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Wittstock/Dosse Jugendliche spielten für den Europa-Gedanken
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Jugendliche spielten für den Europa-Gedanken
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00:20 22.05.2019
Sechs Jugendliche aus Wittstock, Rumänien und Polen zeigten im Rathaus ihr Stück "Über den Tellerrand hinaus". Quelle: Christian Bark
Wittstock

Rund drei Monate haben sie Ideen gesammelt und diese dann als Drehbuch zu Papier gebracht. Zunächst jeder für sich in seiner Heimat. In nur wenigen Tagen haben Jeremy Bienert aus Wittstock, Justin Dzialek aus Heiligengrabe, Natalia Urban und Adam Zemler aus Wielkopolska (Großpolen) sowie Andreea-Iuliana Covite und Cornel-Elisei Visan aus Siebenbürgen ihr Theaterstück zu einem großen Ganzen zusammengefügt.

Am Samstagabend präsentierten die sechs polnischen, rumänischen und deutschen Jugendlichen dann ihr Schauspiel „Über den Tellerrand hinaus“ im Wittstocker Rathaus.

Über den Partnerschaftsbeauftragten Klaus-Peter Krüger (r.) ist das Projekt zustande gekommen. Quelle: Christian Bark

Was ist Heimat? Was macht Heimat aus? Und wie gelingt es, die verschiedenen Auffassungen von Heimat mit dem europäischen Gedanken zu vereinen? Diesen und weiteren Fragen gingen die jungen Schauspieler in ihrem Stück nach.

„Der Kontakt ist über den Partnerschaftsbeauftragten Klaus-Peter Krüger zustande gekommen“, erklärte Natalia Urban, die im Stück unter anderem als „Weiße Frau“ von Poznan auftrat. Justin Dzialek verkörperte für Brandenburg den Preußenkönig Friedrich II., den Cornel-Elisei Visan, der für Siebenbürgen Graf Dracula darstellte, als „Kartoffelkönig“ grüßte.

Als Dracula, Weiße Frau und Friedrich der Große verkörperten die Jugendlichen jeweils ihr Land. Quelle: Christian Bark

Im Stück appellierten die Jugendlichen an das Publikum, Europa wieder eine Chance zu geben und an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilzunehmen. Klar machten sie auch, dass Identitäten und Symbole für die Heimat zwar wichtig seien, man aber immer über den Tellerrand hinaus blicken sollte. „Rumänien ist viel mehr als nur Dracula“, sagte beispielsweise Cornel-Elisei Visan.

In kurzen Imagefilmen präsentierten die Jugendlichen dem Publikum ihre Heimat, zeigten dann aber auch, wie schnell sich der Heimatbegriff wandeln kann. So überlegt Natalia Urban beispielsweise, nach der Schule in Deutschland zu studieren. Adam Zemler wird in Polen sein Abitur auf Deutsch ablegen. „Wir haben bei den Proben zwar Deutsch gesprochen, aber auch etwas Polnisch und Rumänisch gelernt“, berichtete Natalia Urban.

Der Rathaussaal war gut besucht. Quelle: Christian Bark

„Es macht Hoffnung, wenn man solche Jugendliche am Start hat“, lobte Eva-Maria Vanino, Leiterin der Polthier Oberschule, die Justin noch besucht, das Projekt.

Und es soll laut Klaus-Peter Krüger fortgesetzt werden. Im Oktober soll das Stück nämlich in Poznan aufgeführt werden.

Von Christian Bark

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