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Wittstock/Dosse Beim Kinderfest fliegen die Bohnen im hohen Bogen
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17:37 10.07.2019
Beim „Tanz mit dem Ringelschwanz“ ließ auch Angelika Hohendorf (rechts) die Hüften kreisen. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Beim Tanz „mit dem Ringelschwanz“ kommt ordentlich Stimmung auf. Die Finger kreisen in der Luft, dann kommt ein Hüftschwung hinzu, und am Ende drehen sich alle um die eigene Achse. Immer wieder und immer schneller.

Beim traditionellen Kinderfest am Mittwochnachmittag bei der Wittstocker Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) stand wieder der Nachwuchs im Mittelpunkt.

60 Kinder im Alter bis zu zwölf Jahren und 40 Erwachsene kamen auf ihre Kosten – viel mehr Besucher als angemeldet. Das Kinderfest lockt Jahr für Jahr auf den Hof der Genossenschaft in der Rosa-Luxemburg-Straße.

Auf die ehrenamtlichen Helfer ist stets Verlass

Doch nun bot das Wohngebiet Waldring die Kulisse für das Fest. „2012 waren wir schon einmal hier, und heute möchten wir wieder einmal unseren Mietern in diesem Wohngebiet zeigen, dass wir auch hier präsent sind“, sagte Angelika Hohendorf. Die Sozialarbeiterin der WBG bereitet Jahr für Jahr alle Feste vor und kann sich stets auf ehrenamtliche Helfer verlassen. „Heute sind sieben Ehrenamtliche dabei“, so Angelika Hohendorf.

Der Kinderanimateur Egbert Schröder aus Wittstock bot abwechslungsreiche Spiele. Nach einem Tanz zum Aufwärmen mit Polonaise forderte er alle zum „Tanz mit dem Ringelschwanz“ auf. Doch damit nicht genug. Andrea Frank und Gina Salzwedel durften danach den Kindern zeigen, welche Maltalente in ihnen stecken. Eigens dafür stülpten sie sich erst eine Duschhaube über und setzten dann eine Mütze mit Antenne auf. An der Spitze dieses Kopfschmuckes steckte ein Stift.

Mit einer Polonaise heizte Kinderanimateur Egbert Schröder die Stimmung an. Quelle: Christamaria Ruch

Frei nach dem Motto von Egbert Schröder „Kunst kommt aus dem Kopf“ mussten die Frauen kopfüber mit diesem Stift eine Rose malen, auf der außerdem ein Marienkäfer entlang krabbelt. „Eine Minute Zeit gibt es für diese Aufgabe“, so Schröder. Unter Anfeuerungsrufen legten sich dann Andrea Frank und Gina Salzwedel ins Zeug und ließen ihre kreativen Köpfe rauchen.

Während Andrea Frank ihrem Bild den Titel „Da-Vinci-Rose“ gab, entschied sich Gina Salzwedel für das Motto „Wo ist der Marienkäfer?“ Angelika Hohendorf zeigte sich begeistert von den abstrakten Ergebnissen: „Die Bilder stellen wir bei unserer Weihnachtsfeier aus.“

Kunst kommt aus dem Kopf: Mit einem Stift auf dem Haupt malten Gina Salzwedel (vorn) und Andrea Frank eine Rose. Quelle: Christamaria Ruch

Steffanie Riesler aus Jabel konnte ebenfalls ihr Maltalent unter Beweis stellen. Seit fünf Jahren verziert sie beim WBG-Kinderfest die Gesichter der Mädchen und Jungen mit fantasievollen Figuren. „Ich habe viele Ideen, die Kinder brauchen nur ihre Wünsche äußern“, sagte Steffanie Riesler.

Bei Mädchen standen Schmetterlinge hoch im Kurs, und die Jungen entscheiden sich häufig für Dinosaurier oder Spider Man.

Steffanie Riesler verzauberte Leonies Gesicht mit vielen Pinselstrichen. Quelle: Christamaria Ruch

Auch die fünf Jahre alte Leonie nahm Platz und wartete auf die Verwandlung mit dem Pinselstrich. „Das ist wirklich schön, dass für die Kinder dieses Fest gefeiert wird“, sagte Denise Albrecht, Leonies Mutter.

Tief Luft holen: Monika Lagansky ermutigt Eric vor dem Bohnweitspucken. Quelle: Christamaria Ruch

Monika Lagansky hatte sich knifflige Spiele ausgedacht. „Das Bohnenweitspucken ist etwas für Kinder und Erwachsene, denn wir möchten ja alle motivieren, mitzumachen“, sagte sie.

Der sechs Jahre alte Eric bewies Talent – bei einem seiner drei Versuche landete die Bohne gut 1,5 Meter weit entfernt.

Und beim Büchsenwerfen war Augenmaß gefragt, wie auch der sechs Jahre alte Ryan zeigte.

Sigrid Böhm vom Vorstand der WBG zeigte sich ebenfalls erfreut: „Mit der Resonanz können wir wieder sehr zufrieden sein.“

Der sechsjährige Ryan zeigte Augenmaß beim Büchsenwerfen. Quelle: Christamaria Ruch

Von Christamaria Ruch

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