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Wittstock/Dosse Ortsbeirat krempelt die Ärmel hoch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Ortsbeirat krempelt die Ärmel hoch
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14:18 26.11.2019
Es geht um die Sicherheit: Anwohner fordern schon seit Langem, die Straßenbeleuchtung in Rossow auch nachts brennen zu lassen. Quelle: Christian Bark
Rossow

Der neue Ortsbeirat in Rossow kann schon Erfolge vorweisen. Besonders sichtbar wird das an der nächtlichen Beleuchtung im Dorf. „Jetzt haben wir nachts eine Orientierungsbeleuchtung“, sagte Ortsvorsteher Christian Riemer jüngst bei der Sitzung des Gremiums. Bei einer Orientierungsbeleuchtung ist jede zweite Lampe angeschaltet.

Lange Zeit tappten die Bürger in Rossow nachts im Dunkeln. „Zwischen 23 Uhr und 5 Uhr morgens war neun Jahre lang die gesamte Straßenbeleuchtung ausgestellt“, sagte Jean Dibbert, Wittstocks Stadtsprecher auf MAZ-Nachfrage. „Das war ein großes Problem, denn die Freiwillige Feuerwehr im Ort ist eine Stützpunktfeuerwehr“, sagte Christian Riemer. Stützpunktfeuerwehren haben ein größeres Einsatzgebiet und nehmen auch überregionale Aufgaben wahr.

Außerdem muss eine Feuerwehr mit diesem besonderen Status in der Lage sein, zu jeder beliebigen Tag- und Nachtzeit ausreichend Personal für zwei komplette Löschzüge zusammenzubekommen. Das sind mehr als 50 Personen. „Zum Glück ist bisher niemandem etwas passiert, wenn nachts Einsätze waren“, erinnert sich Christian Riemer, der auch Mitglieder der örtlichen Feuerwehr ist.

Viele halten sich nicht an das Tempolimit

Rossow ist ein Straßendorf entlang der Landesstraße 18. Das bringt laut Beobachtungen der Ortsbeiratsmitglieder immer wieder Probleme mit sich. „Als es nachts dunkel war, donnerten die Fahrzeuge auch mit Tempo 70 und 80 hier durch, weil viele Rossow vermutlich gar nicht als Ort wahrgenommen haben“, so der stellvertretende Ortsvorsteher Sandro Kuhrt. Doch auch am Tag halten sich Autofahrer oftmals nicht an das Tempolimit. „Regelmäßig im Sommer kann man beobachten, wie sich Autos im Ort überholen“, so Kuhrt.

Wegen der Nähe zur Autobahn 24 nutzen viele Autofahrer die L18 als Umleitungsstrecke, wenn es auf der A24 zu Staus kommt. „Als kürzlich an zwei Wochenenden die A24 bei Neuruppin wegen Brückenbauarbeiten voll gesperrt war, haben sich auch hier die Autos durchgewälzt“, sagte Christian Riemer. Und: „Das war so schlimm, dass man nicht mal vom eigenen Grundstück mit dem Auto herunterkam und auch nicht als Fußgänger die Straße überqueren konnte.“

Christian Riemer (2.v.r.) und Sandro Kuhrt (3.v.r.) gehören dem Ortsbeirat in Rossow an. Sie engagieren sich seit der Kommunalwahl im Mai für die Anliegen in ihrem Dorf. Quelle: Christamaria Ruch

Die hohe und schnelle Frequentierung der L18 nahm der Ortsbeirat nun zum Anlass, um die Verkehrsberuhigung der Brinkstraße auf die Tagesordnung zu setzen. Die Brinkstraße beginnt und endet an der L18 und führt um die Kirche herum. „Die Kinder im Ort sollen wenigstens auf dieser Straße eine Ausweichmöglichkeit zum Spielen finden“, sind sich Riemer und Kuhrt einig. Außerdem befindet sich die Ausfahrt der Stützpunktfeuerwehr an der Brinkstraße. „Wir streben eine Verkehrsberuhigung oder Tempo 30 an der Brinkstraße an und wollen das bei der Stadt Wittstock beantragen“, sagte Riemer. Vorstellbar ist auch der Status Spielstraße, dabei gilt dann Schrittgeschwindigkeit.

Martin Bünning, Amtsleiter für Stadtentwicklung in Wittstock, erläuterte bei der Ortsbeiratssitzung die rechtlichen Rahmenbedingungen für diesen Antrag. „Kommunen sind nicht zuständig für verkehrsrechtliche Angelegenheiten, dennoch sind die Beweggründe für die Verkehrsberuhigung nachvollziehbar“, sagte er.

Bünning empfahl, mit dem städtischen Ordnungsamt Kontakt aufzunehmen: Mitarbeiter Toralf Degner ist Fachmann in dieser Angelegenheit. Bünning lobte das Agieren des neuen Ortsbeirates: „Sie nehmen die Sachen gut in die Hand und stellen nicht nur Forderungen, sondern suchen mit der Stadt nach Lösungen.“

Der Ortsbeirat verständigte sich zudem über die Verwendung der Kulturpauschale im kommenden Jahr. Osterfeuer, Kinderfest, Oktoberfest und Halloweenfeier sollen wie in diesem Jahr von diesem Geld profitieren. Ebenfalls sollen Jubilare, die einen runden Geburtstag feiern, bedacht werden.

Von Christamaria Ruch

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