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Wittstock/Dosse Jazz-Legende singt und liest in Wittstock
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Jazz-Legende singt und liest in Wittstock
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17:27 12.09.2019
Mit Lukas Natschinski gab Uschi Brüning Jazz-Klassiker auf der Bühne zum Besten. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Sie stand in der Vergangenheit schon mit Größen wie Manfred Krug auf der Bühne, ist gut mit Künstlern wie Nina Hagen oder Angelika Mann befreundet. Wie ihre Karriere als Sängerin vor 50 Jahren begann und was sie seitdem erlebt hat, darüber berichtete Uschi Brüning am Mittwochabend in der Wittstocker Heilig-Geist-Kirche.

Dabei stellte die Künstlerin ihre Autobiografie „So wie ich“ dem Publikum vor, las einige Passagen daraus und machte natürlich zwischendurch immer wieder Musik. Begleitet wurde sie dabei von Lukas Natschinski an der E-Gitarre und am Keyboard.

Imke Strauß (l.) und Georgia Arndt begrüßten die Gäste. Quelle: Christian Bark

Die musikalische Lesung fand im Rahmen des 24. Literarischen Bilderbogens statt. „Eigentlich gehe ich bei den Veranstaltungen ungern aus meiner Bibliothek raus“, sagte Wittstocks Bibliotheksleiterin Georgia Arndt. Die Kirche biete für diese spezielle Lesung aber das „angemessene Ambiente“.

Karriere begann 1969

Gemeinsam mit Lukas Natschinski, der sich sowohl als Virtuose auf dem Keyboard als auch an der Gitarre erwies, brachte Uschi Brüning Jazz-Klassiker wie „Georgia“, „Black Coffee“ oder „Exactly like you“ zu Gehör. Sie vertonte aber auch englische Texte wie „Son of a preacher man“ ins Deutsche. Daraus wurde dann „Der Sohn meiner Nachbarin“.

Uschi Brüning las aus ihrer Biografie „So wie ich". Quelle: Christian Bark

Mit Jazz hatte Uschi Brüning Karriere vor über 50 Jahren begonnen. In ihrer Leipziger Band „Studio Team“ machte sie ab einem Alter von 17 Jahren erste Bühnenerfahrungen, bis der Bandleader Klaus Lenz die gelernte Gerichtssekretärin 1969 in seine Band nach Berlin holte. „Klaus wusste in Sachen Jazz wie kaum ein Anderer Bescheid“, schrieb Uschi Brüning in ihrem Buch.

Ab 1971 trat sie dann auch mit Manfred Krug auf. Zum Beispiel auf der Messe in Leipzig oder im Berliner Friedrichstadt-Palast. Den Kontakt zu Manfred Krug, der 1977 nach West-Berlin ausgereist war, konnte sie nach dem Mauerfall wieder herstellen. Es folgten viele gemeinsame Auftritte.

Stehende Ovationen für Uschi Brüning in Wittstock. Quelle: Christian Bark

In den 70er Jahren hatte sich Uschi Brüning auch international einen Namen als Jazz-Sängerin gemacht. Gemeinsam mit ihrem Mann Ernst-Ludwig Petrowsky, genannt Luten, wagte sie sich erfolgreich in den 80ern an den Freejazz.

Schlager machte Uschi Brüning berühmt

Im Gegensatz zu vielen Künstlern aus der DDR, die nach der Wende neu Fuß fassen mussten, beurteilte Uschi Brüning den Mauerfall als Glücksfall, für den sie nichts als Dankbarkeit empfinden würde.

Die Fans ließen sich ihre Platten signieren. Quelle: Christian Bark

Das Wittstocker Publikum bekam an dem Abend auch den Schlager zu hören, mit dem Uschi Brüning 1972 berühmt geworden war, „Dein Name“. Und ihren Namen signierte die Künstlerin nach dem Konzert, das nach stehenden Ovationen noch eine Zugabe bekam, auch auf so manches Buch und so manche Platte.

So auch auf die Platte von Heidrun Domke aus Neuruppin, die sie ihrer Freundin Gundula Zietz schenken wollte. „Wir waren schon immer Fans von Uschi Brüning“, sagte Heidrun Domke.

Von Christian Bark

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