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Wittstock/Dosse Illegalen Schrottsammlern auf der Spur
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Illegalen Schrottsammlern auf der Spur
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12:52 18.10.2019
Ordnungsamt und Polizei belehren eine Bewohnerin in Dossow, dass sie sich an einer illegalen Schrottsammlung beteiligt hat. Quelle: Björn Wagener
Schweinrich/Dossow

Ordnungsamt und Polizei stehen am Freitagfrüh gegen 8 Uhr bei mehreren Anwohnern in Schweinrich und Dossow vor der Tür. Grund: Vor ihren Häusern steht Schrott. Zettel, die zuvor in den Dörfern verteilt worden waren, fordern dazu auf, diesen bis Freitag, 8 Uhr, vor die Tür zu stellen. Doch derartige Sammlungen sind illegal.

„Achso? Das wusste ich nicht“, sagt eine ältere Frau in Dossow. Sie habe die Gelegenheit nutzen wollen, weil sie allein lebe und keine Möglichkeit habe, Schrott selbst zur Umladestation nach Scharfenberg zu bringen. „Dann wenden Sie sich an den Ortsvorsteher. Da gibt es bestimmt eine Möglichkeit“, sagt Polizist Lutz Strissel.

Solche Zettel gleich wegwerfen

„Wenn Sie solche Zettel im Briefkasten finden, dann bitte gleich

Ordnungsamt und Polizei sind in Dossow unterwegs, um Anwohner über eine illegale Schrottsammlung aufzuklären. Quelle: Björn Wagener

wegwerfen“, rät die Wittstocker Ordnungsamtsmitarbeiterin. Zudem sollten für Altkleider lieber die entsprechenden Container genutzt werden, die es auch in Dossow gibt.

In dem Dorf finden sich noch ein Altkleidersack vor einem Grundstück und ein paar alte Kochtöpfe und Pfannen vor einem anderen. In beiden Fällen öffnet aber niemand die Tür.

Die Besatzung des Streifenwagens ist zuvor schon in Schweinrich unterwegs – immer mit Blick auf die Vorgärten. Doch nur vor einem Grundstück finden sich ein alter Rasenmäher und ähnliche Dinge.

Sonst noch nie gemacht

„Das habe ich sonst noch nie gemacht“, sagt die Bewohnerin, die rasch bemüht ist, die Sachen wieder hereinzunehmen, nachdem sie über die Situation aufgeklärt ist.

Polizei und Ordnungsamt belassen es in allen Fällen bei Belehrungen. Der Ton ist freundlich. Es geht um Information, nicht um Strafe.

Zum Glück finden sich nur wenige Leute, die Schrott an den Gartenzaun gestellt haben. Quelle: Björn Wagener

Bei der Kontrollfahrt am Freitagfrüh besteht auch die Hoffnung, jemanden anzutreffen, der die Sachen einsammelt. Aber dazu kommt es nicht.

Derartige illegale Müllsammler sind immer wieder in der Region unterwegs. Ein geübter Blick auf einen Flyer genügt, um zu erkennen, dass es sich um eine nicht genehmigte Aktion handelt:

Wichtige Hinweise fehlen

Es fehlen jegliche Hinweise darauf, wer hier Schrott und Altkleider sammelt. Es ist lediglich von „Wir“ die Rede. Außerdem ist an der Art der Formulierung und der Rechtschreibung zu erkennen, dass hier höchstwahrscheinlich ausländische Sammler zugange sind, von denen niemand weiß, ob sie die Dinge überhaupt abholen.

Bereits Ende August hatten der Landkreis und das städtische Ordnungsamt auf häufige Probleme mit illegalen Müllsammlern hingewiesen.

Den Sammlern das Handwerk legen

„Wir werden auch in Zukunft verstärkt unser Augenmerk darauf legen. Denn wir wollen diesen illegalen Sammlern das Handwerk legen“, sagt Ordnungsamtsleiter Holger Schönberg und weist auch auf den Umweltaspekt hin. Oftmals würden diese Leute Unbrauchbares in Wäldern „entsorgen“, von wo es dann wieder entfernt werden müsse, was zusätzliche Kosten verursache.

Merkblätter verteilt

Noch am Donnerstag seien in Schweinrich Merkblätter des Landkreises verteilt worden, in denen darauf verwiesen wird, dass nicht jede Schrott- oder Altkleidersammlung legal ist. Wohl auch deshalb finden sich am Freitag dort die wenigsten bereitgestellten Dinge.

Von Björn Wagener

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