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Wittstock/Dosse Früheres Badehaus vor dem Verfall gerettet
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01:16 20.05.2019
Die Jugendbauhütte hat das alte Bahnarbeiterbadehaus in Wittstock saniert und dort eine Ausstellung über sich untergebracht. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Vor einem Jahr noch war es eine Ruine, das ehemalige Bahnarbeiterbadehaus auf dem Wittstocker Bahnbetriebsgelände. Vor dem weiteren Verfall konnte die Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg dieses Stück Wittstocker Verkehrsgeschichte jedoch bewahren.

Bereits seit April ist in dem frisch sanierten Gebäude die Ausstellung „Jugendbauhütte und Zisterzienser“ untergebracht, die über die Arbeit der Jugendbauhütte informiert.

Die alte Technik in dem ehemaligen Badehaus blieb erhalten. Quelle: Christian Bark

Am Freitag nutzte Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann die Gelegenheit, den jungen Menschen, die an der Sanierung des Häuschens beteiligt gewesen sind, seine Anerkennung auszusprechen. „Es ist schön, wenn die Sanierung eines so alten Gebäudes wieder das Interesse junger Menschen am Handwerk geweckt hat“, sagte der Bürgermeister.

Ein Schild informiert über den Umbau des Häuschens. Quelle: Christian Bark

Das Projekt habe bei vielen Wittstockern für Neugier gesorgt. „Das Gelände war zugewachsen, das Gebäude in einem kläglichen Zustand“, blickte Jugendbauhüttenleiter Bernd Henning zurück. Zwischen September 2018 und April 2019 hatten die jungen Leute der Jugendbauhütte das Häuschen, in dem sich früher Bahnarbeiter waschen konnten, wieder hergerichtet.

Das Glasfenster ist ein Hingucker. Quelle: Christian Bark

Im 19. Jahrhundert zu diesem Zweck errichtet, wurden später in dem Häuschen die Oberwagenlaternen der Züge mit Petroleum gefüllt, wie Jörg Gehrmann erklärte. Ab 1974 sei dort dann ein Notstromaggregat untergebracht gewesen, bis das Haus nach 1994 nicht mehr genutzt worden sei.

Die Jugendbauhütte hat das alte Bahnarbeiterbadehaus in Wittstock saniert und dort eine Ausstellung über sich untergebracht. Quelle: Christian Bark

An der Sanierung beteiligt war auch Theresa Hoff. Die 19-Jährige aus Cottbus absolviert gerade bei der Jugendbauhütte im Kloster Stift Heiligengrabe ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in der Denkmalpflege. „Ich habe mitgeholfen, das Podest und die Treppe zu bauen“, berichtete sie. Es sei schon faszinierend, wie sich das Gebäude in so kurzer Zeit komplett gewandelt hätte.

Der Wittstocker Bürgermeister Jörg Gehrmann (Mitte) informierte sich über die Arbeit der Jugendbauhütte. Quelle: Christian Bark

Ein besonderer Hingucker im Häuschen ist auch ein bunt verglastes Fenster, das die jungen Leute unter Anleitung von Glasermeister Horst Lehmann gefertigt haben. „Bahn verbindet, deshalb stellen die Konturen im Glas auch Haltepunkte und Streckenführungen dar“, erklärte er am Freitag.

Die Ausstellung ist täglich in dem Häuschen zwischen 8 und 18 Uhr zu sehen. Mindestens bis Oktober bleibt die Ausstellung an dem Ort.

Junge Leute, altes Gemäuer

Seit 2005 hat die Jugendbauhütte Berlin-Brandenburg ihren Stützpunkt und ihr Seminarzentrum in Heiligengrabe.

Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes können junge Leute hier altes Handwerk neu entdecken und historische Gebäude restaurieren.

Zwischen September 2018 und April 2019 sanierten sie das Bahnarbeiterbadehaus in Wittstock aus dem 19. Jahrhundert.

Von Christian Bark

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