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Wittstock/Dosse Kulturverein Wittstock legt los
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18:48 30.03.2019
Michael Faulmüller, Jürgen Franke und Jürgen Mendel (v.l.) sind Gründungsmitglieder des Vereins und haben viele Ideen für Kulturprojekte in Wittstock. Quelle: Christamaria Ruch
Wittstock

Der Verein „Matthäus Merian“ schreibt sich die Kulturförderung in Wittstock auf die Fahnen. Nach seiner Gründungsveranstaltung im Oktober vergangenen Jahres meisterte dieser die bürokratischen Hürden und ist jetzt beim Amtsgericht Neuruppin registriert.

Der Verein ist im Vereinsregister eingetragen

„Damit sind die Grundlagen für eine reguläre Arbeit geschaffen“, sagt Jürgen Mendel aus Sewekow. Er ist designierter Vereinsvorsitzender und hat mit Jürgen Franke aus Wittstock einen designierten Stellvertreter.

Acht Frauen und Männer hoben den Verein aus der Taufe. Es gibt derzeit gut 20 Interessenten auf Mitwirkung. „Der Verein möchte möglichst unabhängig von einzelnen Institutionen tätig werden, aber zugleich eine Brücke zwischen dem Kunsthaus Dosse Park in Wittstock und der Stadt bauen“, sagt Jürgen Mendel.

Michael Faulmüller hat zum Stammbaum um den Wittstocker Tuchmacher Friedrich-Wilhelm Wegener schon viele Mosaiksteine gesammelt. Quelle: Christamaria Ruch

Dabei haben die Vereinsmitglieder zunächst einen Schwerpunkt bei ihrer Arbeit im Blick. Das Projekt „Die Wegener – eine Wittstocker Familie“ soll umfassend beleuchtet und multimedial aufbereitet werden.

Der Verein will eine Brücke schlagen zwischen Kunsthaus und Stadt

„Dieses Vorhaben ist für die Stadt und auch das Land Brandenburg von Interesse“, sagt Mendel. „Wir kalkulieren für dieses Vorhaben 50 000 Euro ein“, sagt er. In erster Linie sollen nun Sponsoren gewonnen werden, um diese Arbeit öffentlichkeitswirksam aufbereiten zu können.

Bei diesem Projekt kommt der Germanist Michael Faulmüller zum Zuge. Er ist Gründungsmitglied im Verein „Matthäus Merian“ und arbeitet im Kunsthaus. Dabei recherchiert Faulmüller zur Wirtschaftsgeschichte rund um Tuchmacher Friedrich-Wilhelm Wegener, dessen Familie und Nachfahren.

Die Ahnengalerie der Familien Wegener und Polthier befindet sich in der Bibliothek im Kontor. Quelle: Christamaria Ruch

„Die Geschichte dieser Familie steht im engen Zusammenhang mit Wittstock und soll anhand heutiger Beispiele lebendig gemacht werden“, sagt er. Friedrich Wilhelm Wegener ist der Großvater vom Meteorologen, Polar- und Geowissenschaftler Alfred Wegener. Dieser entwickelte die Theorie der Kontinentalverschiebung.

Die Familien Wegener und Polthier waren eng verbunden

Die Familien Wegener und Polthier sind miteinander verbunden – eine Ahnengalerie befindet sich in der Bibliothek im Kontor. Wilhelm August Polthier (1892 bis 1961) gilt als einer der berühmtesten Söhne Wittstocks und veröffentlichte 1933 das Buch „Die Geschichte der Stadt Wittstock.“ Seit 1999 trägt die heutige Oberschule in Wittstock seinen Namen.

Die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit möchte Michael Faulmüller verschiedenen Alters- und Zielgruppen näher bringen. Der Schlüssel liegt in einer multimedialen Aufbereitung. „Filme, Bilderstrecken, Tondokumente sollen zusammen gestellt und in Wittstock gezeigt werden“, sagt er. Für ihn ist besonders interessant, dass sich „viele Seitenwege in der Familie aufzeigen.“

An der alten Villa der Tuchfabrik an der Walkstraße sind noch die Initialen von Friedrich Wilhelm Wegener zu erkennen. Quelle: Christamaria Ruch

Viele Einzelprojekte zur Familie Wegener können etappenweise der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wie bei einem Puzzle soll diese Geschichte zusammen finden. „Die Ahnen der Familie Wegener begrüßen unsere Ideen“, sagt Michael Faulmüller. Dabei durfte er kürzlich auch ganz persönliche Familiendokumente ansehen. „Das sind wirklich Schätze“, sagt Michael Faulmüller.

Wer Interesse an dem Verein „Matthäus Merian – Verein für Kulturförderung“ hat und sich genauer über die Projekte informieren möchte, kann mit Jürgen Franke in Wittstock Kontakt aufnahmen. Er ist telefonisch unter 0151/12 18 24 25 zu erreichen.

Von Christamaria Ruch

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