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Wittstock/Dosse Jugendliche besuchen einwöchiges Filmcamp
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Jugendliche besuchen einwöchiges Filmcamp
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13:44 18.10.2019
Kevin, Anton und Robin (v.l.) drehen mit Hilfe der Trickboxx einen Kurzfilm über ein Legomännchen. Quelle: Christamaria Ruch
Schweinrich

Ein kleines gelbes Legomännchen kommt gerade groß heraus. Die Figur spielt die Hauptrolle in einem Trickfilm. Nach einem Albtraum wacht die Legofigur auf und ändert schrittweise ihre Sicht auf die Umwelt.

Kevin, Anton und Robin sind 16 und 18 Jahre alt und drehen einen Trickfilm, bei dem die Legofigur im Mittelpunkt steht. Die drei gehören zu den zehn Jugendlichen, die in dieser Woche beim Feriencamp im Schullandheim in Schweinrich zu Gast sind. Sie kommen aus Berlin und Brandenburg, einige von ihnen direkt aus dem Kreis Ostprignitz-Ruppin.

Kyritz-Ruppiner Heide als Kunstprojekt

Der Förderverein für Öffentlichkeitsarbeit im Natur- und Umweltschutz (Fön) und der Landesverband Kinder- und Jugendfilm (Kijufi) Berlin arbeiten dabei Hand in Hand. Unter dem Titel „Jugendträume 2019 – Die Kyritz-Ruppiner Heide als Kunstprojekt“ entstehen in fünf Tagen Kurzfilme.

5000 Euro aus Lottomitteln des Brandenburger Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft bilden das Rückgrat für das Filmcamp. „Wir sind zum fünften Mal in Schweinrich, davor waren wir dreimal in Kunsterspring“, sagt Uta Greschner, Vorstandsmitglied bei Fön.

Susanne Harmsen, Franziska Busse und Uta Greschner (v.l.) leiten das Filmcamp und geben den Jugendlichen Freiraum beim Drehen. Quelle: Christamaria Ruch

Fast alle Campbesucher machen schon seit Jahren bei diesem Filmdreh mit. „Ich bin da mitgewachsen“, sagt der 16 Jahre alte Kevin aus Neuruppin. Gemeinsam mit Freunden entdeckte er vor Jahren dieses Angebot. „Wir wollten etwas mit Natur und Technik machen“, erinnert sich Kevin. Sein gleichaltriger Freund Anton aus Neuruppin ist auch wieder dabei.

Eine Legofigur in der Trickboxx

Gemeinsam mit dem 18 Jahre alten Robin aus Berlin widmen sie sich einem ernsten Thema. „Bei uns geht es darum, dass eine fiktive Person keine Rücksicht auf die Umwelt nimmt“, sagt Robin. Dann durchlebt sie im Schlaf einen Albtraum.

„Der Albtraum spielt in der Postapokalypse und nachdem die Figur wieder aufwacht, ändert sie ihr Verhalten“, sagt Robin. Die drei Jugendlichen setzen das Thema mit der Legofigur in der Trickboxx um. Hinter diesem weißen Kasten steckt ein ausgefeiltes System, um in Verbindung mit Computertechnik Trick- oder Animationsfilme zu drehen.

Vier Kurzfilme in einer Woche

Das Thema für das alljährliche Feriencamp gibt das Fön-Team vor. „Jugendträume 2019“ ist ein „offenes, kreatives und persönliches Thema“, sagt Uta Greschner. Gemeinsam mit Susanne Harmsen von Fön und Franziska Busse, Projektmitarbeiterin bei Kijufi, leitet Uta Greschner das Camp. Vier Kurzfilme werden in dieser Woche gedreht - dabei entstehen sowohl Trick- als auch Bewegtfilme.

Leana, Nuria und Enni sind zwölf und 13 Jahre alt, kommen aus Potsdam und Berlin und drehen einen kombinierten Trick- und Bewegtfilm. „Wir mussten am Dienstag unseren Plan umwerfen, weil es schwierig war, Interviewpartner in Schweinrich und Wittstock zu finden“, sagt Leana.

Ein Traum im Traum

„Das sind auch Erfahrungen, die die Jugendlichen sammeln, denn man muss immer aus einer Situation etwas machen“, sagt Uta Greschner. Die Gruppe entwickelte eine neue Idee. „Bei unserem Film geht es nun um einen Traum im Traum“, sagt Enni.

Nuria, Leana und Enni (v.l.) versuchten zunächst, in Schweinrich und Wittstock Gesprächspartner zu finden. Jetzt setzen sie eine neue Filmidee um. Quelle: Privat

Bis zu vier Stunden täglich beschäftigen sich die Jugendlichen mit ihren Filmprojekten. Darüber hinaus stehen Exkursionen und Führungen durch die Kyritz-Ruppiner Heide auf dem Programm.

„Wir sind jedes Jahr erstaunt, was am Ende bei den Filmen rauskommt“, sagt Uta Greschner. Dabei beobachtet sie, wie sich die Campbesucher im Laufe der Jahre entwickeln. „Es ist gut, wenn wir jungen Leuten Freiraum beim Drehen geben, dann setzen sie Kreativität frei“, sagt sie.

Das Feriencamp endet am Samstag mit einer ersten Filmpräsentation im Schullandheim. Bei der Premiere sitzen die Eltern der Nachwuchsfilmer im Publikum.

Von Christamaria Ruch

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