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Wittstock/Dosse Fundamenta I zeigt Dramen auf der Leinwand
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wittstock/Dosse Fundamenta I zeigt Dramen auf der Leinwand
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07:49 17.07.2019
Selbstbildnisse von Frank Piepenhoff zeigen den Künstler im Zweifel. Quelle: Christian Bark
Wittstock

Kunst muss nicht vollendet oder perfekt sein – das wäre Kurator Frank Piepenhoff zu langweilig. Vielmehr muss sich auf der Leinwand ein „Drama“ abspielen, das den Betrachter zum Nachdenken und dessen Fantasie anregt.

Das sollen rund 150 Kunstwerke – vom Ölgemälde über die Fotografie bis hin zur Plastik – in der Kunstausstellung Fundamenta I auch tun. Am Samstag, 29. Juni, wird sie im Kunsthaus Dossepark in Wittstock offiziell eröffnet.

Gemälde von Rebecca Reibke. Quelle: Christian Bark

„Der Dossepark eröffnet mir mit den Räumlichkeiten einen Traum, die Kunst auszustellen, die ich für richtig und notwendig halte“, schwärmt Frank Piepenhoff vom A-Haus der historischen Siechen- und Landarmenanstalt in der Rosa-Luxemburg-Straße. 36 Räume auf zwei Etagen mit insgesamt 1500 Quadratmetern Ausstellungsfläche stehen für die Fundamenta I zur Verfügung.

Aufgeteilt ist die Fundamenta in die Bereiche „Wittstocker Kabinett“, die Ausstellung von Bildern des weltberühmten Künstlers Kiddy Citny sowie die Ausstellung „Essenz“. Ersterer Bereich zeigt beispielsweise Malereien regionaler Künstler wie Sabine Ranft aus Zootzen.

Auf der Kunstausstellung im Dossepark sind mehr als 150 Werke von 18 regionalen und internationalen Künstlern zu sehen. Die Ausstellung ist bis zum 29. September geöffnet.

Ein weiterer Raum zeigt historische Aufnahmen und Grafiken von Wittstock. Sie sind Leihgabe der Kreismuseen Alte Bischofsburg. Im Gang finden sich Fotografien von Wittstock und Umgebung, die Frank Piepenhoff mit besonderem Blick für Formen geschossen hat. „Sie sind das verbindende Element zwischen den Ausstellungen“, erklärt der Kurator.

Giorgio Casaris Collagen kommen frisch aus seinem Atelier in Rom. Quelle: Christian Bark

Kiddy Citnys Bereich bietet neben seinen Gemälden auch Action. „Hier wird man mit Dartpfeilen auf kleine Bilder werfen und diese gewinnen können“, kündigt er für die Vernissage an, die am Samstag um 14 Uhr beginnt.

In der „Essenz“ geht es darum, einen wesentlichen Punkt zu finden. Das kann durch Geschichten passieren, wie sie etwa auf Gemälden der Künstlerin Rebecca Reibke zu finden sind, aber auch durch die Darstellung des Künstlers an sich. Das hat etwa Frank Piepenhoff getan. In zwei Ölgemälden stellt er sich selbst – also den Künstler im Zweifel – dar.

Noch bis 29. September in Wittstock

150 Werke von 18 regionalen und internationalen Künstlern sind auf der Fundamenta I in Wittstock zu erleben.

36 Räume stehen auf zwei Etagen im A-Haus der ehemaligen Siechen- und Landarmenanstalt in der Rosa-Luxemburg-Straße zur Betrachtung. Die Ausstellungsfläche beträgt 1500 Quadratmeter.

Künstler sind unter anderem Giorgio Casari, Kiddy Citny, Sabine Ranft, Luzian Gryczan, Ellinor Euler, Rosel Müller, Jürgen Hauck, Rebecca Reibke und Claudio d’Ambrosio.

Vom 30. Juni bis 29. September ist die Fundamenta I in Wittstock geöffnet. Immer dienstags bis sonntags von 10 bis 19 Uhr.

Erwachsene zahlen 10 Euro Eintritt inklusive Katalog. Senioren ab 65 Jahren 6 Euro, Kinder unter 14 Jahren haben freien Eintritt.

In die Chronologie seines künstlerischen Schaffens begibt sich der italienische Maler Giorgio Casari. Seine Kollagen vereinen Gemälde aus verschiedenen Schaffensperioden. Sie sind in den vergangenen drei Jahren entstanden und quasi frisch aus dem Atelier in Rom nach Wittstock gekommen.

„Das ist ein wunderbarer Ort für eine Kunstausstellung“, ist er voll des Lobes. Lob gibt es auch für Gemälde seines Künstlerkollegen Frank Piepenhoff. „Die Bilder sind irgendwie immer in Bewegung“, sagt Giorgio Casari. „Der Betrachter will eben was erleben und deshalb steckt im Drama auch die Schönheit“, bemerkt der Kurator.

Von Christian Bark

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