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Wittstock/Dosse Künstlerin aus Südkorea setzt Aktmodell ein Denkmal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Künstlerin aus Südkorea setzt Aktmodell ein Denkmal
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14:35 11.07.2019
Die Figuren gehen am Ende durch eine Wand. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Die fünf Frauen gehen auf eine Wand zu. Eine von ihnen hat diese Barriere schon zur Hälfte durchquert. Die Bildhauerin Lyu Geum aus Südkorea schuf im vergangenen Jahr dieses Kunstwerk (die MAZ berichtete).

Nun sind die identischen Bronzefiguren in der Skulpturreihe mit dem Titel „Go through“ (Hindurch gehen) fertig gegossen. Bis Oktober ist das Werk vor dem A-Haus im Kunsthaus Dosse Park in Wittstock ausgestellt.

Seit Frühjahr 2018 ist Lyu Geum dort zu Gast, ihr Aufenthalt endet in drei Monaten. „Go through“ markiert einen Meilenstein in ihrer Arbeit, denn Lyu Geum wollte erstmals mit einem Modell arbeiten, das nicht aus Asien stammt. Für das Werk suchte sie ein weibliches Aktmodell, und nach einem Aufruf in der MAZ meldeten sich fünf Frauen aus der Region. Eine von ihnen hat sich mit dem Kunstwerk ein Denkmal gesetzt.

Detlef Schulz, Lyu Geum und Armin Gottschalk (v.l.) am Kunstwerk „Go through“ im Kunsthaus Dosse Park in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch

„Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf den Gesichtern und Händen der Menschen“, sagt Lyu Geum. „In ihren Posen öffnen sie ihre Hände und akzeptieren die Lebensenergie durch die Handflächen, wodurch sie ihre innere Wahrnehmung öffnen wollen.“

Die Künstlerine hat sich bewusst für fünf Personen bei ihrem Werk entschieden. „Die Zahl 5, die auch Licht symbolisiert, ist ein Verweis auf die Vollendung in Form einer Zahl“, sagt sie.

Das 113 Meter lange A-Haus auf dem Areal des Kunsthauses und die Skulptur korrespondieren miteinander. „Wir haben lange den passenden Standort gesucht“, sagt Detlef Schulz, der Manager der Künstlerin. Denn auf dem Papier kann ein Standort nicht geplant werden.

Eigentlich sollte die Wand sieben Meter lang sein

Das lange A-Haus und die schmale und 3,5 Meter hohe Wand, durch die die Figuren hindurchgehen, kommen dabei kontrastreich zur Geltung. „Die Wand sollte eigentlich sieben Meter breit sein, aber nun ist sie nur 2,6 Meter breit, das wirkt besser“, sagt Lyu Geum. Die Bronzefiguren schimmern braunrötlich und harmonieren mit den Klinkersteinen der Wand. „Das ist Wienerberger Klinker hellgrau nuanciert“, sagt Armin Gottschalk, Geschäftsführer der BHG in Wittstock. Das Unternehmen lieferte die Steine.

Während die ersten vier Frauenfiguren in einem Abstand von 4,5 Metern aufgestellt sind, umfasst der Abstand zur letzten Figur sechs Meter. Denn zwischen ihnen verläuft diagonal der Weg zum A-Haus.

Damit wird scheinbar beiläufig das Gelände Teil des Kunstwerkes: Erst überquert die Bronzefigur den Weg, und am Ende durchläuft sie die Wand.

Von Christamaria Ruch

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