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Wittstock/Dosse Das Jugendprojekt „Pimp your town“ ist Demokratie zum Anfassen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Das Jugendprojekt „Pimp your town“ ist Demokratie zum Anfassen
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11:06 23.11.2019
Am Städtischen Gymnasium in Wittstock erleben Schüler der 7. Klassen das Demokratieprojekt „Pimp your town“. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Das Jugendprojekt „Pimp your town“ (Peppe Deine Stadt auf) kommt Anfang Dezember nach Wittstock. Die 65 Schüler der 7. Klassen des Städtischen Gymnasiums erleben bei diesem Planspiel die Kommunalpolitik hautnah.

Dorothea Stüben von der Stadtverwaltung stellte das Projekt jüngst dem Hauptausschuss in Wittstock vor: „Vom 9. bis 11. Dezember wird „pimp your town“ im Gymnasium durchgeführt.“

Dabei erleben die Schüler zunächst „einen Chrashkurs in Kommunalpolitik“, sagte Dorothea Stüben. Anschließend arbeiten sie in vier Gruppen: Sie bilden drei fiktive Fachausschüsse und eine Presseabteilung, die einen Film dreht und ein Magazin erstellt.

Echte Stadtverordnete sollen sich dazugesellen

Am zweiten und dritten Tag der Veranstaltung gesellen sich Abgeordnete der Stadtverordnetenversammlung hinzu. „Die Teilnahme ist erwünscht, wenn möglich auch von den Vorsitzenden der einzelnen Ausschüsse“, sagte Dorothea Stüben.

„Pimp your town“ endet am 11. Dezember mit einer fiktiven Stadtverordnetenversammlung im Wittstocker Rathaus. „Dort fassen die Schüler Beschlüsse, die realitätsnah sind“, stellte Dorothea Stüben in Aussicht. An diesem Tag treffen sich anschließend die realen Stadtverordneten zu ihrer nächsten Versammlung.

Das Kommunalplanspiel ist beim Verein „Politik zum Anfassen“ in Hannover angesiedelt; seit 2009 werden deutschlandweit Projekte organisiert. Mitarbeiter des Vereins begleiten die Schüler des Gymnasiums bei „Pimp your town.“ Das Projekt wird in Wittstock mit Geld in Höhe von 6700 Euro aus dem Bundesprojekt „Demokratie leben“ des Bundesfamilienministeriums finanziert.

Das Projekt war schon an der Evangelischen Schule in Neuruppin

Im vergangenen Jahr lief das Jugendprojekt an der Evangelischen Schule in Neuruppin. „Das war erfolgreich“, sagt Dorothea Stüben. Aus diesem Grund trat der Verein „Politik zum Anfassen“ an den Begleitausschuss „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Ostprignitz-Ruppin heran, um das Planspiel zu wiederholen. Anfang des Schuljahres fiel die Wahl auf das Gymnasium in Wittstock.

„Das Projekt läuft ähnlich wie die Demokratiewerkstatt, ist aber noch näher an das politische Handeln der Stadtverordnetenversammlung angelehnt“, so Dorothea Stüben.

Sämtliche Themen von Schule, Kultur oder Wirtschaft stehen bei „Pimp your town“ zur Debatte. „Junge Leute lernen in der Schule, was in der Bundes- oder Europapolitik passiert, aber wie Politik vor Ort abläuft, spielt im Schulalltag zu wenig eine Rolle“, sagt sie. Daher setzt sie große Hoffnung in das dreitätige Projekt: „Hier ist eine große Nähe zur Lokalpolitik gegeben.“

Von Christamaria Ruch

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