlaubt.

Revierförster Uwe Lehmann wird auch zukünftig kontrollieren, ob sich die Autofahrer an das Durchfahrtsverbot halten.

Von Christamaria Ruch

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